180.000 Menschen zeitweise ohne Strom

Balkan-Schneesturm verursacht Chaos: Drama um Alpen-Touristen – Kroatien böse „überrascht“

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Slowenien, Bosnien-Herzegowina und Kroatien erleben außergewöhnliche heftige Schneefälle – dazu kommen teils starke Böen.
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Von Slowenien bis Kroatien: Der Balkan versinkt im Schnee. Ganze Landstriche sind ohne Strom, Autobahnen gesperrt und Touristen sitzen fest.

Sarajevo – 180.000 Haushalte in Bosnien-Herzegowina waren am Montagmorgen (23. Dezember) ohne Strom, am frühen Abend waren es immer noch 47.000. Die Balkan-Region wird von heftigen Schneefällen und Böen heimgesucht. Winter-Wetter, auf das nicht alle Länder vorbereitet sind.

Balkan-Schneesturm verursacht Verkehrschaos in Kroatien: „Die Leute bleiben stecken“

„In der letzten Nacht fielen hier in unserer Gegend bis zu 45 Zentimeter Schnee“, sagt der Leiter der kroatischen Autobahn-Einheit, Valentin Crljenko bei dnevnik.hr. Räumungseinheiten sind pausenlos im Einsatz, mit Sicherheit noch die ganze Nacht.

„Der Schnee hat uns überrascht“, erklärt der Direktor eines Versorgungsunternehmens dem Portal. „Die Leute bleiben im Schnee stecken und man muss sie herausziehen.“ Besonders in den Gegenden Lika und Gorski ist das Schneetreiben stark. Zahlreiche Autobahnen sind gesperrt und andere schlicht kaum befahrbar.

„Die Modelle toben weiter“: Kroatien-Wetterdienst warnt vor großen Schneemengen zu Weihnachten

„Passt auf, die Modelle toben weiter“, warnt der Wetterdienst Istramet auf Facebook. Bis zum Heiligabend sind enorme Schneemengen in Kroatien angekündigt. Und die Treffen auch Bosnien sowie das angrenzende Slowenien.

Drama um Alpen-Touristen in Slowenien: Paar sitzt in Schneesturm fest

Im Alpenland Slowenien kam es derweil zum Drama um zwei Touristen aus Ungarn. Die beiden sind in den Steiner Alpen gestrandet, laut der Nachrichtenagentur STA haben sich die Frau und der Mann am Sonntagabend im Gebirge nördlich der Hauptstadt Lubljana verirrt. Eine Person habe sich dann das Bein gebrochen.

Versuche, das Urlauber-Paar zu erreichen, blieben laut Bericht vorerst erfolglos. Im Balkan-Schneesturm war die Sicht zu schlecht und der Wind zu stark. Auch einen zweiten Versuch musste der Rettungshelikopter abbrechen. Am Montagabend sitzen die Touristen immer noch auf 1700 Metern Höhe fest. Eine Situation, aus der Urlauber ohne Guides kaum herauskommen.

In Deutschland dürften große Schneemengen in den meisten Regionen zu den Feiertagen hingegen ausbleiben. Dennoch kündigt sich eine frostige Weihnachts-Überraschung an. (moe)

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