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Michelle Brey
Robin Dittrich
Kai Hartwig
In einem kleinen Ort im Elsass verschwindet ein 15-jähriges Mädchen spurlos. Die Polizei setzt ihre Ermittlungen in dem Vermisstenfall fort.
Update vom 6. Oktober, 7.12 Uhr: Noch immer fehlt von der vermissten Lina aus dem Elsass jede Spur. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Wie die französische Zeitung Les Dernières Nouvelles d‘Alscace berichtet, interessieren sich die Ermittler aktuell vor allem für die Telefone – sowohl für das von Lina als auch für die Telefone derer Personen, die sich in der Gegend des Verschwindens der 15-Jährigen aufhielten.
Die Ermittler seien bemüht, das Telefon des Opfers in der von den Betreibern gelieferten Datenliste zu finden. Dadurch soll beispielsweise eine „Fluchtrichtung“ gezeichnet werden können. Zudem werde versucht, alle Nummern zu überprüfen, die sich zum Zeitpunkt des Verschwindens in der Nähe des Mädchens aufhielten.
Lina (15) aus dem Elsass weiter vermisst: Ermittler untersuchen neue Spur
Update vom 3. Oktober, 17.23 Uhr: Im Fall der vermissten Lina in Frankreich konzentrieren sich die Ermittler offenbar auf ein Haus in einem Nachbarort. Wie die Zeitung Les Dernières Nouvelles d‘Alscace berichtete, untersuchten sie dort ein Auto. Dieses entspricht wohl dem Modell, was beim Verschwinden der 15-Jährigen eine Rolle spielen könnte.
Spurenermittler untersuchten das Haus bereits am Samstag den gesamten Tag über. Am Sonntag rückten dann Kriminalermittler einer Spezialeinheit aus dem Raum Paris an, die bei der Aufklärung des Falles helfen sollen. Nach übereinstimmender Medienberichte lebt in dem untersuchten Haus ein alleinstehender Mann. Etliche Autos und Häuser wurden bereits vorher durchsucht, das Haus im Nachbarort erfährt jetzt aber eine erhöhte Aufmerksamkeit.
Lina (15) aus dem Elsass weiter vermisst: Freund und Mutter sprechen live im TV über letzten Kontakt
Update vom 30. September, 8.22 Uhr: Im Fall der in Frankreich verschwundenen Lina (15) hat die ermittelnde Staatsanwältin am Freitagabend (29. September) laut einem Bericht des Senders TF1 eine Erklärung abgegeben. Demnach wurde am Freitag von 6 Uhr morgens an eine koordinierte Großoperation von Einsatzkräften der Polizei durchgeführt.
Es wurden laut der Staatsanwältin mehrere Regionen des möglichen Vermisstengebiets von Lina durchkämmt. Man habe „für die Ermittlungen nützliche Informationen“ gewonnen, „die es noch zu überprüfen gilt“. Die Juristin ergänzte: „Die Gendarmerie führt zahlreiche Ermittlungen durch, darunter auch kriminaltechnische und wissenschaftliche Untersuchungen an mehreren Fahrzeugen, die im Fokus der Ermittlungen stehen. Diese Untersuchungen werden in den kommenden Stunden fortgesetzt.“
Lina (15) aus dem Elsass weiter vermisst: Freund und Mutter sprechen live im TV
Update vom 29. September, 11.49 Uhr: „Ich schlafe nicht mehr, ich esse nicht mehr. Ich kann an nichts anderes denken als an sie“, sagt Linas Mutter in einem Interview mit dem Sender TF1. Gemeinsam mit Linas Freund hat sie sich vor die Kamera gewagt und erklärt, wie der Tag abgelaufen ist, an dem Lina verschwand.
„Ich habe sie noch im Badezimmer gesehen. Das war der letzte Moment, in dem ich sie gesehen habe. Sie war glücklich, enthusiastisch. Sie hatte einen Plan für den Tag“, erinnert sich Mutter Fanny. Lina wollte sich in Straßburg mit ihrem Freund Tao treffen. Doch dort kam sie nie an.
„Ich habe am Bahnhof gewartet, aber sie ist nie ausgestiegen“, sagt Tao (19). Er ist seit wenigen Monaten mit der 15-Jährigen in einer Beziehung. Gemeinsam wollten sie in Straßburg ins Restaurant gehen und eine Shopping-Tour machen. Aber noch bevor Linas Zug in Straßburg ankam, will Tao gespürt haben, dass etwas nicht stimmt. „Ich habe ihrer Mutter geschrieben, dass sich etwas bizarr anfühlt“, erklärt er: „Sie hat nicht mehr geantwortet.“ Lina ging nicht mehr an ihr Handy.
Die letzte Nachricht hat Tao gegen 11.15 erhalten, sagt er. „Es war ein Video von ihr. Es hat sie gezeigt. Sie war glücklich, zu kommen. Sie war auf dem Weg.“
Schicksal von vermisster 15-Jähriger lässt Frankreich bangen: Neue Details bekannt
Update vom 29. September, 10.25 Uhr: Die Suche nach der 15 Jahre alten Lina aus Frankreich geht weiter, noch immer gilt das Mädchen als vermisst. Am Donnerstag durchkämmten etwa 80 Gendarmen zwei Bereiche in der Nähe eines Teiches, wie französische Medien übereinstimmend berichteten. Die 15-Jährige war am Samstag auf dem drei Kilometer langen Fußweg zum Bahnhof von Saint-Blaise-la-Roche verschwunden. Der Teich liegt dem Sender France Info zufolge auf dem Weg.
Die Jugendliche wollte eigentlich nach Straßburg fahren, um ihren Freund zu sehen. Allerdings kam sie dort nicht an. Zwei Zeugen sahen sie noch auf dem Weg zum Bahnhof. Die Ermittler wissen aber, dass die 14-Jährige gar nicht in den Zug eingestiegen ist. Zu Beginn der Woche hatten sich auch Hunderte Anwohner an der Suche nach Hinweisen auf die Jugendliche beteiligt. Am Mittwoch suchten Taucher der deutsch-französischen Wasserschutzpolizei den Teich ab.
Update vom 28. September, 9.45 Uhr: Weiterhin gilt die 15 Jahre alte Lina aus Frankreich als vermisst. Nach ihrem Verschwinden stand am Mittwoch ein Teich im Fokus der Sucharbeiten. Taucher der deutsch-französischen Wasserschutzpolizei aus Kehl kamen bei der Suche zum Einsatz. Darüber informierte die Gendarmerie. Insgesamt suchten etwa 50 Gendarmen weiter nach der Jugendlichen.
Der Teich liegt dem Sender France Info zufolge auf dem Weg, auf dem die 15-Jährige am Samstag verschwunden war. Eigentlich wollte die Jugendliche zu ihrem Freund nach Straßburg fahren, doch dort kam sie nicht an. Auch am Donnerstag soll die Suche fortgesetzt werden, wie BFM Alsace berichtete.
Vermisste 15-Jährige in Frankreich: Neue Details zum Fall - Suche setzt sich fort
Die Ermittler wissen mittlerweile, dass die Jugendliche nicht in den Zug eingestiegen ist. Zwei Zeugen sahen sie noch auf dem Weg zum Bahnhof. Das teilte die Staatsanwältin von Saverne (Elsass), Aline Clérot, mit. Etwa zur gleichen Zeit habe das Telefon der Vermissten aufgehört, Signale auszusenden. Bei den Ermittlungen würden weiterhin alle Möglichkeiten geprüft werden, hieß es gegenüber BFM Alsace.
Ein Aufruf der Gendarmerie an die Öffentlichkeit, sich mit Hinweisen zu melden, kommen offenbar viele Menschen nach. „Wir erhalten viele Anrufe“, hieß es. „Ich habe Angst, dass ihr etwas Ernstes passiert ist“, sagte indes eine Freundin gegenüber BFMTV. Ein Erfolg bei der Suche nach der Vermissten blieb zunächst aus – ähnlich wie im Fall des vermissten Émile. Der Zweijährige war aus dem südfranzösischen Ort Le Vernet verschwunden.
Noch immer keine Spur von Émile (2): Polizei durchsucht jetzt Gefriertruhen in Wohnungen
Schicksal von vermisster 15-Jähriger lässt Frankreich bangen – Zahlreiche Einsatzkräfte durchkämmen Ortschaft
Unsere Erstmeldung: Saint-Blaise-la-Roche – In den französischen Medien gab es am Dienstag (26. September) eine große Aufmerksamkeit für die Suchaktion nach einer 15-Jährigen. Die Jugendliche Lina war bereits am Samstag auf einem drei Kilometer langen Fußweg verschwunden.
Über 300 Freiwillige suchen im Elsass nach vermisster 15-jährigen Lina
Unter Anleitung der Polizei sowie von Forstbeamten fand die Suchaktion statt. Vermutet wird, dass die 15-jährige in Richtung des Bahnhofs von Saint-Blaise-la-Roche unterwegs war, dort aber nie ankam. Ihr Freund, mit dem sie sich in Straßburg verabredet hatte, rief die Polizei, als sie dort nicht wie vereinbart eintraf. Zunächst war noch unklar, wo die Jugendliche verschwunden war, später fand die Polizei heraus, dass sie nie in den Zug eingestiegen ist.
Die Polizei suchte mit einem Hubschrauber, Hunden sowie Drohen nach der Vermissten. Die Suche führte durch waldreiches Gebiet entlang einer Kreisstraße und eines Radweges, das die 15-Jährige auf ihrem Weg zum Bahnhof durchlaufen haben musste. Fast 400 Freiwillige, die die Polizei bei ihrer Suche unterstützten, wurden angewiesen, im Abstand von zwei Metern voneinander das Gelände nach Kleidungsstücken, einer Handtasche, dem Handy oder Blutspuren zu durchforsten.
Vermisste 15-Jährige schickt letztes Lebenszeichen an ihren Freund
Bereits am Montag begann die Suche nach der vermissten 15-Jährigen am Ortsausgang von Saint-Blaise-la-Roche. Bei der zweiten Suche am Dienstag suchten die 380 Freiwilligen zwischen 8 und 13 Uhr Ortszeit. „Wir sind heute nicht zur Arbeit gegangen, um an der Suche teilzunehmen. Wir sind alle Eltern und von diesem Verschwinden betroffen“, sagte der Mitarbeiter eines Bauunternehmens, der bei der Suche half.
- Der Zeugenaufruf zur vermissten 15-Jährigen in Saint-Blaise-la-Roche:
- Name: Lina
- Größe: 1,60 Meter
- Gewicht: 49 Kilogramm
- Haare: Blond, schulterlang
- Kleidung: Graues Kleid, weiße Daunenjacke, weiße Converse Schuhe
- Ort: Saint-Blaise-la-Roche
Der erste, wie auch der zweite Versuch, das Mädchen zu finden, blieben ergebnislos: Die 15-Jährige gilt weiterhin als verschwunden. Auch weitere Hinweise soll es bis dato nicht geben. Ihr letztes Lebenszeichen schickte die Jugendliche als Nachricht an ihren Freund, als sie sich auf den Weg machte.
Auf einer Pressekonferenz sprach die Staatsanwältin Aline Clérot einige Worte. Demnach sahen zwei Zeugen die Vermisste am Samstagmorgen auf dem Weg zum Bahnhof. Als Nächstes sollen die auf der Strecke befindlichen Teiche untersucht werden. (rd mit dpa)
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