Falsche Kleidung

Er blieb in sommerlicher Kleidung im Schnee stecken – Tourist alarmiert mitten in der Nacht die Bergrettung

  • schließen

Das wechselhafte Wetter in den Bergen bekam ein Tourist in Tirol zu spüren. Er brach in Sommerkleidung auf und blieb dann im Schnee stecken.

Mayrhofen – Beim Wandern in den Bergen sollte man darauf achten, dass die Ausstattung stimmt. Denn das Wetter kann jederzeit schnell umschlagen. Das wird Touristen immer wieder zum Verhängnis. So musste jüngst etwa ein Barfußwanderer wetterbedingt von einem Klettersteig gerettet werden. Das Wetter wurde auch einem chinesischen Touristen zum Verhängnis, der mit dem Fahrrad in den Bergen unterwegs war.

Die Witterung in den Tiroler Bergen brachte einen chinesischen Touristen in die Bredouille. Die Bergrettung musste ausrücken. (Symbolbild)

Chinesischer Tourist bricht in Sommerkleidung zu Mountainbike-Tour auf – mitten in der Nacht ruft er die Bergretter

Er war am Freitagvormittag, 31. Mai 2024, von Mayrhofen im Zillertal aufgebrochen und wollte einer gekennzeichneten Mountainbike-Route folgen, wie Südtirol News berichtete. Er war in sommerlicher Kleidung unterwegs, stieß auf seiner Route jedoch relativ schnell in Gebiete vor, in denen es wesentlich kälter war und noch Schnee lag.

Davon ließ der Radfahrer sich jedoch offensichtlich nicht abschrecken. Anstatt einzusehen, dass er nicht passend für die Wetterbedingungen gekleidet war und umzukehren, setzte er seine Tour fort. Bis spät in die Nacht kämpfte er sich weiter durch den zunehmenden Neuschnee. Um 2.30 Uhr nachts setzte er schließlich einen Notruf ab. Er war erschöpft in den Schneemassen stecken geblieben.

Bergrettung muss wegen chinesischem Tourist ausrücken – und richtet eindringliche Warnung an Wanderer

Daraufhin rückte die Bergrettung Sterzing aus. Gegen 4.30 Uhr erreichten die Retter den unglücklichen Fahrradfahrer. Er hatte es bis zu einem Punkt 2200 Meter über dem Meeresspiegel geschafft. Die Bergretter wärmten den Mann auf und brachten ihn wieder zurück ins Tal. Abgesehen von einer beginnenden Unterkühlung überstand der Tourist seine missglückte Radtour unversehrt.

Leider ist es kein Einzelfall, dass Besucher unvorbereitet in die Berge gehen und dann gerettet werden müssen. Die Bergrettung Sterzing wies in einem Post auf Facebook deshalb noch einmal einständig darauf hin, Vorsicht walten zu lassen: „Angesichts der starken Schneefälle und der immer noch instabilen Wetterlage wird den Berggängern empfohlen, sich entsprechend ausgerüstet auf den Berg zu begeben und vor jeder Aktivität den Wetterbericht zu konsultieren.“

Auch die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen musste am Samstag, 1. Juni 2024, 29 Wanderer am Zugspitzplatt retten. Die Gruppen konnten auf Grund der Witterung nicht mehr weiter. Auf der Zugspitze herrschte starker Schneefall. Manchmal rücken die Retter allerdings auch unnötig aus. So wie im Fall zweier deutscher Touristengruppen, die eine große Suchaktion auslösten, obwohl keine von ihnen in Not war. (sp)

Rubriklistenbild: © Michael Kristen/IMAGO

Kommentare