Noch stärkere Beben möglich

Erdbeben auf Santorini: Expertin erklärt zwei Szenarien – eins wäre fatal

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Santorini ist von einer Serie von Erdbeben betroffen. Familien fliehen in großen Gruppen – Fachleute entwerfen mehrere mögliche und riskante Szenarien.

Santorini – Die griechische Insel Santorini erlebt derzeit eine Serie von Erdbeben. Besonders Frauen und Kinder suchen auf dem Festland Schutz vor den häufigen Erschütterungen. Eine Expertin nennt zwei mögliche Ursachen für die aktuellen Beben.

Erdbeben auf Santorini – Einwohner flüchten aufs Festland

Seit mittlerweile zwölf Tagen wird die Urlaubsinsel Santorini von Erdbeben heimgesucht. Laut Berichten griechischer Medien sollen etwa ein Drittel der rund 16.000 Einwohner nach Athen und andere Orte auf dem Festland geflohen sein. Auch in der Nacht zum Dienstag, dem 4. Februar 2025, wurden erneut Erdstöße registriert, einige davon mit einer Stärke von 4,9. Während Beben dieser Stärke nicht ungewöhnlich sind, bereitet die hohe Frequenz vielen Menschen Sorgen.

Die griechische Urlaubsinsel Santorini wird von Erdbeben heimgesucht. Viele Menschen flüchten bereits auf das Festland.

Seismologin Eleonora Rivalta erklärt RTL, dass zwei Szenarien die Ursache für die zahlreichen Erdbeben sein könnten. Einerseits könnten Bewegungen der Erdplatte verantwortlich sein, andererseits könnte Magma die Beben auslösen. Im schlimmsten Fall könnte eine Erdplattenbewegung einen Tsunami verursachen, wie es bereits 1956 geschah. Sollte hingegen Magma der Auslöser sein, könnte ein unterseeischer Vulkanausbruch drohen.

Hauptbeben stehen bevor – Stärke 7 könnte schwere Schäden anrichten

Auch Geologie-Professorin Evi Nomikou erklärte gegenüber dem Nachrichtensender Skai, dass „wir noch nie so ein Phänomen so vieler Erdbeben binnen so kurzer Zeit registriert haben.“ Sie vermutet, dass die anhaltenden Erdbeben den unter Wasser liegenden großen Vulkan Kolumbos aktiviert haben könnten. Im Jahr 1650 verursachte dieser Vulkan bei einem gewaltigen Ausbruch erhebliche Schäden im östlichen Mittelmeer.

Griechische Seismologen erwarten, dass die stärksten Erdbeben noch bevorstehen. Sie rechnen mit Beben der Stärke 5,5 bis 6. Eine erhebliche Gefahr für die Bewohner bestehe jedoch nicht, lediglich schlecht gebaute Häuser seien gefährdet. Dennoch können stärkere Beben nicht ausgeschlossen werden, und solche der Stärke 7 könnten erhebliche Schäden verursachen. Aus Vorsicht verlassen die Einwohner Santorinis die Insel: „Ich fühle mich wie ein Flüchtling im eigenen Land“, äußerte eine Frau. (rd/dpa)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Socrates Baltagiannis

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