Imbissinhaber drehen an der Preisschraube

Inflations-Schreck am Drehspieß: Döner in Frankfurt kostet 10 Euro

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Die Energiekrise zeigt sich auch in den Döner-Preisen. Durch steigende Fleisch- und Energiekosten sind Imbissinhaber gezwungen, ihre Preise anzupassen.

Frankfurt am Main – Nach den Preisanstiegen während der Corona-Pandemie stehen Imbissbesitzer nun vor weiteren finanziellen Hürden. Fleisch und Rohstoffe sind durch die Inflation teuer und wirken sich auf die Dönerpreise aus. Der „Ton Bul Grill- und Kebap-Haus“-Döner kostet jetzt zehn Euro.

Steigende Dönerpreise: Qualität hat ihren Preis

Der Inhaber Ugor Yumuşakbaş will seinen Kunden weiterhin gute Qualität anbieten. Bei der Öffnung seines Ladens 2013 kostete ein Döner noch knapp die Hälfte. Das ist mit guter Qualität nicht mehr möglich. Lebensmittelkosten will er nicht reduzieren. „Qualität hat ihren Preis. Ich verstehe nicht, wie man einen Döner überhaupt für drei Euro anbieten kann“, sagt Yumuşakbaş der bild.de. Die Nachfrage scheint der Preisanstieg nicht zu beeinflussen. Laut Imbiss-Inhaber beschweren sich nur Jugendliche gelegentlich.

Inflation lässt Dönerpreise steigen.

Steigende Energiepreis: Es geht nicht um Gewinn

Während der Corona-Pandemie wurde Fleisch pro Kilo rund zwei Euro teurer. Dazu kommen Energiekosten, die er nur durch einen höheren Döner-Preis ausgleichen kann: „Allein der Ofen muss täglich 13 Stunden auf 400 Grad gehalten werden, die Dönerspieße drehen sich.“ Ihm gehe es nicht um Gewinn, sondern seine Existenz.

Inflation: Gastronomie besonders betroffen

Restaurants sind besonders von der Inflationsrate betroffen, die im Oktober durchschnittlich bei 10,4 Prozent lag. Die Gastronomiebranche verbraucht hauptsächlich Lebensmittel, die von der Inflation besonders betroffen sind. Dazu kommt ein hoher Energieverbrauch. Die Steigerungsrate der Energiekosten fiel in den letzten Monaten noch höher aus als die Steigerungsrate von Lebensmittelkosten.

Rubriklistenbild: © Peter Homann/IMAGO

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