Frost im Winter

Große Kältewelle im Winter? September-Bauernregel löst Gänsehaut aus

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Eine alte Bauernregel schockt Gärtner und Sommerfreunde. Wird der Winter lang und kalt? Laut dem 100-jährigen Kalender ist ein Tag Ende September entscheidend.

Kühler Wind zieht auf, die Blätter fallen von den Bäumen – auch laut den Bauernregeln ist jetzt Herbst. Doch nicht nur der 100-jährige Kalender kündigt Kälte an, sondern auch die Meteorologen. Nach 30 Grad am vergangenen Wochenende drohen nun Unwetter mit Dauerregen, Hochwasser und Überflutungen. Geht das jetzt das ganze Jahr so weiter? Eine alte Bauernregel zum Michaelis-Tag im September gibt eine klare Antwort, die Hobbygärtner und Sommerfreunde aufhorchen lässt. Wird es ein milder oder ein frostiger Winter?

Eine Bauernregel prophezeit eine Kältewelle im Winter: Der Michaelis-Tag, Ende September, ist entscheidend. (Symbolfoto)

Bauernregel im 100-jährigen Kalender: Tag Ende September entscheidend über Winter

Während sich die letzten warmen Sonnenstrahlen des Spätsommers verabschieden, blickt mancher besorgt zum Himmel. Wie wird das Wetter in den kommenden Wochen? Wird das Wetter in Deutschland dauerhaft nass und kalt? Eine alte Wetterweisheit und Bauernregel könnte darauf eine Antwort geben. Sie besagt: „Ist der Michaelis-Tag klar und rein, wird der Winter lang und frostig sein.“

Was für viele nur ein Spruch im 100-jährigen Kalender ist, war für die Landwirte früher ein wichtiges Zeichen. Der 29. September, der Michaelis-Tag, war ein sogenannter Lostag, an dem man früher glaubte, das Wetter der Zukunft deuten zu können. Die Regel ist auch folgendermaßen bekannt, wie wetter.net berichtet: „Regnet es am Michaelistag, folgt ein milder Winter nach. Wenn aber zu Michel der Wind kalt weht, ein harter Winter zu erwarten steht.“

100-jähriger Kalender mit Weisheit: Was ein schlechtes Zeichen für Bauern wäre

Der Michaeli-Tag ist nach dem Erzengel Michael benannt, wie die Hauptkirche St. Michaelis erklärt, der in der christlichen Tradition als Bezwinger des Bösen gilt. In der Natur markierte er den Beginn der Ernte und die Vorbereitung auf den Winter.

Die Bauernregeln dienten früher der Wetterprognose. Sie basieren auf jahrhundertelanger Erfahrung und Beobachtung. Glaubt man der Regel, dann ist ein klarer Michaelis-Tag ein schlechtes Zeichen. Ein klarer Himmel lässt in den Nächten die Wärme schneller entweichen, was zu Bodenfrost führen kann. Das wäre dann der Startschuss für einen langen, kalten Winter.

Was sagt das aktuelle Wetter zum Michaelis-Tag im September?

Der Michaelis-Tag zeigt sich in diesem Jahr voraussichtlich wechselhaft. Der Himmel soll laut den aktuellen Wetter-Vorhersagen zwar nicht wolkenlos sein, doch der aktuellen Vorhersage von wetter.com nach, gibt es keinen Tropfen Regen. Nach der alten Regel könnte dies einen langen und strengen Winter bedeuten. Das wäre eine schlechte Nachricht für alle, die hoffen, noch eine Weile im Garten arbeiten zu können.

10 Gewächse, die Sie im Herbst noch pflanzen können

Apfelbaum
Apfelbäume erntet man nicht nur im Herbst – auch das Pflanzen gelingt zu dieser Jahreszeit am besten. Denn die Bäume wurzeln so bis zum Frühjahr gut durch. Praktisch ist auch, dass in dieser Jahreszeit die Bäume ohne Topf und somit günstiger verkauft werden.  © Kate Bagler/Imago
Astern
Astern sind besonders im Bauerngarten beliebt. Beim Pflanzen sollten Sie aufpassen, dass die Astern nicht zu tief ins Erdreich gesetzt werden. Der Standort sollte eher sonnig sein.  © RotoGraphics/Imago
Bunte Hortensien im Garten
Hortensien versprechen eine üppige Blüte. Das Pflanzen erfolgt im Frühjahr oder Herbst. Bis zum Frost sollte es jedoch noch etwas hin sein, damit die Hortensien ausreichend Wurzeln bilden können.  © Bodenseebilder.de/Imago
Liguster mit Blüte
Liguster sind die idealen Hecken. Der Herbst, genauer gesagt der Oktober, eignet sich am besten, um das Gewächs zu pflanzen. Ideal ist, dass diese Jahreszeit reich an Niederschlag ist, denn neue Pflanze benötigen sehr viel Wasser. © Siegi/Imago
Pfingstrosen
Wurde Ihre Pfingstrose nicht im Topf verkauft, pflanzen Sie sie im September und Oktober. Päonien hingegen, die im Topf verkauft werden, können auch im Frühjahr gepflanzt werden.  © Wzy/Imago
Radieschen im Beet
Das Säen von Radieschen ist von Frühjahr bis in den Herbst möglich. Im Oktober sollten Sie jedoch darauf achten, dass der Standort vollsonnig ist. Radieschen sind zudem frostfest bis etwa minus sieben Grad Celsius.  © Art_Pictures/Imago
Rhododendren in Lila
Giftig, aber äußerst schön! Rhododendren können bis Mitte November gepflanzt werden. Der Standort sollte halbschattig sein. Wenn der Boden noch dazu nährstoffreich und durchlässig ist, steht einer prächtigen Pflanze nichts im Wege.  © Imago
Blumenzwiebeln
Blumenzwiebeln, die im Herbst gepflanzt werden sollten, sind in erster Linie die sogenannten Frühblüher. Tulpen, Narzissen, Krokusse und Co. benötigen nämlich einen Kältereiz zum Blühen.  © Cornelia Pithart/Imago
Ziest auf einer Wiese
Auch wenn man den Lippenblütler auch im Frühjahr oder Sommer pflanzen kann, so ist der Herbst für das Pflanzen von Ziest besonders geeignet. Die Pflanze ist nicht nur für Gärtner attraktiv; auch Insekten freuen sich über die gefüllten Blüten.  © Lothar Hinz/Imago
Fette Henne – Sedum
Fetthennen pflanzt man entweder im Frühjahr oder im Herbst. Im Herbst sollte der Frost noch nicht bevor stehen. Beachten Sie für den Standort, dass das Dickblattgewächs einen sandigen und gut durchlässigen Boden bevorzugen.  © Jörn Kastens/Imago

Auch die September-Vorhersage des 100-jährigen Kalenders sagt für den 29. September, dem Michaelis-Tag „schönes Herbstwetter“ voraus. Doch wie zuverlässig ist diese Bauernegel heute noch? Auch wenn die Weisheiten im 100-jährigen Kalender auf jahrhundertealten Beobachtungen beruhen, sind ihre Prognosen nicht wissenschaftlich belegt. Zudem muss das tatsächliche Wetter am 29. September erst noch abgewartet werden. Für das neue Jahr kündigt der Hundertjährige Kalender aber bereits 119 Tage Regen an, wie echo24.de berichtet.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Jan Eifert

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