Einsatzkräfte in Berlin-Friedrichshain

Fahndung nach Ex-RAF-Terroristen: SEK stürmt Studentenheim-Wohnung

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Die ehemaligen RAF-Terroristen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub sind weiter auf der Flucht. Die Polizei in Berlin hält den Fahndungsdruck hoch.

Update vom 5. März, 8.10 Uhr: Das Landeskriminalamt Niedersachsen bestätigte den Einsatz des SEK in einem Studentenwohnheim in Berlin-Friedrichshain. Es habe Hinweise auf ein Objekt gegeben, erklärte eine Sprecherin laut dpa. Das Wohnheim befindet sich demnach an der Straße der Pariser Kommune.

Polizisten in Spezialausrüstung verlassen ein Hochhaus in Berlin-Friedrichshain. Eine Wohnung eines Studentenwohnheims wurde gestürmt.

Die Beamten setzten außerdem die Untersuchung einer Wohnung an der Grünberger Straße fort, die am Sonntagabend durchsucht wurde. Weitere Details teile das LKA zunächst nicht mit.

Fahndung nach Ex-RAF-Terroristen: SEK stürmt Studentenheim-Wohnung

Update vom 5. März, 6.25 Uhr: In der Nacht auf Dienstag gab es einen weiteren SEK-Einsatz, der im Zusammenhang mit der Suche nach Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub stehen könnte. In Berlin-Friedrichshain stürmten SEK-Beamte eine Wohnung im dritten Obergeschoss eines Studentenheims, wie Bild.de berichtete. Zunächst sei unbekannt, ob dabei eine Person angetroffen wurde. Die Durchsuchung dauerte in der Nacht an, hieß es weiter.

Auch an dem am Montag stattfinden Einsatz auf der Autobahn 5 südlich von Darmstadt (siehe Update vom 4. März, 16.13 Uhr) waren Spezialeinsatzkräfte beteiligt, wie eine LKA-Sprecherin laut dpa mitteilte. Demnach gab es zwar keine Verhaftungen oder Festnahmen, aber ein Camper wurde abgeschleppt.

Fahndung nach Ex-RAF-Terroristen: SEK-Einsatz an Autobahn-Raststätte

Update vom 4. März, 16.13 Uhr: Die Suche nach den Ex-RAF-Terroristen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub geht weiter. Derzeit gibt es einen SEK-Einsatz an einer Raststätte an der A5 nahe der Gemeinde Alsbach-Hähnlein in Südhessen. Wie der Radiosender FFH berichtete, hängt dieser wohl mit der Fahndung nach den ehemaligen RAF-Mitgliedern zusammen. Das soll eine Sprecherin des Landeskriminalamtes Niedersachsen auf Anfrage bestätigt haben. Zwei Personen wurden angetroffen, deren Identität bislang noch unklar ist. Ob es eine Festnahme gab, ist ebenfalls noch nicht bekannt.

Die Fahndung nach den Ex-RAF-Terroristen läuft auf Hochtouren. Hier bei der Durchsuchung in Berlin.

Update vom 4. März, 10.55 Uhr: Die Ermittler haben an den gesuchten Ex-RAF-Terroristen Burkhard Garweg appelliert, sich zu stellen. Der 55-Jährige sei nach den Durchsuchungen in Berlin „richtig auf der Flucht“, der Druck auf ihn steige, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Verden am Montag. Das sei ein guter Zeitpunkt, sich zu stellen, um eine mögliche Eskalation zu vermeiden. „An einer Eskalation hat niemand Interesse.“ Grundsätzlich gelte, dass es sich strafmildernd auswirke, sich zu stellen. Der Sprecher der Anklagebehörde geht davon aus, dass die Ermittler dem Gesuchten nahegekommen sind: „Wir sind ganz gut dabei.“

Update vom 4. März, 9 Uhr: Auf der Suche nach zwei früheren RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub (69) und Burkhard Garweg (55) hat es bei einem weiteren Einsatz in Berlin-Friedrichshain am Montagmorgen keine Festnahme gegeben. Das sagte eine Sprecherin des federführenden Landeskriminalamts Niedersachsen.

Keine Festnahme bei Einsatz in Wohnung in Berlin-Friedrichshain

Demnach war eine Wohnung in der Corinthstraße durchsucht worden (siehe Update vom 4. März, 8.20 Uhr). Die Ermittler hätten einen Menschen angetroffen, von den Gesuchten sei aber niemand dort gewesen. Weitere Angaben machte das Landeskriminalamt nicht.

Fahndung nach Ex-RAF-Terroristen geht weiter: Polizei durchsucht weiteres Objekt

Update vom 4. März, 8.20 Uhr: Ein weiteres Objekt in Berlin-Friedrichshain, wird durchsucht. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Es befindet sich demnach in der Corinthstraße, wie eine Sprecherin des federführenden Landeskriminalamts Niedersachsen am Montagmorgen sagte. Weitere Angaben gibt es zunächst keine.

Fahndung nach Ex-RAF-Terroristen: Polizei stellt Bauwagen sicher

Update vom 4. März, 6.40 Uhr: Wo halten sich die beiden Ex-RAF-Terroristen auf? Am frühen Montagmorgen ließen Ermittler im Zuge der Fahndung nach den Ex-RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub (69) und Burkhard Garweg (55) einen zuvor beschlagnahmten Bauwagen nach Angaben eines Reporters der Nachrichtenagentur dpa von einem links-alternativen Gelände in Berlin abtransportieren. 

Fahndung nach Ex-RAF-Terroristen: Polizei stellt Bauwagen in Berlin sicher

„Wir gehen davon aus, dass der Bauwagen-Container die Unterkunft von Burkhard Garweg gewesen ist“, sagte eine Sprecherin des federführenden Landeskriminalamtes (LKA) Niedersachsen. Zuvor hatten Beamte eine Wohnung im Stadtteil Friedrichshain durchsucht, festgenommen wurde dabei aber niemand. 

Fahndung nach Ex-RAF-Terroristen: Einsatzkräfte der Spurensicherung kehren von dem Bauwagengelände in Berlin zurück.

Update vom 3. März, 23.08 Uhr: Die beiden mutmaßlichen RAF-Terroristen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub sind bei dem erneuten Einsatz in Berlin nicht gefasst worden. Dies teilte eine Sprecherin des federführenden Landeskriminalamtes Niedersachsen am Sonntagabend nach der Durchsuchung im Stadtteil Friedrichshain der Nachrichtenagentur AFP mit. „In der Wohnung haben die Beamtinnen und Beamten keine Person angetroffen.“

Update vom 3. März, 22.06 Uhr: Der neue Einsatz dauere derzeit noch an, sagte die Sprecherin des federführenden Landeskriminalamtes Niedersachsen am Abend.

Neuer Einsatz in Berlin: Polizei durchsucht Wohnung in Berlin

Update vom 3. März, 20.59 Uhr: Bei der Fahndung nach zwei ehemaligen RAF-Terroristen durchsucht die Polizei eine weitere Wohnung in Berlin. Die Maßnahme am Sonntagabend im Stadtteil Friedrichshain stehe in Verbindung mit der Suche nach Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg, sagte eine Sprecherin des federführenden Landeskriminalamts Niedersachsen der Deutschen Presse-Agentur. Es handle sich um ein Gebäude in der Grünberger Straße im Stadtteil Friedrichshain, wie eine Sprecherin des LKA der Nachrichtenagentur AFP sagte.

An dem Einsatz waren auch Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) beteiligt. Die Straße ist derzeit für den Verkehr gesperrt. Auf der Straße standen vermummte Zivilpolizisten, wie ein dpa-Reporter beobachtete. Mehrere Dutzend Schaulustige versammelten sich auf der Straße, um die Vorgänge zu verfolgen. Auf der Straße stand ein gepanzertes Fahrzeug. Ob es Festnahmen gibt, ist noch unklar.

Nur rund zwei Kilometer entfernt hatte die Polizei bei der RAF-Fahndung am Sonntagmorgen bereits Teile eines links-alternativen Bauwagengeländes durchsucht. 

Garwegs Wohnwagen bei Durchsuchung beschlagnahmt

Update vom 3. März, 19.52 Uhr: Inzwischen gehen die Ermittler davon aus, dass sich der gesuchte Ex-Terrorist Burkhard Garweg auf dem durchsuchten Bauwagengelände aufgehalten hatte. „Wir gehen davon aus, dass der Bauwagen-Container die Unterkunft von Burkhard Garweg gewesen ist“, sagte eine Sprecherin des LKA Niedersachsen der dpa. Wie lange Garweg die Unterkunft genutzt haben könnte, sagte sie nicht. Der Tagesspiegel zitierte einen LKA-Sprecher, es sei ein „aktuellerer Zeitraum“. Die Sprecherin sagte, der Bauwagen werde nun sorgfältig untersucht. Es sei unklar, wie lange das dauern werde. 

Update vom 3. März, 17.45 Uhr: Wie die Polizei nun gegenüber der AFP berichtet, hatte der gesuchte mutmaßliche RAF-Terrorist Burkhard Garweg wohl in einem Wohnwagen auf dem durchsuchten Gelände im Berliner Stadtteil Friedrichshain gewohnt. Ein Sprecher des LKA Niedersachsen sagte, während der Durchsuchung des Geländes „konnte mit hoher Wahrscheinlichkeit die mutmaßliche Unterkunft des Burkhard Garweg festgestellt werden“. Der Wohnwagen sei beschlagnahmt worden und werde zu weiteren Untersuchungen abtransportiert.

Auf der Suche nach den früheren RAF-Mitgliedern Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub waren die Berliner Polizei, das LKA und das Bundeskriminalamt am Sonntag mit zahlreichen Einsatzkräften mehrere Stunden auf dem Gelände im Einsatz. Der LKA-Sprecher stellte außerdem zu den bei der Durchsuchung gefallenen Schüssen klar: Bei dem Einsatz seien keine Schüsse bei einem Waffeneinsatz gefallen – es habe vielmehr „Schussgeräusche im Rahmen des taktischen Öffnens von Türen“ gegeben.

Zehn Menschen zwischenzeitlich in Gewahrsam – Garweg und Staub nicht unter ihnen

Update vom 3. März, 14.55 Uhr: Die deutlich intensivierte Suche nach den früheren RAF-Mitgliedern Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub ist trotz des Großeinsatzes im Stadtteil Friedrichshain zunächst weiter erfolglos geblieben, teilte das niedersächsischen LKA mit. Dort wurden zehn Menschen zwischenzeitlich festgehalten, bis ihre Identitäten geklärt werden konnten. Nach mehreren Stunden wurde der Einsatz abgeschlossen.

Das betroffene Gelände im Stadtteil Friedrichshain ist laut Polizei ein Brachgelände. Es befinden sich dort Baracken, Wohnmobile und einzelne Gebäude. Wegen des Polizeieinsatzes stellte die Berliner S-Bahn ihren Zugverkehr zwischen Treptower Park und Ostkreuz/Warschauer Straße auf vier Linien zwischenzeitlich ein.

Es waren zwar zwei Personen festgesetzt worden, am Mittag waren die beiden jedoch bereits wieder auf freiem Fuß, wie ein Sprecher des LKA Niedersachsen erklärte. Anders als ursprünglich angegeben, waren die beiden demnach nicht formal festgenommen worden. Vielmehr habe es „freiheitsentziehende Maßnahmen zur Identitätsfeststellung“ gegeben, stellte das LKA klar.

Staub und Garweg konnten nicht festgenommen werden

Update vom 3. März 2024, 11.55 Uhr: Bei den beiden am Sonntag in Berlin festgesetzten Männern handelt es sich nicht um die ehemaligen RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg. Das sagte eine Sprecherin des federführenden LKA Niedersachsen nach einem Großeinsatz der Polizei im Berliner Stadtteil Friedrichshain. Inwiefern die Personen in Zusammenhang mit der RAF-Fahndung stehen, sei Gegenstand der Ermittlungen.

Bei dem Einsatz am Sonntagmorgen seien von Einsatzkräften Schüsse in Zusammenhang mit einer Türöffnung abgegeben worden, sagte die LKA-Sprecherin in Hannover. Verletzte habe es nicht gegeben. Auf Nachfrage zu Medienberichten, wonach es sich nur um Schussgeräusche gehandelt haben könnte, bekräftigte die Sprecherin, dass Schüsse abgegeben worden seien.

Update vom 3. März 2024, 9.36 Uhr: Im Zusammenhang mit der Fahndung nach den beiden flüchtigen Ex-RAF-Terroristen hat das Landeskriminalamt Niedersachsen zwei Festnahmen bestätigt. An einem Ort seien bei der Festnahme Schussgeräusche zu hören gewesen, Verletzte habe es nicht gegeben, sagte eine Sprecherin am Sonntag. Ob es sich bei den Festgenommenen um die gesuchten Ex-RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg handelt, werde derzeit geprüft.

Fahndung nach Ex-RAF-Terroristen Garweg und Staub – Durchsuchung auf Gewerbegelände

Erstmeldung vom 3. März 2024: Berlin – Im Zusammenhang mit der Fahndung nach den beiden flüchtigen Ex-RAF-Terroristen hat die Polizei am Sonntagmorgen (3. März) Räume in Berlin-Friedrichshain durchsucht. Das sagte eine Pressesprecherin des federführenden Landeskriminalamts Niedersachsen in Berlin.

Beteiligt waren außerdem das Bundeskriminalamt und die Berliner Polizei. Der Einsatz begann gegen 7.30 Uhr an einem Gewerbegebiet am Markgrafendamm/Ecke Persiusstraße. Dort sollen sich laut einem Bericht der Bild-Zeitung seit Jahren Aussteiger der linksextremistischen Szene aufhalten. Nach Beobachtung eines dpa-Reporters führte die Polizei zwei Männer ab. Dazu äußerte sich die Sprecherin zunächst nicht.

Polizei-Einsatz in Berlin-Friedrichshain

Der Einsatz stehe „in Zusammenhang mit der Fahndung nach den beiden gesuchten Räubern Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg“, wird Martin Halweg, Sprecher Polizei Berlin von der Bild zitiert. Weitere Einzelheiten könnten „aufgrund laufender Ermittlungen sowie Fahndungsmaßnahmen“ nicht genannt werden.

Staub und Garweg gehörten wie die am Montag (26. Februar) in Berlin festgenommene Daniela Klette der dritten Generation der früheren linksextremistischen Terrororganisation Rote Armee-Fraktion (RAF) an.

Berichten zufolge sollen auch Schüsse gefallen sein. Dabei könnte es sich aber auch um Knallgeräusche handeln, etwa durch Blendgranaten, sagte demnach eine Polizeisprecherin. Ob Personen verletzt wurden, ist unklar. (asc/jh/dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © Paul Zinken/dpa

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