Schwere Brände

Italien-Küste brennt: Touristen fliehen von Strand – Mistralwind sorgt für große Probleme

+
Dieses von der italienischen Feuerwehr zur Verfügung gestellte Foto zeigt Waldbrände in der Region Palermo auf Sizilien.
  • schließen

Italien wird von schlimmen Wetter-Ereignissen heimgesucht. Schwere Brände sorgen im Süden für Probleme. Viele Touristen mussten nun fliehen.

Lecce – Italien leidet aktuell unter schlimmen Wetter-Ereignissen. Während im Norden schwere Stürme für Verwüstung sorgen, setzen Hitze und Waldbrände den Menschen im Süden zu. Besonders hart trifft es nicht nur Sizilien, sondern aktuell auch die Region Salent auf dem Festland.

Gerade erst verwüstete ein Großbrand den Yachthafen von San Cataldo an der Ostseite des italienischen Stiefelabsatzes. Die Staatsanwaltschaft Lecce ermittelt und vermutet Brandstiftung als Ursache. Doch weitere Brände halten die Feuerwehr in der Region immer noch in Atem. Dafür verantwortlich ist nach Angaben der Repubblica auch der aktuell starke Mistral-Wind, der die Flammen weiter anheizt und die Arbeit der Einsatzkräfte massiv erschwert.

Schwere Brände in Italien: Touristen müssen fliehen

So wurde etwa am Donnerstag (27. Juli) Feuer-Alarm an der ionischen Küste von Ugento ausgelöst. Fünf Katastrophenschutzteams und Feuerwehrleute vor Ort sind im Einsatz. Das Feuer breitete sich von den Hügeln bis zur Küstenstraße an Häusern vorbei aus. Eine Residenz in Rottacapozza musste evakuiert werden – mehr als 100 Badegäste und Touristen flohen von den Stränden und mussten auch ihre Ferienhäuser verlassen. Auch hier heizte der starke Wind das Feuer an.

Erst gegen 19.30 Uhr konnte der Brandbereich um Torre Mozza und Lido Marini eingegrenzt und „unter Kontrolle“ gebracht werden. Die geflohenen Italien-Touristen wurden in anderen Unterkünften in der Gegend untergebracht. Nach Angaben der Präfektur von Lecce entschieden sich nur wenige von ihnen dazu, die Region zu verlassen.

Italien von Feuern bedroht: Wind facht Brandherde an

Auch im Landesinneren, in der Gegend von Martignano und Zollino wurden Brände gemeldet. Wahrscheinlich sind sie durch explodierende Feuerwerkskörper entstanden, die zu Ehren von San Pantaleone, dem Schutzpatron der Gemeinde Grecia Salentina gezündet worden sein sollen. Die Flammen breiteten sich über mehrere Kilometer aus und beschädigten nicht nur die Vegetation, sondern auch einen Bauernhof.

Zehn Hektar brannten an der Küste von Marina di Corsano. Hier breiteten sich die Feuer von der Küste in Richtung Hinterland aus. Die Rauchsäule war in mehr als fünf Kilometern Entfernung noch sichtbar.

Unterdessen scheint sich die Lage in Sizilien zu verbessern. Nach Ansa-Angaben sind die Temperaturen gesunken und auch die Lage rund um die „höllischen Feuer“ der letzten Tage hat sich demnach verbessert. Aktuell gebe es in der Region um Messina und in der Provinz Palermo nur noch wenige laufende Feuerwehr-Einsätze. Weiter unter Beobachtung steht die Mülldeponie Bellolampo in der Hauptstadt, die weiter brennt. Die Tourismus-Regionalrätin Elvira Amata sprach allgemein von einem „überstandenen Brandnotstand“ in Sizilien.

Kommentare