- VonDominik Jungschließen
Nach Sahara-Hitze folgt der Kälteschock: Temperaturen halbieren sich, Frost droht und in den Alpen fällt Schnee. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Hamm – Kaum hat sich Deutschland über ein spätsommerliches Wochenende mit bis zu 32 Grad gefreut, da folgt schon der nächste extreme Wetterumschwung. Die warme Saharaluft wird Anfang kommender Woche (ab 22. September) von deutlich kühlerer Atlantikluft verdrängt.
Das Ergebnis ist ein Temperatursturz, wie man ihn nur selten so heftig erlebt: Innerhalb weniger Tage halbieren sich die Werte. Statt sommerlicher Spitzen erwarten uns ab Montag vielerorts nur noch um die 15 Grad am Tag. Schon nachts sinken die Temperaturen in den einstelligen Bereich, und die ersten richtig frischen Morgenstunden dieses Herbstes stehen bevor. Besonders der Kontrast könnte für viele Menschen zur Belastung werden – Kreislaufprobleme sind bei solch abrupten Wechseln keine Seltenheit.
Wetter-Absturz Ende September: Deutschland rauscht in den Herbst – der erste Frost kommt
In der zweiten Wochenhälfte legt die Abkühlung noch einmal zu. Die Nächte werden immer kälter, teils sinken die Werte in den Ballungsräumen auf 6 bis 8 Grad, in ländlichen Regionen sogar noch darunter. Stellenweise sind Temperaturen um oder sogar unter 5 Grad möglich. In höheren Lagen droht Bodenfrost, was für Gartenbesitzer und Landwirte ein wichtiges Signal ist.
Damit beginnt auch die Heizsaison – ab kommender Woche wird es schwer, ohne Heizung durch die Abende und Nächte zu kommen. Der abrupte Übergang von T-Shirt-Wetter zu Wollpullover und Jacke wird für viele deutlich spürbar sein. Auch Haustiere und empfindliche Pflanzen müssen dann geschützt werden, wenn die Nächte kalt und feucht werden.
Herbst-Wetter kommt mit voller Wucht nach Deutschland: Schnee in den Alpen möglich
Besonders eindrucksvoll zeigt sich der Wetterumschwung in den Alpen. Hier sinkt die Schneefallgrenze zur Wochenmitte (um de 24. September) deutlich ab – nach jetzigem Stand könnte sie zeitweise bis auf 1000 Meter fallen. Das bedeutet: Während in Deutschland gerade noch Sand aus der Sahara den Himmel trübte, liegt in den Bergen schon der erste Schnee des Herbstes. Ein krasser Gegensatz, der verdeutlicht, wie wechselhaft diese Jahreszeit sein kann.
Fachleute sprechen von einem echten „Kaltluftdurchbruch“, der nach der Hitzephase besonders drastisch wirkt. Für viele bedeutet das: Der Sommer ist endgültig vorbei, und der Herbst zeigt mit voller Härte, was er kann. Der Spätsommer verabschiedet sich damit nicht leise, sondern spektakulär – mit einem Temperatursturz, der schon fast frühwinterliche Züge trägt.
Rubriklistenbild: © Q.met / www.wetterdata.de
