Felssturz prasselt über Rundweg an Italien-See: Beliebtes Ausflugsziel vorerst gesperrt
VonMoritz Bletzinger
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Mehrere Kubikmeter Gestein fallen auf einen beliebten Wanderweg und zerstören eine Schutzbarriere – der Weg um den Italien-See bleibt gesperrt.
Dro – Beinahe-Katastrophe an einem beliebten Wanderziel für Urlauber in Italien. Ein lauter Knall durchbricht die Idylle – dann stürzen Tonnen von Gestein den Hang hinab. Bilder der Feuerwehr zeigen die Schäden, die das Geröll hinterlassen hat.
Am Freitagnachmittag (29. August) löste sich die Felsmasse von mehreren Kubikmetern vom Berghang am Westufer des Cavedine-Sees bei Dro im Trentino. Das Geröll raste den steilen Hang hinunter, durchschlug die Schutzbarriere des beliebten Wanderwegs und landete teilweise im See.
Felssturz an Italien-See: Beliebter Rundweg gesperrt – Experte prüft Schäden
Der bei Mountainbikern und Wanderern geschätzte Rundweg um den See musste sofort gesperrt werden. Glücklicherweise befand sich zum Zeitpunkt des Felssturzes niemand in der Gefahrenzone – ein Umstand, der eine Tragödie verhinderte.
Die Feuerwehr von Cavedine rückte mit einem Schlauchboot aus, um die Lage vom Wasser aus zu begutachten, während die Kollegen aus Dro den Bereich zu Fuß absicherten. Auch Bürgermeisterin Ginetta Santoni eilte laut der Zeitung Il Dolomiti an den Unglücksort, um sich ein Bild der Situation zu machen.
Aus Trient reiste ein Provinzgeologe an, um die Stabilität des Hangs zu bewerten. Besondere Sorge bereiten den Experten die angekündigten weiteren Unwetter, die die Region in den kommenden Tagen treffen sollen. Der Geologe muss nun entscheiden, welche Sicherungsmaßnahmen nötig sind, bevor der Weg wieder freigegeben werden kann.
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Beliebtes Ausflugsziel in Italien bleibt nach Steinschlag vorerst tabu
Der Cavedine-See liegt unweit des Gardasees und zählt zu den beliebtesten Naherholungsgebieten der Region. Der Rundweg lockt viele Besucher an, die die spektakuläre Berglandschaft genießen wollen. Nun müssen Ausflügler auf andere Routen ausweichen, bis die Aufräumarbeiten und Hangstabilisierung abgeschlossen sind.
Die Behörden arbeiten daran, den Wanderweg schnellstmöglich wieder sicher begehbar zu machen. Wann das der Fall sein wird, steht laut Feuerwehr jedoch noch nicht fest. (moe)