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Gibt es ein kurzes Sommer-Comeback nach dem ersten Herbststurm? Modelle zeigen Chancen auf 28 bis 29 Grad, bevor es wieder kühler wird. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Hamm – Der September 2025 präsentiert sich bislang wie eine wahre Achterbahnfahrt. Kaum ist der erste kräftige Herbststurm über Deutschland hinweggefegt, deuten die Wettermodelle bereits auf ein überraschendes Comeback des Sommers hin. Am Freitag (19. September) und Samstag (20. September) könnte die Temperatur vielerorts deutlich ansteigen und fast hochsommerliche Werte erreichen. Besonders im Westen Deutschlands sind Spitzenwerte von 28 bis 29 Grad möglich, während auch im übrigen Land vielfach über 25 Grad gemessen werden dürften.
Die Tage sollen dabei nicht nur warm, sondern auch sonnig und freundlich verlaufen, sodass sich echtes Spätsommerfeeling einstellt. Für viele wird es die Gelegenheit sein, noch einmal die Wärme zu genießen, sei es beim Grillen, bei einem Ausflug oder einfach bei einem gemütlichen Nachmittag im Freien.
Modelle zeigen raschen Wetterumschwung nach erstem Herbststurm
Trotz dieser erfreulichen Aussichten sind sich unsere Wettermodelle weitgehend einig, dass der Wetterumschwung nur von kurzer Dauer sein wird. Das amerikanische GFS-Modell wie auch das europäische ECMWF sehen bereits ab Sonntag (21. September) eine deutliche Veränderung. Tiefdrucksysteme sollen von Westen hereinziehen und die sommerliche Wärme rasch verdrängen.
Mit den neuen Luftmassen steigen die Chancen auf Wolken, Regen und Schauer, begleitet von frischerem Wind. Die Temperaturen gehen dann spürbar zurück und bewegen sich nur noch im für die Jahreszeit üblichen Bereich. Damit bleibt der kurze Sommernachschlag genau das, was er meteorologisch betrachtet ist: ein letztes Aufbäumen, bevor sich der Herbst wieder mit Macht zurückmeldet.
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Kein beständiger Altweibersommer in Sicht – erst Sturm, dann Sommer-Comeback, dann wieder kalt
Viele Menschen fragen sich nun, ob ein so starker Sprung nach oben im September überhaupt ungewöhnlich ist. Tatsächlich gehören einzelne warme Phasen in diesem Monat durchaus zum typischen Witterungsverlauf. Immer wieder können Hochdrucklagen und noch vorhandene Restwärme für spätsommerliche Abschnitte sorgen. Doch in diesem Jahr fehlt es bislang an Stabilität. Statt längerer ruhiger Hochdruckphasen erleben wir ein ständiges Hin und Her aus Sonne, Wind, Regen und Sturm.
Für Landwirte bedeutet dies immerhin eine gute Versorgung mit Niederschlägen, für Outdoor-Freunde hingegen eine echte Herausforderung bei der Planung. Alles in allem steht fest: Wer die kurze Wärmeperiode nutzen möchte, sollte sich den Freitag und Samstag fest vormerken. Danach kehrt der Herbst zurück und mit ihm die typische Mischung aus kühleren Temperaturen, Regen und Wind.
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