Corona-Pandemie

Biontech rechnet mit schneller Zulassung für Omikron-Impfstoff

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Biontech-Geschäftsführer Uğur Şahin rechnet mit einer raschen Zulassung des angepassten Omikron-Impfstoffes gegen Corona. (Archivbild)
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Gute Nachricht in der Corona-Pandemie: Das Pharmaunternehmen Biontech rechnet mit einer raschen Zulassung des angepassten Omikron-Impfstoffes.

Mainz – Die Corona-Pandemie lässt zwar derzeit die Zügel etwas lockerer, da die Inzidenzen etwas sinken, aber glaubt man Experten, Virologen und anderen Medizinern, dann steht Deutschland ein heißer Corona-Herbst bevor. Da kommen die Nachrichten aus dem Hause Biontech bezüglich eines neuen Omikron-Impfstoffes gerade recht. Der könnte schon sehr bald gegen die Omikron-Variante BA.5 zugelassen werden.

Omikron-Impfstoff von Biontech: Unternehmen rechnet mit schneller Zulassung

Denn das Mainzer Unternehmen Biontech geht davon aus, dass der Omikron-Impfstoff für den Omikron-Booster bereits in den nächsten Tagen zugelassen wird und ausgeliefert werden kann. Das sagte Geschäftsführer Uğur Şahin in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel.

„Die Auslieferung ist logistisch aufwendig und bedarf einiger Tage Vorbereitung. Wir könnten aber sehr zeitnah ausliefern, hoffentlich Anfang September“, zitiert das Nachrichtenmagazin Şahin. Zuvor war bekanntgeworden, dass Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) mit einer Zulassung des Omikron-Impfstoffes von Biontech noch in der kommenden Woche rechnet. Zuvor hatten die Firmen bereits Anträge für einen auf den Subtyp BA.1 angepassten Impfstoff eingereicht. In Deutschland spielt diese Variante aber eigentlich keine Rolle mehr, hauptsächlich kommt die Omikron-Variante BA.5 vor.

EMA prüft einen auf die aktuellen Varianten BA.4 und BA.5 angepassten Omikron-Impfstoff von Biontech

Und eigentlich ist man in Mainz auch schon in Sachen Omikron-Impfstoff wesentlich weiter. Denn die europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft derzeit einen auf die aktuellen Omikron-Varianten BA.5 und BA.4 angepassten Omikron-Impfstoff von Biontech. Dies erfolge im Rahmen eines sogenannten Rolling-Review-Verfahrens, teilte ein Sprecher der Behörde auf Anfrage mit. Dabei werden Ergebnisse bereits bewertet, wenn noch keine vollständigen Studiendaten vorliegen und noch keine Zulassung des Vakzins gegen Corona beantragt wurde.  

Mit einem Zulassungsantrag von Biontech für den angepassten Omikron-Impfstoff gegen die Omikron-Variante BA.5 werde in Kürze gerechnet, teilte der Sprecher weiter mit. Die EMA werde das Gesuch mit Blick auf eine möglichst rasche Entscheidung im Herbst evaluieren. Bislang gibt es allerdings keine klinische Studie zu dem angepassten Impfstoff. Es ist unklar, ob eine solche für eine Zulassung notwendig ist.

Neues Vakzin von Biontech: Omikron-Impfstoff in den USA bereits in der Notfallzulassung

Inzwischen haben das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für den angepassten Omikron-Impfstoff gegen Omikron-Variante BA.5 beantragt.

Darüber hinaus mutiert die Omikron-Variante stetig und macht inzwischen in Deutschland einen Anteil von 99,8 Prozent aus. Ob da der angepasste Omikron-Impfstoff von Biontech immer hilft? „Diese Evolution über neue Sublinien haben wir bei Delta auch gesehen, sie ist aber bei Omikron viel stärker ausgeprägt“, so Şahin zum Spiegel. Die Variante wird deswegen nicht leicht zu verdrängen sein: „Die können wir nicht vorhersehen, weil sich das Virus praktisch neu erfindet.“

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