Metertief gestürzt

Rettung verzögerte sich erheblich: Bergsteiger aus Bayern verunglückt tödlich am Mont-Blanc-Massiv

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Ein Mann aus Augsburg stürzte auf dem Aiguille Nore de Peuterey am Mont-Blanc-Massiv in den Tod. Auf 3600 Metern gab es Probleme bei der Rettung.

Courmayeur – Im Aostatal in Italien verunglückte ein bayerischer Bergsteiger am Samstag tödlich. Beim Aufstieg am Mont-Blanc-Massiv stürzte er mehrere Meter in die Tiefe und erlag seinen schweren Verletzungen, teilten die Carabinieri auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit.

Mann aus Bayern stirbt bei Unglück am Mont-Blanc-Massiv zwischen Italien, Frankreich und der Schweiz

Gemeinsam mit einem anderen Deutschen war der Mann am Samstag auf dem Aiguille Nore de Peuterney. Das Aostatal verläuft im Nordwesten entlang der Grenzen zu Frankreich und der Schweiz. Auf 3600 Metern Höhe stürzte der Bayer. Sein Begleiter blieb unverletzt und konnte von den Einsatzkräften lebend gerettet werden.

Tödliches Unglück im Aostatal: Ein Mann aus Bayern stürzte beim Aufstieg auf dem Aiguille Nore de Peuterney im Mont-Blanc-Massiv.

Schlechtes Wetter behindert Rettungsaktion am Mont-Blanc-Massiv: Leiche von deutschem Bergsteiger erst Sonntagabend geborgen

Er hatte auch den Alarm am Samstag ausgelöst. Doch wegen schlechten Wetters verzögerte sich die Rettungsaktion erheblich. Die Carabinieri geben an, dass ein Hubschrauber lange Zeit nicht abheben konnte. Die Leiche des Mannes aus Augsburg wurde erst am Sonntagabend geborgen.

Erst Anfang Juni waren zwei Männer in der Nähe des Mont Blanc ums Leben gekommen. Ihre Leichen wurden auf 3500 Metern Höhe von einem Seiltrupp gefunden. Sie verunglückten offenbar beim Abstieg.

Ein Deutscher starb Ende Juni in den Südtiroler Alpen, er wanderte alleine neben einem Panoramaweg und stürzte etwa fünf Meter einen Abhang hinab. Passanten hatten einen Notruf abgesetzt, aber die Hilfe kam zu spät. Die Gefahr, die mit der Höhe einhergeht, ist nicht zu unterschätzen. Ob Unfall beim Wandern, Kreislaufversagen durch die Anstrengung oder anderes – alleine in Österreich kommt es in den Alpen zu circa 300 Toten im Jahr. (moe)

Rubriklistenbild: © Hans Eder/Imago

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