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Nass im Südwesten, trocken im Norden: Ein Tief und ein Hoch teilen Deutschland. Wann kommt goldenes Herbstwetter für alle? Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Frankfurt – Ab Donnerstagnachmittag (25. September) zieht sich die Starkregenlage zurück, das Unwetter verliert an Kraft. Allerdings zeigt sich ein starkes Gefälle: Während Tief Calvin mit feuchten Luftmassen besonders den Südwesten regelrecht absaufen lässt – dort sind bei Dauerregen nur 9 bis 10 °C möglich –, sorgt Hoch Petralilly im Norden bereits für deutlich trockenere und zeitweise sogar sonnige Abschnitte.
So präsentiert sich Deutschland zweigeteilt: Herbstlich kühl und nass auf der einen Seite, milder und trockener auf der anderen. Insgesamt bleibt das Wetter zwar wechselhaft, aber schon nicht mehr so extrem nass wie in den Vortagen.
Altweibersommer in Sicht? Unwetter klingen ab, Nord-Süd-Gefälle bleibt
Die Wettermodelle zeigen eine leichte Erwärmung zum Monatswechsel: In vielen Regionen sind 20 bis 22 °C drin, besonders dort, wo sich die Sonne länger hält. Ein „echter“ Altweibersommer mit Werten über 25 °C und durchgehendem Hochdruckwetter ist aber kaum wahrscheinlich. Vor allem der Süden und Südwesten bleiben weiter im Einflussbereich von Restfeuchte und Regenbändern, während der Norden durch Hoch Petralilly die besseren Chancen auf freundliche, trockene Tage hat. Klar ist: Es bleibt ein Hin und Her zwischen Sonne und Wolken – mit regional stark unterschiedlichem Charakter.
Ausblick: Wochenende & Tag der Deutschen Einheit
Zum letzten Septemberwochenende (27. und 28. September) zeigt sich der Trend etwas freundlicher und trockener. Vor allem das lange Wochenende um den Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) dürfte vielerorts recht stabil und meist trocken verlaufen. Die Prognosen deuten auf Tageshöchstwerte von 15 bis knapp 20 °C, im Nordosten eventuell etwas mehr. Damit bleibt es zwar herbstlich, aber deutlich angenehmer als noch in der kühlen und nassen Phase zuvor. Perfekt also für Ausflüge, Stadtfeste oder eine kleine Auszeit im Freien, auch wenn der große Spätsommer-Hit ausbleibt.
Fazit: Kein Super-Altweibersommer, aber immerhin ein versöhnlicher Übergang in den Oktober – mit Sonne im Norden durch Hoch Petralilly und freundlichen Momenten selbst im regengeplagten Süden.
Rubriklistenbild: © Wetterdienst Q.met /www.wetterdata.de
