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Julian Mayrschließen
Gefährliche Unwetter haben Kroatien heimgesucht. Die Behörden in Kroatien warnten vor „Lebensgefahr durch Blitze, Hagel, Sturzfluten und Sturmwind“.
Update vom 22. August: Kroatien wurde am Donnerstag (21. August) von teils heftigen Unwettern heimgesucht, die zunächst die Region Osijek-Baranja besonders hart trafen. Das Notfallzentrum 112 erhielt dem Portal Dnevnik.hr zufolge über 120 Anrufe von Bürgern, die umgestürzte Bäume, Stromausfälle, beschädigte Beleuchtung und Dächer sowie überflutete Keller und Straßen meldeten.
Auch die Stadt Županja blieb nicht verschont und verzeichnete einen kompletten Ausfall des Stroms. In Slavonski Brod führten heftige Regenfälle zu überfluteten Straßen, wodurch die örtliche Feuerwehr zu zahlreichen Einsätzen ausrücken musste. In der Nacht und am frühen Morgen verlagerten sich die Gewitter mit starken Regenfällen nach Dalmatien. Besonders betroffen waren die Gebiete um Makarska, Biograd na Moru und die Halbinsel Pelješac. Die heftigen Niederschläge setzten sich entlang der gesamten Adriaküste fort.
Blitz-Show an der Adria – Regen und Unwetter klingen ab: Kroatischer Wetterdienst gibt Entwarnung
Video-Aufnahmen zeigen, wie energiegeladen die Gewitter in Kroatien waren. „In einer sehr explosiven Luftmasse entwickelten sich schwere Unwetter und sorgten für eine gewaltige Blitzshow mit Blitzen im Sekundentakt“, schreibt der Kanal Unwetter-Freaks und teilt ein Video des beeindruckenden Naturphänomens.
Der kroatische Wetterdienst DHMZ gab Entwarnung für den späteren Tagesverlauf. Das Wetter beruhige sich, die Regenfälle sollen allmählich nachlassen und die Bewölkung abnehmen. Auch der Wind werde schwächer, könne aber weiterhin böig auftreten. Die Höchsttemperaturen bleiben bei maximal 27 Grad deutlich unter den zuvor herrschenden Extrem-Werten von über 30 Grad.
Schwere Unwetter in Kroatien erwartet
Erstmeldung vom 21. August: Zagreb – Von extremer Hitze zu kühlen Temperaturen: In Kroatien stürzen die Werte von über 35 Grad auf nur noch 23 bis 28 Grad ab. Dieser drastische Wetterumschwung bringt nicht nur Abkühlung, sondern auch gefährliche Unwetter mit sich, die das beliebte Urlaubsland an der Adria in Alarmbereitschaft versetzen.
Für Donnerstag, den 21. August, haben die kroatischen Wetterbehörden DHMZ die rote Alarmstufe für die Region Rijeka verhängt – die höchstmögliche Warnstufe. Wie Dnevnik.hr berichtet, herrschen im gesamten Land bedrohliche Wetterverhältnisse. Die Wetterexperten schlagen daher Alarm: „Am Morgen Gewitter-Unwetter begleitet von Sturmböen und heftigen Regenschauern. Wahrscheinlichkeit für Gewitter über 80 Prozent“. Schon im Juli hatten heftige Wetterkapriolen in Kroatien zu entsprechenden Warnmeldungen der Meteorologen geführt.
Kroatien droht Unwetter-Walze in Urlaubsregion: „Lebensgefahr durch Blitze, Hagel, und Sturmwind“
In seiner Mitteilung warnt der kroatische Wetterdienst Urlauber und Einheimische jetzt eindringlich: „Weit verbreitete und ausgeprägte Stürme sind wahrscheinlich, wobei Lebensgefahr durch Blitze, Hagel, Sturzfluten und Sturmwind besteht. Es sind Verkehrsunterbrechungen und Stromausfälle zu erwarten. Auch erhebliche Unterbrechungen üblicher Verkehrsrouten sind möglich. Vermeiden Sie Reisen, die nicht von außergewöhnlicher Wichtigkeit sind“.
Rijeka ist nicht die einzige betroffene Region. Laut Direktno.hr sind große Landesteile von unterschiedlichen Warnstufen erfasst. Die Regionen Osijek, Knin und Split sind mit der orangen Warnstufe belegt, während für den übrigen Landesteil die gelbe Alarmstufe gilt. Die intensive Sommerhitze hatte in verschiedenen europäischen Feriengebieten zu Waldbränden geführt, auch entlang der Adriaküste.
Schwere Brände an Kroatiens Adria-Küste: Bilder zeigen Flammen-Inferno und Ausmaß der Zerstörung




Unwetter-Walze rollte auf Kroatien zu: Küstengebiete sind besonders bedroht
Eine Kaltfront aus Westeuropa, die sich über das Mittelmeer bewegt, verursacht das aktuelle Wetterchaos. Feuchte und unbeständige Luftmassen ziehen über Kroatien und führen zu explosionsartigen Wetterentwicklungen. Zunächst erfassen die Unwetter die nördliche Adria, dehnen sich dann jedoch über das komplette Land aus. Die Küstengebiete sind besonders bedroht, dort können auch Wasserhosen auftreten. Entlang der Adria herrscht kräftiger bis stürmischer Südwind, der unvermittelt die Richtung ändern kann.
Urlauber in der Region sollten ihre Vorhaben sorgfältig überdenken und geplante Unternehmungen möglicherweise auf später verlegen. Während der Gewitter ist der Aufenthalt unter freiem Himmel besonders riskant. Hotels und Ferienunterkünfte gewähren den besten Schutz. Auch der Freitag bringt wechselhaftes Wetter, erst am Wochenende entspannt sich die Situation wieder. Die Temperaturen bleiben merklich niedriger als in den zurückliegenden Wochen. (nana)
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