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Bereits Ende Dezember 2022 zeigen sich die ersten Sternschnuppen des Meteorstroms der Quadrantiden. Ihren Höhepunkt mit bis zu 110 Sternschnuppen pro Stunde erreichen die Quadrantiden am 4. Januar 2023.
Berlin – Die ersten Sternschnuppen der Quadrantiden zeigen sich am 28. Dezember 2022. Bis zum 12. Januar 2023 zeigen sie sich bei gutem Wetter am Abendhimmel. Ihr Maxima von bis zu 110 Sternschnuppen pro Stunde erreichen die Quadrantiden in der Nacht vom 3. auf den 4. Januar 2023.
Wo am Himmel zeigen sich die Sternschnuppen der Quadrantiden?
Der Meteorstrom der Quadrantiden hat seinen scheinbaren Ursprung im nordöstlichen Teil des Sternbilds Bärenhüter (lat. Bootes), unterhalb der Deichsel des Großen Wagens. Das Sternbild wandert über einen großen Teil des Sternenhimmels hinweg.
Am Höhepunkt des Meteorstroms werden sich die ersten Sternschnuppen am frühen Abend des 3. Januars 2023 am nordwestlichen Himmel zeigen. Ab circa 21:30 Uhr (MEZ) wird sich der Radiant, der scheinbare Ursprung der Sternschnuppen der Quadrantiden, in nördlicher Himmelsrichtung nahe dem Horizont befinden. Im Laufe der Nacht wird der Radiant höher steigen und sich bis zum Morgengrauen zur östlichen Himmelsrichtung hinbewegen.
Ab ungefähr 02:45 Uhr des 4. Januars 2023 zeigt sich das Sternbild Herkules komplett am Himmel. Rechts von ihm befinden sich die Sternbilder Bärenhüter und Nördliche Krone. Das Sternbild Drache befindet sich links oberhalb des Sternbildes Herkules. Zwischen diesen Sternbildern liegt der scheinbare Ursprung der Sternschnuppen der Quadrantiden.
Namensgeber der Quadrantiden
Als scheinbarer Ursprung der Quadrantiden wird oft das Sternbild Bärenhüter genannt. Früher hieß das Sternbild allerdings Mauerquadrant, daher auch der Name Quadrantiden. Der wirkliche Ursprung der Sternschnuppen ist der Schweif des Asteroiden 2003 H.
Auf seiner Bahn um die Sonne verliert der Asteroid Bruchstücke aus kleinen Steinen und Staubteilchen. Wenn die Erde bei ihrer Bahn um die Sonne durch diesen Schweif fliegt, können Beobachter von der Erde am Nachthimmel den ein oder anderen hellen Lichtschweif sehen: eine Sternschnuppe. Wenn Sie wissen wollen, wie genau eine Sternschnuppe entsteht, empfehlen wir Ihnen unseren Beitrag „So entstehen Sternschnuppen: Alle Infos zum Himmelsphänomen“.
Wie viele Sternschnuppen sieht man wirklich?
In manchen Jahren erscheinen sogar bis zu 200 Sternschnuppen pro Stunde am Nachthimmel. Jedoch ist das nur der ZHR, die zenitale stündliche Rate (engl. Zenithal Hourly Rate). Sie gibt die Anzahl der möglichen stündlichen Sternschnuppen bei idealen Bedingungen an. Dazu gehören beispielsweise das perfekte Wetter oder wenig Lichtverschmutzung. Ideale Bedingungen werden aber nur selten erreicht. Deswegen besagt die Faustregel, dass sich ungefähr die Hälfte des angegeben ZHR zeigen werden. Bei den Quadrantiden wären das am 4. Januar immerhin bis zu 60 Sternschnuppen pro Stunde.
Da am 7. Januar 2023 Vollmond sein wird, werden sich vermutlich nicht so viele Sternschnuppen am Himmel zeigen. Die leuchtschwachen von ihnen werden vom Mondlicht überstrahlt. Weitere wichtigen Mondtermine finden Sie im digitalen Mondkalender 2023 der kreiszeitung.de.
Weiteres astronomischen Phänomen: Perihel
Am 4. Januar 2023 wird es nicht nur Sternschnuppen am Himmel regnen. Die Erde steht an diesem Tag im Perihel, dem sonnennächsten Punkt auf ihrer Wanderung in unserem Sonnensystem. Der Abstand zwischen unserem Planeten und dem Stern sinkt dann auf etwas über 147 Millionen Kilometer – im Durchschnitt sind beide Himmelskörper von ihren Mittelpunkten aus gemessen 149,6 Millionen Kilometer voneinander entfernt. Im Aphel, dem erdfernsten Punkt, sind beide Himmelskörper circa 152 Millionen Kilometer voneinander entfernt.
Weitere astronomische Ereignisse in 2023 und die Raumfahrt-Highlights für 2023 haben wir Ihnen ebenfalls zusammengestellt.