Corona-Pandemie

Corona-Sommerwelle: Was es kurz vorm Urlaub 2022 zu beachten gilt

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Die Corona-Sommerwelle rollt durch Deutschland. Für den Urlaub 2022 in ganz Europa hat das schon jetzt konkrete Auswirkungen. Nur: Was kommt danach?

Berlin – Die Corona-Sommerwelle rollt nicht nur in Deutschland, sondern auch in verschiedenen Urlaubsländern. Entsprechend hat die Entwicklung der pandemischen Lage auch Auswirkungen auf den Urlaub 2022: Es gibt einiges zu beachten. Auch die Corona-Regeln in Deutschland werden in der Politik wieder hitzig diskutiert – früher als gedacht. Worauf muss geachtet werden und wie geht es weiter? Wer seinen Urlaub derzeit nicht gefährden will, sollte wohl mehr tun, als sich an offizielle Regeln zu halten.

Corona-Sommerwelle: Lage auf Intensivstation angespannter – Corona-Regeln noch locker

Der Corona Subtyp Omikron BA.5 sorgt nicht nur in Deutschland für hohe Infektionszahlen. Lange vor der zuvor befürchteten Herbstwelle hat sich das Infektionsgeschehen vielerorts zugespitzt. Auch durch Deutschland rollt die Corona-Sommerwelle, ebenso wie an vielen Reisezielen für den Urlaub 2022. Die Lage auf den Intensivstationen ist hierzulande wieder deutlich angespannter: Die Zahl der intensivmedizinisch betreuten Covid-Patienten ist deutlich höher als zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr, zudem sind viele Mitarbeiter krank und die Zahl der Intensivbetten ist geringer.

Aufgrund der Corona-Sommerwelle 2022 gilt in manchen Urlaubsländern wieder 3G und Maskenpflicht.

Trotz steigender Zahlen der Sommerwelle sind Corona-Tests für die meisten Menschen derzeit nicht mehr umsonst – es muss eine Selbstbeteiligung gezahlt werden. Auch in Niedersachsen stellt sich derweil die Frage, welche Corona-Regeln im Bundesland von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) gelten. Auf Bundesebene wird indes weiter über die Corona-Regeln diskutiert. Bisher bleiben diese locker – doch es empfiehlt sich, wieder verstärkt Maßnahmen zum Selbstschutz zu ergreifen. Die Testrate ist niedrig, die Positivrate hoch: In anderen Worten gibt es eine hohe Dunkelziffer von Corona-Fällen in der Sommerwelle. Es überrascht wenig, dass viele Betriebe deshalb derzeit über hohe Krankenraten klagen.

Corona-Sommerwelle 2022: Steigende Infektionszahlen bringen im Urlaub 2022 teilweise 3G und Maskenpflicht

Die Corona-Sommerwelle 2022 führt dazu, dass sich auch in den Ferien wieder umgestellt werden muss. In verschiedenen Urlaubsländern gilt 3G und Maskenpflicht im Urlaub 2022. Die Maskenpflicht allerdings vielerorts ähnlich wie in Deutschland geregelt. Aber, weil sich in vielen Ländern Reisende massenhaft im Urlaub mit Corona infizieren, wird die 3G-Regel wieder immer häufiger zum Thema.

Die Kreiszeitung hat die Corona-Regeln für Spanien, Italien, Griechenland, Frankreich und Portugal zusammengefasst. Wichtig dennoch: sich weiterhin regelmäßig über die aktuellen Corona-Maßnahmen informieren. Auch in anderen Ländern können sich die Corona-Regeln schnell und dynamisch verändern – wer Neuerungen nicht kennt, kann etwa bei der Einreise in Schwierigkeiten geraten.

Urlaub 2022: Lauterbach warnt vor Sommerwelle und vor unnötiger Panik

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) warnt angesichts des Urlaubs 2022 vor der Sommerwelle, und das schon länger. Doch der Gesundheitsminister erklärte zuletzt ebenso, nicht in falsche Alarmstimmung zu verfallen. Trotzdem rät der SPD-Mann zum Tragen von Masken in Innenräumen, zum Selbstschutz und Schutz anderer. Die Regeln schreiben das in den meisten Fällen derzeit nicht vor – es gilt also der Rat, auch über die offiziellen Regeln hinaus Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

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Corona-Sommerwelle: Was kommt danach?

Die Corona-Sommerwelle: Was kommt danach? Die dynamische Entwicklung der Corona-Pandemie wirft vielerorts die Frage nach dem „danach“ auf. Für den Herbst könnten durch die Lockerung der Corona-Regeln nicht nur weiter hohe Corona-Infektionszahlen drohen, sondern ebenfalls zahlreiche Ansteckungen mit der Grippe. Einige Experten plädieren deshalb nicht nur für die Coronaimpfung, sondern auch erneut für die Grippeimpfung. Die Zahlen der Infektionen könnten weiter steigen, wenn sich das öffentliche Leben, bei lockeren Regeln, wieder mehr in Innenräume verlagert. Eine Verschärfung der Regeln ist daher nicht ausgeschlossen.

Stefan Brockmann, Chef-Virologe des Baden-Württembergischen Gesundheitsamtes, erhofft sich im Gespräch mit der Tagesschau ein wachsendes Gespür der Bevölkerung für Risiken. „Er sagt: Ich halte es für wichtig, dass man ein Risiko-Gespür bekommt. Es ist wichtig, dass man das jetzt lernt und nicht nur macht, wenn es gesetzlich vorgeschrieben ist.“ Auch im höchst eigenen Interesse wäre das ratsam – das Risiko, den Urlaub 2022 wegen einer Corona-Infektion zu verpassen, ist in den vergangenen Wochen alles andere als gesunken.

Rubriklistenbild: © Tobias Steinmaurer/imago/Clara Margais/dpa/Montage

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