Durchbruch in Sicht?

Nach Festnahmen im Vermisstenfall Lina aus dem Elsass – Ermittler mit neuer Mitteilung

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Seit sechs Monaten ist Lina (15) aus dem Elsass verschwunden. Dann nahm die Polizei drei Personen in Gewahrsam. Die neuesten Entwicklungen zum Fall.

Update vom 27. März, 9.21 Uhr: Lange war es still im Vermisstenfall Lina. Von der 15-Jährigen aus dem Elsass fehlt seit September 2023 jede Spur. Am Dienstag kam Bewegung in den die Ermittlungen (siehe Erstmeldung unten). Die drei Personen wurden noch in der Nacht auf Mittwoch aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Da keine „belastenden Beweise“ gegen sie vorliegen, berichtet der französische Nachrichtensender BFMTV.

Der Polizeigewahrsam hatte Hoffnung geweckt. „Seit der Eröffnung der gerichtlichen Untersuchung am 1. Oktober 2023 wegen Entführung und krimineller Freiheitsberaubung wurden die Ermittlungen unvermindert fortgesetzt, um die junge Lina zu suchen“, zitiert BFMTV aus einer Pressemitteilung der Staatsanwältin der Republik Straßburg, Yolande Renzi. Dieser Polizeigewahrsam sei Teil des Ziels gewesen, alle für die Wahrheitsfindung nützliche Spuren zu erforschen und die Relevanz aller aufgestellten Hypothesen zu prüfen.

Wo ist Lina? Die 15-Jährige ist seit dem 23. September 2023 vermisst (Archivfotos). Die 15-Jährige war auf dem Weg zum Bahnhof von Saint-Blaise-la-Roche verschwunden.

Drei Festnahmen im Vermisstenfall Lina aus dem Elsass – Polizei befragt erneut Tatverdächtige

Update vom 26. März, 17.47 Uhr: Gibt es endlich eine Spur im Vermisstenfall Lina? Dienstagmorgen wurden drei Personen von der Polizei im Elsass (Frankreich) in Gewahrsam genommen. Zum ersten Mal seit Beginn der Ermittlungen, nach sechs Monaten.

Laut französischen Medien soll ein Paar und ein Mann zu ihren Aussagen erneut befragt werden. Mögliche widersprüchliche Angaben könnten laut Le Parisien dafür der Grund sein. Die Identität der Tatverdächtigen ist allerdings zunächst noch unklar.

Das Portal lenouveaudetective.com will erfahren haben, dass es sich um einen Ex-Freund von Lina handeln soll. Jedoch sei die Beziehung der beiden wohl nichts Ernsthaftes gewesen. Auch ein Brunnen ist am Dienstag (26. März) von einem Taucher untersucht worden – ohne Ergebnis, berichtet Les Dernières Nouvelles d‘Alscace. An einem anderen Fischteich waren laut RTL-Informationen am Montag (25. März) sieben Polizeitaucher im Einsatz. Ein Übungseinsatz sei an diesen Ort in der Nähe von Linas Verschwinden verlegt worden. Doch auch hier habe sich nichts ergeben.

Im Januar erst starteten die Ermittler einen Zeugenaufruf an Eltern von Schülerinnen und Schülern Linas ehemaliger Schule und in anderen Schulen der Umgebung. Es wurde um Hinweise zu einem Mann in den Zwanzigern gebeten, der in einem dunklen Clio unterwegs gewesen sein soll. Ob es einen Zusammenhang zu den neuen laufenden Entwicklungen gibt, bleibt zunächst offen.

Die 15-Jährige ist am 23. September 2023 zu Fuß auf dem Weg zum Bahnhof Saint-Blaise-la-Roche (Bas-Rhin) im Elsass verschwunden. Lina wollte nach Straßburg fahren, einen Freund besuchen. Sie stieg aber nicht in den Zug ein. Zuletzt wurde Lina von Zeugen gesehen, als sie auf der Straße RD350 entlang ging.

Drei Festnahmen im Vermisstenfall Lina aus dem Elsass – Erste Informationen durchgesickert

Update vom 26. März, 14 Uhr: Es sind die ersten Festnahmen im Vermisstenfall Lina. Seit sechs Monaten fehlt von der 15-Jährigen jede Spur. Ein Ehepaar und ein Mann aus dem Elsass werden von der Polizei seit Dienstagmorgen vernommen. Die drei Tatverdächtigen sollen zu Unstimmigkeiten zu ihrem Zeitplan am Tag von Linas Verschwinden befragt werden, berichten mehrere französische Medien übereinstimmend unter Berufung auf eine den Ermittlungen nahestehende Quelle. Auch weitere Zeugen sollen zur Befragung vorgeladen worden sein.

Vor wenigen Tagen hatte sich Linas Mutter zusammen mit ihrem Anwalt auf einer Pressekonferenz an die Öffentlichkeit gewandt. Sie bedauerte, dass die Familie immer noch keinen Zugriff auf die Ermittlungsakte habe.

Vermisstenfall Lina

Die 15-jährige Lina verschwindet am 23. September 2023 (Samstag). Die Jugendliche war zu Fuß auf dem Weg zum Bahnhof Saint-Blaise-la-Roche (Bas-Rhin). Sie wollte nach Straßburg zu einem Freund zu fahren. Das junge Mädchen steigt laut Ermittlungen jedoch niemals in den Zug ein.

Drei Festnahmen im Vermisstenfall Lina aus dem Elsass

Erstmeldung vom 26. März 2024: Straßburg – Fahnder haben drei Menschen in Straßburg in Polizeigewahrsam genommen. Das berichtet die Zeitung Le Parisien und andere Medien. Seit sechs Monaten ist die 15-jährige Lina vermisst. Sie wurde zuletzt am Bahnhof Saint-Blaise-la-Roche im Bas-Rhin (Frankreich) am 23. September 2023 gesehen.

Vermisstenfall Lina: Polizei nimmt drei Verdächtige in Gewahrsam

Bei den Tatverdächtigen soll es sich um ein Paar und einen Mann handeln, heißt es beim französischen Sender BFMTV. Der Polizei gehe es darum, Unstimmigkeiten in ihrem Zeitplan und ihren Aussagen zu klären. Alle drei stammen demnach aus der Region. Laut Les Dernières Nouvelles d‘Alscace (DNA) sei das Ehepaar bei der Polizei am Dienstagvormittag vorgeladen worden, und der Mann in seinem Haus festgenommen worden. Kurz nach 9 Uhr am Dienstag soll zudem ein Brunnen in der Gegend auch von Tauchern untersucht worden sein. Offenbar ohne ein Ergebnis.

Linas Mutter hatte erst am Freitag (22. März) gemeinsam mit ihrem Anwalt eine Pressekonferenz gegeben. Die Mutter beklagte, immer noch keinen Zugang zu den Akten bekommen haben.

Vermisstenfall Lina: Die 15-Jährige ist im Elsass seit dem 23. September 2023 verschwunden. Großangelegte Suchaktionen blieben bislang ohne Erfolg.

Fast vor sechs Monaten ist Lina auf einem drei Kilometer langen Fußweg zum Bahnhof von Saint-Blaise-la-Roche verschwunden. Die Jugendliche wollte nach Straßburg fahren, um ihren Freund zu sehen, kam dort aber nicht an. Zwei Zeugen sahen die 15-Jährige noch auf dem Weg zum Bahnhof. Die Ermittler wissen aber, dass sie gar nicht in den Zug eingestiegen ist.

Suchmaßnahmen blieben bislang erfolglos. Ein Zeuge meinte, die Jugendliche als Beifahrerin in einem dunklen Kleinwagen gesehen zu haben, weshalb Halter entsprechender Autos in der Region ins Visier der Fahnder gerieten. Erstmals erfolgten nun Festnahmen in dem Fall. Den Fahndern geht es den Berichten nach darum, alle möglichen Szenarien zu überprüfen, einen Durchbruch bedeuteten die Festnahmen demnach nicht unbedingt. (ml/dpa)

Rubriklistenbild: © Imago/Gendarmerie/Montage

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