Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Temperatursturz steht bevor: An welchen Tagen die Wetter-Wende mit einstelligen Höchstwerten droht

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Diese Woche bringt noch Sonne und mildes Wetter, doch schon bald droht ein deutlicher Temperatursturz mit viel Grau. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

München – Der November zeigt sich zunächst überraschend freundlich und mild. Am Mittwoch (5. November) bleibt es im Norden zwar zeitweise wolkig, aber weitgehend trocken. Im Süden halten sich in den Flusstälern wieder hartnäckige Nebelfelder, die gebietsweise den ganzen Tag für graues Licht sorgen. Abseits davon kann sich die Sonne durchsetzen und bringt spätherbstliche Wärme. Die Höchstwerte liegen zwischen etwa 14 und 20 Grad, in den Nebelregionen jedoch nur bei 9 bis 10 Grad.

Die Tageshöchstwerte am Sonntag (9. November). Die 20-Grad-Marke ist dann wieder in weite Ferne gerückt.

Auch am Donnerstag (6. November) zeigt sich ein ähnliches Wetter-Bild: Im Norden und Westen ziehen Wolken durch, jedoch meist ohne Regen, während im Süden zunächst dichter Nebel dominiert. Nach dessen Auflösung scheint vielfach die Sonne, und es wird erneut mild mit 13 bis 20 Grad, bei dauerhaftem Grau eher acht bis 10 Grad. Für Anfang November sind das erstaunlich milde Werte.

Wetter-Wende bahnt sich an: Erste Kältezeichen am Freitag

Am Freitag (7. November) fällt das Thermometer langsam. Wieder startet der Tag in vielen Regionen trüb und neblig, besonders in Tal- und Beckenlagen. Wo sich die Sonne durchsetzen kann – bevorzugt im Südwesten, im Osten und im Windschatten mancher Mittelgebirge – sind noch 11 bis 17 Grad möglich.

In Gebieten, in denen der Nebel den ganzen Tag bleibt, werden hingegen kaum mehr als 5 bis 7 Grad erreicht. Der Wind bleibt schwach und kommt meist aus Südost bis Süd. Bereits am Nachmittag ist spürbar, dass die Luftmassen kühler werden und das ruhige, milde Novemberwetter seinem Ende entgegengeht.

Wochenende: Grauer November in Bestform

Ab Samstag (8. November) übernimmt klassisches Novemberwetter. Nebel und Hochnebel bestimmen vielerorts den Himmel, Sonnenschein gibt es am ehesten in höheren Lagen der Mittelgebirge oder an den Alpen. Die Temperaturen sinken deutlich: Am Samstag werden noch rund 9 bis 15 Grad erreicht, doch am Sonntag (9. November) und Montag liegen die Höchstwerte meist nur bei 6 bis 12 Grad – in zähen Nebelzonen teils noch darunter.

Einzelne leichte Schauer sind denkbar, insgesamt jedoch bleibt es ruhig, feuchtkalt und vielerorts trüb. Wer die milden Momente des frühen Monats noch nutzen will, sollte jetzt rausgehen, denn zum Wochenende hin setzt sich wettertypische Novemberdüsternis durch.

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