Wintersport

Lawinenabgang in den Dolomiten: Mann wird 300 Meter weit mitgerissen

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Ein Eiskletterer wurde in Südtirol von einer Lawine mitgerissen. Insgesamt 300 Meter trugen ihn die Schneemassen – doch der Mann blieb unverletzt.

München – Mit dem ersten Schnee in den Alpen heißt es auch wieder Lawinengefahr. Jedes Jahr werden mehrere Menschen Opfer der Schneemassen. So starben im Winter 2018/2019 alleine in Österreich 19 Menschen durch Lawinen, so berichtet es der deutsche Wetterdienst (DWD). Mit dem Leben davon kam ein Sportler aus Osteuropa. Er überlebte einen Lawinenabgang, nachdem er 300 Meter mitgerissen wurde.

Jeden Winter sterben mehrere Menschen durch Lawinen.

Der Vorfall ereignete sich am Sonntag (10. Dezember) in den Dolomiten, genauer in der Sellagruppe auf der Trentiner Seite, so berichtet es südtirolnews.it. Demnach befand sich der Mann gerade dabei, eine Eiswand hochzuklettern, als ihn die Lawine erfasste. Die Lawinen maß in etwa eine Breite von 100 Metern und riss den Sportler gut 300 Meter mit sich.

Lawinenabgang in den Dolomiten: Sportler überlebt unverletzt

Dabei wurde er teilweise von Schnee verschüttet, ein Begleiter konnte ihn daraus befreien. Währenddessen hatten zwei Bergführer, die den Lawinenabgang beobachtet hatten, bereits die Notrufzentrale alarmiert. Der Sportler aus Osteuropa blieb unverletzt.

Was genau ist eigentlich eine Lawine?

Von einer Lawine spricht man ab einer Länge von 50 Metern und einem Volumen von 500 Kubikmetern. Bei allem darunter handelt es sich um einen Schneerutsch. Ein Zusammenspiel aus Schneeverhältnissen, Wetter, Gelände und Mensch sorgt für diesen Abgang von Schnee. Aber auch der Aufbau der Schneedecke ist ausschlaggebend für Lawinen. So ist die Gefahr am höchsten, umso unterschiedlicher die Eigenschaften der Schichten sind. Meist sind Lawinen erst ab einer Hangneigung von 30 Grad möglich. Zudem kommen sie größtenteils in vegetationsarmem Gelände vor.

Entstehen kann eine Lawine nur durch einen Auslöser. Solche sind beispielsweise plötzliche Zusatzbelastungen, wie Skifahrer, Tourengeher, Tiere oder ein Felssturz. Aber auch natürliche Prozesse, wie eine starke Durchfeuchtung des Schnees, Regen oder Anstieg des Gewichts durch Schneefall können eine Lawine auslösen.

(Quelle: dwd.de)

Lawinenunglücke sind vor allem im Winter also keine Seltenheit. Im letzten Jahr wurde ein Lawinen-Angang in Österreich zu einem wahrlichen Weihnachtswunder, ein Wochenende hingegen forderte in Österreich und auch in Südtirol zahlreiche Opfer.

Rubriklistenbild: © Imago/Jürgen Schwenkenbecher

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