Evakuierungen in Riva del Garda

Superzellen, Riesenhagel: Italien-Unwetter toben – Tornado gemeldet, Bahnhöfe überflutet

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Heftige Unwetter treffen seit Tagen Italien und sorgen für Chaos in Urlaubsregionen. In der Lombardei hat eine Windhose eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

Update vom 30. August, 12.20 Uhr: Das Gröbste dürfte in den Regionen im Nordwesten Italiens bereits vorübergezogen sein, in insgesamt 13 Regionen gelten heute Samstag jedoch noch Unwetter-Warnungen der Stufe Gelb der italienischen Zivilschutzbehörde. Entwarnung ist erst am morgigen Sonntag zu erwarten.

Mittlerweile sind die Unwetter auch im Süden Italiens angekommen. Die Circumvesuviana, eine wichtige Nahverkehrslinie in der Region um Neapel, musste ihren Betrieb auf mehreren Streckenabschnitten einstellen. Wie der Verkehrsbetreiber EAV medianews24.it zufolge mitteilte, sind die Bahnhöfe San Giorgio Cavalli di Bronzo und Scafati komplett überflutet und außer Betrieb. In den Alpen sorgten die starken Regenfälle quasi über Nacht für die Entstehung eines Bergsees.

Weiter Unwetter in Urlaubsregionen: Tornado verwüstet Dorf in Norditalien

Update vom 30. August, 9 Uhr: Der Wetterdienst 3BMeteo berichtete zuvor schon von einer trichterförmigen Wolke, die sich am Freitagabend in der Lombardei bildete. Ob es sich um einen Tornado handelt, war zunächst nicht klar. Wie nun die Nachrichtenagentur Ansa meldet, war das Unwetter-Phänomen in einer Superzelle wischen den Provinzen Lecco und Bergamo wohl ein Tornado. Die Windhose traf Verderio in der Provinz Lecco demnach mit voller Wucht.

In Italien wurden am Freitagabend ein Tornado gemeldet. Die Unwetter ziehen am Samstag auch in den Süden des Landes.

Die Windhose riss leccotoday zufolge mehrere Bäume aus dem Boden und deckte Hausdächer ab. Besonders schwer getroffen wurde die Straße nach Cornate d‘Adda, die wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden musste. Sogar ein jahrhundertealter Platane fiel dem Sturm zum Opfer. Trotz der enormen Schäden gab es keine Verletzten. Die Bewohner hatten Glück, dass der Tornado am frühen Abend zugeschlagen hatte, als viele Menschen bereits zu Hause waren.

Italien-Städte unter Wasser: Unwetterfront erreicht den Süden des Urlaubslandes

Update vom 30. August, 6.05 Uhr: Ganze Straßen standen in Padova unter Wasser. In der Nähe von Bergamo beobachteten Anwohner eine Superzelle in Verbindung mit einer trichterförmigen Wolke, wie der Wetterdienst 3BMeteo berichtet. Hätte der Trichter den Boden erreicht, wäre von einem Tornado die Rede gewesen, so die Wetterexperten. Bestätigt wurde eine Tornadobildung jedoch nicht. Auch Hagel in der Größe eines Golfballs kam nahe Mailand laut der Plattform Meteoscienza erneut herab.

Tornados, Superzellen und Schlammlawinen: Die Bilder der zerstörerischen Unwetter in Italien

Windhose Tornado Lombardei in Italien Unwetter Sturm Gewitter Superzelle
In der Lombardei bildete sich am Freitagabend nahe Lecco ein Tornado, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtet.  © Vigili del Fuoco
Unwetter in Italien Verretto Norditalien Lombardei Sturm
Ganze Dächer wurden infolge der Unwetter in Verretto (Provinz Pavia) regelrecht weggefegt.  © Jason Tschepljakow/DPA
Unwetter in Italien Pavia Lombardei Norditalien
Das Ausmaß der Zerstörung nach den Unwettern aus der Vogelperspektive.  © Jason Tschepljakow/DPA
Heftiges Unwetter in Italien Lombardei Superzellen
Superzellen über der norditalienischen Region Lombardei.  © Alexander Wolf/Imago
Hagel Hagelkörner Norditalien Unwetter
Golfballgroßer Hagel fiel in einigen Örtlichkeiten Norditaliens am Freitag vom Himmel.  © meteoscienza/facebook
Feuerwehr entfernt herabgestürzte Bäume.
Bei den Unwettern von Donnerstag (28. August) auf Freitag: Mehr als 1300 Einsätze zählten die Feuerwehren in Norditalien binnen nicht mal 24 Stunden.  © Vigili del Fuoco/telegramm
Baveon Lago di Maggiore Urlaubssee Italien Piemont
In Baveno am Ufer des Lago di Maggiore sorgten die heftigen Regenfälle für eine Schlammlawine.  © Michele Radice/Facebook
Baveno Hangrutsch Schlammlawine Unwetter Italien
Der Hang in Baveno (Piemont) rutsche nach heftigen Unwettern auf eine Straße und ein darunter liegendes Wohnhaus.  © Michele Radice/Facebook
Mure Geröll Schlamm auf Staatstraße SS51 di Alemagna Unwetter
Die bekannte Staatsstraße SS51 di Alemagna wurde von den Unwettern in Norditalien ebenfalls nicht verschont. Eine Nacht blieb die Route wegen einer Mure gesperrt. Am Freitagmorgen konnte der Verkehr wieder rollen.  © Massimo Bortoluzzi/facebook
Desenzano del Garda am Gardasee
Die Strände in Desenzano del Garda blieben am Donnerstag leer. Auch die Region um den beliebten Gardasee war von heftigen Unwettern betroffen.  © Rai News
Strand Viareggio Italien nach Unwetter Sturm Mittelmeer
Am menschenleeren Strand des beliebten Urlaubsortes Viareggio (Toskana) hinterließen stürmische Winde ein Bild der Verwüstung.  © Riccardo dalle Lucche/Ansa/Imago
Strand Ligurien Mittelmeer Italien
Auch in Ligurien waren viele Strände aufgrund der Unwetter und des hohen Wellengangs geschlossen.  © Rai News
Verretto Photovoltaik-Park Solarpark Sturm Unwetter
In Verretto (Lombardei) machten stürmische Winde einen Photovoltaik-Park dem Erdboden gleich.  © Rai News
Hangrutsch GEiselsberg Olang Südtirol Italien
Hangrutsche waren in einigen Orten Norditaliens Grund für Einsätze. Hier im Bild eine Schlammlawine in Geiselsberg oberhalb von Olang in Südtirol.  © FF Geiselsberg/Landesfeuerwehrverband Südtirol
feuer Brand in Südtirol Siebeneich Feuerwehr Einsatz
In Südtirol musste die Feuerwehr am Donnerstag unter anderem zu einem Brand ausrücken, ausgelöst durch einen Blitzeinschlag.  © Jacopo da Col/BFBZ
Feuer Brand Siebeneich Südtirol
Bei dem Brand in Siebeneich ist glücklicherweise niemand zu Schaden gekommen. Doch der Sachschaden ist laut Feuerwehr erheblich.  © Jacopo da Col/BFBZ
Riva del Garda Blitzeinschlag Wohngebäude
Auch in Riva del Garda setzte ein Blitzeinschlag ein Gebäude in Flammen. Mehrere Familien mussten aufgrund des Brandes evakuiert werden.  © Vigili del Fuoco/Rai TGR

Nach den zum Teil verheerenden Unwettern in weiten Teilen Norditaliens kommt das Mittelmeerland auch am Samstag (30. August) erst langsam zur Ruhe. Die Unwetter haben sich bereits beginnend mit Freitag gen Süden ausgebreitet. Wie Rai News berichtet, kam es in der Region Basilicata zu einem heftigen Gewitter mit starken Windböen. In der Regionalhauptstadt Potenza wurden demnach Straßen geflutet, zudem seien Bäume umgestürzt.

Flüsse treten über die Ufer, ganze Hänge rutschen: Italien-Unwetter weiten sich aus

Update vom 29. August, 12.50 Uhr: Die schweren Unwetter in Norditalien haben sich auch auf die Region um Triest ausgeweitet und dort für dramatische Überschwemmungen gesorgt. Wie die Tageszeitung Il Piccolo berichtet, sind mehrere Bäche und Flüsse im Grenzgebiet zu Slowenien über die Ufer getreten.

Unwetter-Entwarnung gibt es in Italien auch am Samstag noch nicht. Gewitter mit Starkregen und stürmischen Böen breiten sich stattdessen nach Süden aus. (Collage)

In San Dorligo della Valle und Muggia haben die heftigen Regenfälle zu gefährlichen Situationen geführt. Der Torrente Rosandra und der Torrente Menariol sind an mehreren Stellen über die Ufer getreten. Besonders betroffen ist die gesamte untere Region von San Dorligo della Valle, die komplett überflutet wurde. Auch Ortsteile wie Grozzana, die bisher nie von solchen Ereignissen betroffen waren, stehen der Lokalzeitung zufolge unter Wasser.

Die Feuerwehr musste mehrere Autofahrer aus ihren Fahrzeugen retten, die in den Fluten stecken geblieben waren. Wegen der Überschwemmungen und Erdrutsche wurden die Provinzstraßen SP11 und SP13 gesperrt, öffentliche Verkehrsnetze wurden unterbrochen. „Wir bitten alle Einwohner, das Haus nur zu verlassen, wenn es unbedingt nötig ist, und alle, die durch unser Gebiet fahren müssen, beim Fahren äußerst vorsichtig zu sein“, appellierte der Vizebürgermeister von San Dorlingo, Marko Savron, an die Bevölkerung.

Unwetter auf dem Weg nach Süditalien Richtung Rom und Neapel

Update vom 29. August, 11.45 Uhr: Nach Norditalien müssen sich nun auch Regionen weiter im Süden auf Unwetter einstellen. Die Wetterexperten des Centro Meteo Italiano warnen vor einer Ausweitung der gefährlichen Wetterlage auf weitere Teile des Landes. Bereits am Freitag (29. August) erreichen Regen und Gewitter die zentralen Regionen Italiens, besonders die Gebiete an der Westküste. Auch hier drohen wieder Hagel und heftige Regenfälle. In der Nacht auf Samstag (30. August) soll das Unwetter dann auch Kampanien erreichen – mit möglichen schweren Gewittern besonders an den Küstengebieten.

Mehr als 1300 Feuerwehreinsätze stehen binnen nicht mal 24 Stunden in Norditalien zu Buche. Die Unwetter hinterließen vielerorts ein Bild der Verwüstung.

Mit den Unwettern einhergehend, erlebt Italien auch einen deutlichen Temperatursturz. Während der Süden noch relativ warmes Wetter erlebt, sinken die Temperaturen im Zentrum und Norden des Landes bereits unter den Durchschnitt für diese Jahreszeit. Kühle Atlantikluft strömt über das Mittelmeer und sorgt für einen spürbaren Wetterumschwung. Die Temperaturen fallen dann landesweit um zwei bis drei Grad unter das normale Niveau für Ende August.

Am Samstag soll sich das Unwetter dann vollständig auf den Süden Italiens ausweiten. Besonders die Westküste des Südens muss mit heftigen Gewittern rechnen. Auch in den zentralen Regionen und im Nordosten sind noch weitere Regen- und Gewitterschauer möglich.

Unwetter in Norditalien: Bekannte Urlaubsroute nach Murenabgang wieder geöffnet

Update vom 29. August, 11.10 Uhr: Mehrere wichtige Verkehrsachsen waren nach den heftigen Unwettern mit Beginn am Donnerstag (28. August) von Sperren betroffen, darunter auch die Staatsstraße SS51 di Alemagna bei San Vito di Cadore. Dort hat sich nach starken Regenfällen ein großer Erdrutsch ereignet. Die Straße wurde zwischenzeitlich gesperrt.

Wie Radio Cortina berichtet, haben die lokalen Sicherheitsmaßnahmen jedoch Schlimmeres verhindert. Die Schuttmassen wurden durch die Schutzwälle und Notfallbauten der italienischen Straßenbehörde ANAS erfolgreich aufgehalten. „Eine limitierte Quantität von Schuttmaterial hat die Fahrbahn erreicht, aber wurde bereits entfernt“, wird Provinzrat Massimo Bortoluzzi vom Radio zitiert. Die Straße wurde um 10:20 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben.

Update vom 29. August, 9.40 Uhr: Mehr als 1300 Einsätze seit dem Beginn der heftigen Unwetter in vielen Regionen Norditaliens meldete die Feuerwehr heute Morgen. Seit gestern sind zahlreiche Einheiten in Ligurien, der Lombardei, dem Piemont, Venetien und der Toskana ausgerückt, hieß es im Telegramm-Kanal der Feuerwehr. Die meisten davon entfielen auf die besonders gebeutelte Region Venetien.

Auch in der nördlichsten Provinz Südtirol waren Feuerwehren am Donnerstagabend schwer beschäftigt. „Einsatzschwerpunkte waren Wassereintritte in Wohnungen, Kellern und Garagen sowie kleinere Vermurungen“, informiert der Landesfeuerwehrverband Südtirol auf Facebook. Gestern fielen mancherorts 60 bis 80 Millimeter Regen, so viel wie „normalerweise in drei Sommerwochen“, gibt der Landesmeteorologe Dieter Peterlin auf der Plattform X zu bedenken.

Heftige Unwetter mit starken Regenfällen in Italien: Feuerwehr im Dauereinsatz

Erstmeldung vom 29. August, 7.47 Uhr: Mailand – Wie vorhergesagt hat Ex-Hurrikan Erin am Donnerstag (28. August) Norditalien mit heftigen Unwettern heimgesucht. Besonders betroffen waren beliebte Urlaubsregionen wie der Comer See, das Varesotto und die Voralpen, wo binnen 24 Stunden bis zu 200 Millimeter Regen erwartet wurden. In der Nacht auf Freitag (29. August) erreichten die Ausläufer des Unwetters auch die Haupstadt Rom, berichtet Rai News.

Vom Piemont, über die Lombardei, bis in Regionen weiter südlich: Ausläufer des Tropensturms Erin haben für heftige Unwetter in Italien gesorgt. (Collage)

Die Bilanz des Unwetters ist dramatisch: Allein in der Lombardei rückten die Feuerwehren Il Giorno zufolge zu 363 Einsätzen am Donnerstagnachmittag aus – 157 davon wegen umgestürzter oder gefährlich schwankender Bäume, 175 wegen Wasserschäden. Am schlimmsten traf es die Provinz Pavia. In Casatisma wurde ein komplettes Hausdach abgerissen und stürzte auf mehrere Autos.

Unwetter verwüsten Italien-Regionen: Wasser dringt an Mailänder Flughafen ein

Die Unwetter sorgten für erhebliche Schäden und Verkehrsbehinderungen. Am Flughafen Malpensa drangen Wassermassen durch die Decke des Terminal 1, mehrere Bereiche mussten abgesperrt werden, berichtet Sky TG24. In Verretto fegten heftige Windböen über einen Photovoltaik-Park und machten diesen regelrecht dem Erdboden gleich, wie Bilder des öffentlichen Senders Rai zeigen.

Besonders betroffen von Gewittern und starken Regenfällen war auch die Nachbarregion Piemont. Im Piemont fiel in tausenden Haushalten der Strom aus, besonders in den Provinzen Vercelli und Verbano-Cusio-Ossola. Wichtige Verkehrsverbindungen wie die Stelvio-Straße und Straßenabschnitte am Gardasee mussten gesperrt werden. In Baveno (Piemont) mussten 25 Menschen wegen Erdrutschgefahr ihre Häuser verlassen. Weitere Murenabgänge verzeichneten auch Cossogno und Stresa unweit des Lago Maggiore, berichtet Rai News.

Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten

Polarlichter, auch als Aurora Borealis (Nordlicht) oder Aurora Australis (Südlicht) im Bundesstaat New York.
Polarlichter, auch als Aurora Borealis (Nordlicht) oder Aurora Australis (Südlicht) bekannt, sind beeindruckende Lichterscheinungen am Himmel. Sie entstehen durch Wechselwirkungen zwischen Sonnenwinden und der Erdatmosphäre und sind in der Nähe der Pole sichtbar. Oder wie hier im Bundesstaat New York. © IMAGO
Görlitz - Polarlichter über Sachsen zu sehen am 11.10.2024 in Görlitz
In Europa sind Polarlichter am besten in Skandinavien zu bewundern. Manchmal hat man aber auch in Deutschland Glück, wie hier in Görlitz in Sachsen. © Felix Leda/LausitzNews.de/ IMAGO
Ein Tornado über dem Gardasee.
Tornados sind extrem starke Wirbelstürme, die eine schmale, rotierende Säule aus Luft bilden, die vom Boden bis zur Wolkenbasis reicht. Sie sind für ihre zerstörerische Kraft bekannt und treten vorwiegend in den USA auf. Hier hat sich sogar einer über dem Gardasee gebildet. © IMAGO/Jöran Steinsiek
Kim Vanaken (L) und Schwester Angela Coble (M) vor ihrem zerstörten Haus durch El Reno, Oklahoma, USA, 01 June 2013.
Der bis heute größte je gemessene Tornado war der „El Reno Tornado“. Er erreichte einen maximalen Durchmesser von 4,2 Kilometern, sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 480 km/h. Der Tornado wütete 2013 über Oklahoma in den USA. Es kamen mindestens acht Menschen ums Leben, wobei mindestens 151 verletzt wurden. Hier betrachten zwei Schwestern das, was von ihrem Haus nach dem Sturm zurückgeblieben ist. © Larry W. Smith/dpa
Riesige Hagelkörner in einer Handfläche.
Hagelstürme sind mit Eiskörnern gefüllte Gewitter, die sich zu großen Hagelkörnern formen. Diese Körner können beträchtliche Größen erreichen und erheblichen Schaden an Gebäuden und Feldern anrichten. Hier wurde Bayern getroffen. © IMAGO/B&S/Bernd März
Graupelschauer im Frühling: Ein kräftiger, kurzer Graupelschauer hinterlässt die Graupelkörner in einer alten Dachrinne.
Graupel ist eine Form von Niederschlag, bei der Schneekristalle durch angefrorene Wassertröpfchen zu Kügelchen verklumpen. Graupelkörner sind im Vergleich zu Hagel deutlich kleiner und weisen lediglich einen maximalen Durchmesser von ein bis fünf Millimeter auf. © Gottfried Czepluch / IMAGO
Eisblumen an einem Fenster bei kaltem Wetter im Winter.
Eisblumen sind eine Sonderform von Raureif. Die Eiskristalle entstehen meist an dünnen Fensterscheiben mit schlechter Wärmeisolierung. Voraussetzung ist eine Außentemperatur unter 0 °C, eine hohe Luftfeuchtigkeit im Raum, eine geringe Wärmedämmung des Glases und Staubteilchen auf dem Glas. © HEIKO KUEVERLING / imageBROKER / IMAGO
Winterwetter in Sassenheim am 01.02.25: Person geht mit zwei Hunden an der Leine bei Nebel und Frost spazieren.
Nebel besteht wie Wolken aus feinen Wassertropfen. Man spricht erst dann von Nebel, wenn die Sichtweite weniger als einen Kilometer beträgt. © Nico Garstman / IMAGO
Eine Straußenherde flieht vor einem Sandsturm in der Kalahari Wüste in Südafrika.
Wüstenstürme, wie beispielsweise der berüchtigte Sandsturm, treten in ariden Regionen auf und bringen große Mengen an Staub und Sand mit sich. Sie können zu starken Sandverwehungen führen und die Sicht stark beeinträchtigen. Vor diesem Sandsturm in der Kalahari Wüste in Südafrika flieht eine Straußenherde. © Thomas Dressler/IMAGO
Saharastaub im Erzgebirge.
Saharastaub ist eigentlich in Deutschland gar nicht so ungewöhnlich. Im Schnitt zieht Wüstenstaub etwa fünf bis 15-mal pro Jahr aus der Sahara über Marokko und Frankreich nach Deutschland. Hier hat der Staub den Himmel über dem Erzgebirge rot gefärbt. © Oliver Kaufmann / dpa
Frauen halten Regenschirme, während sie bei starkem Regen in Kolkata, Indien, am 16. Oktober 2024 auf der Straße gehen.
Der Monsun ist eine großräumige, beständige Luftzirkulation (Luftströmung) im Bereich der Tropen und Subtropen. Besonderen Einfluss hat der Monsun auf das Klima auf dem Indischen Subkontinent. Hier bringt er im Winter Trockenzeiten und im Sommer Starkregenereignisse (Monsunregen), wie hier in Kolkata (Indien). © Sudipta Das / IMAGO
Gewitterblitz schlägt in den Großen Feldberg bei Frankfurt ein.
Gewitterblitze sind elektrische Entladungen, die während Gewittern auftreten. Sie erzeugen helle Lichtblitze und begleitenden Donner. Gewitterblitze können sowohl in Wolken als auch zwischen Wolken oder zwischen Wolken und dem Boden auftreten. Hier schlägt ein Blitz in den Großen Feldberg bei Frankfurt ein. © IMAGO/Jan Eifert
14.08.2024: Gewitterzelle über Thüringen mit lila Wolkenstimmung und Windrädern.
Donner sind sehr laute Schallwellen, die bei einem Gewitter entstehen. Wenn es blitzt, wird die Luft um den Blitzkanal schlagartig bis auf 30.000 Grad erhitzt. Durch die gewaltige Hitze dehnt sich die Luft um den Blitzkanal wie bei einer Explosion aus. Diese plötzliche Ausdehnung führt wiederum zu einem lauten Krachen, das wir als Donner bezeichnen. © christian heilwagen / IMAGO
Hier steuert der Zyklon Mocha auf Myanmar zu.
Zyklone sind großräumige Tiefdrucksysteme, die sich über den Ozeanen bilden. Sie können sich zu extremen Stürmen entwickeln und starke Winde, Regen und Wellen verursachen. Zyklone werden in verschiedenen Teilen der Welt mit unterschiedlichen Namen bezeichnet, wie z. B. Hurrikane oder Taifune. Hier steuert der Zyklon Mocha auf Myanmar zu. © Cover-Images/IMAGO
Ein Mann mit einem kaputten Schirm im Typhoon Nina, Schwarz-Weiß-Foto 1975.
Der verheerendste Taifun im 20. Jahrhundert war Taifun Nina im August 1975 in China. Durch den Taifun brachen zwei große Staumauern und zehn kleinere. Die dadurch verursachten bis zu zehn Meter hohen Flutwellen töteten 100.000 Menschen. Hier versuchen die Menschen während des Taifuns, sich mit Schirmen vor Wind und Regen zu schützen. © Chan Kiu / IMAGO
Verwüstungen des Hurrikans Patricia am Freitag, dem 23. Oktober 2015.
Hurrikane sind tropische Wirbelstürme der Nordhalbkugel. Ab einer Windgeschwindigkeit von 118 Kilometern pro Stunde erhalten sie die Bezeichnung „Hurrikan“. Das entspricht der Windstärke 12 auf der Beaufort-Skala. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 345 Kilometern pro Stunde war Hurrikan Patricia der stärkste Hurrikan, der bisher aufgezeichnet wurde. Er verwüstete große Teile Zentralamerikas, wie hier eine Stadt in Mexiko. © Agencia EL UNIVERSAL Ramon Romero JMA / IMAGO
Tief Bernd: Menschen versuchen sich im Harz bei Windgeschwindigkeiten von über 130 km/h auf den Beinen zu halten.
Orkane sind Stürme ab einer Windstärke von 12 auf der Beaufort-Skala. Sie treten nur in Mitteleuropa auf und entstehen bei größer werdenden Temperaturunterschieden zwischen den südlichen Ländern und der Polarregion. Hier versuchen sich die Menschen im Harz bei einer Windgeschwindigkeit von über 130 km/h auf den Beinen zu halten. © Bernd März / IMAGO
Regenbogen im Weserbergland zwischen Halle und Bremke.
Regenbogen entstehen, wenn Sonnenlicht durch Regentropfen gebrochen und reflektiert wird. Dadurch entsteht ein buntes Lichtspektrum, das am Himmel sichtbar wird. Regenbögen sind oft nach Regenschauern zu sehen, wie hier im Weserbergland zwischen Halle und Bremke. © Ulrich Stamm/IMAGO
Halo-Erscheinung mit Zirkumzenitalbogen und Nebensonnen auf dem Weg zum Fichtelberg am Hotel Sachs.
Haloerscheinungen bestehen aus hellen Kreisen, Bögen oder Flecken am Himmel. Sie entstehen durch Brechung und Spiegelung des Lichts an Eiskristallen. Haloerscheinungen sind auch gar nicht so selten, wie man denkt. Durchschnittlich kann man sie an sechs bis sieben Tagen im Monat beobachten. © Hanke / IMAGO
Staubteufel auf einer Baustelle in Essen.
Staubteufel sind kleine Wirbelwinde, die aus aufgewirbeltem Staub oder Sand bestehen. Sie entstehen durch lokale Temperaturunterschiede und können in Wüsten oder trockenen Gebieten beobachtet werden – oder wie hier auf einer Baustelle in Essen. © Gottfried Czepluch/IMAGO
Reif umzieht Herbstlaub.
Reif – die kleine weiße Schicht kann man an vielen Wintertagen morgens auf dem Boden oder auf den Windschutzscheiben von Autos beobachten. Reif entsteht, wenn die Lufttemperatur unter den Gefrierpunkt fällt und der in der Atmosphäre vorhandene Wasserdampf direkt in Eis übergeht. Sobald die Temperaturen auf größeren Flächen unter den Gefrierpunkt sinken, werden auch ganze Wiesen und Felder weiß. © Bernd Leitner / IMAGO
Morgentau bei Sonnenaufgang auf Grashalmen auf einer Wiese in, Rottweil, Baden-Württemberg.
Tau ist das Gegenstück zum Rau. Hier wandelt sich der gasförmige Wasserdampf in flüssiges Wasser um, er kondensiert also. Dieses Phänomen lässt sich meistens in den frühen Morgenstunden beobachten. © Silas Stein/IMAGO
Föhnwind in München mit Fernsicht bis zu den Alpen.
Föhnwinde sind trockene, warme und fallende Winde, die auf der Leeseite von Gebirgen auftreten. Sie können starke Temperaturänderungen und Trockenheit verursachen und sind in Regionen mit Gebirgen wie den Alpen häufig. In München hat man an einem Tag mit Föhnwind oft eine Fernsicht bis zu den Alpen. © Christian Offenberg/IMAGO
Schneesturm in den USA, New Orleans: Mann geht zugeschneite Landschaft im Schneegestöber entlang.
Schneestürme sind eine Mischung aus starken Sturmböen und Schnee. Sie können mehrere Meter Neuschnee mit sich bringen und das Sichtfeld stark einschränken. Nordamerika ist häufig von Schneestürmen betroffen, wie hier in New Orleans in den USA. © Gerald Herbert / dpa
Person schippt Schnee im Gestöber.
Ein Blizzard ist ein heftiger Schneesturm mit starkem Schneefall und hohen Windgeschwindigkeiten. Er führt zu Schneeverwehungen, stark eingeschränkter Sicht und gefährlicher Kälte. Blizzards sind extrem und erfordern Vorsicht, um sich vor den Gefahren zu schützen, die sie mit sich bringen. Sie treten vermehrt in Nordamerika auf. © IMAGO

Blitzeinschlag am Gardasee führt zu Brand in Wohnhaus: Neun Familien evakuiert

Auch am bei deutschen Urlaubern beliebten Gardasee waren die Folgen der Unwetter zu spüren. In Riva del Garda soll ein Blitzeinschlag ein Wohngebäude in Brand gesetzt haben, schreibt Rai News. Demnach schlug der Blitz direkt in das Dach eines Gebäudes ein, beschädigte auch die Gasleitungen und verursachte ein Gasleck. Neun Familien wurden evakuiert, nur einige konnten spät in der Nacht in ihre Häuser zurückkehren.

Verursacher des extremen Wetters ist der ehemalige Hurrikan Erin, der sich auf seinem Weg über den Atlantik zu einem außertropischen Zyklon entwickelt hat, berichtet unter anderem die Wetterseite meteoweb. Das Wetterphänomen brachte nicht nur sintflutartige Regenfälle, sondern auch Hagelkörner mit bis zu sechs Zentimetern Durchmesser, wie Aufnahmen aus dem Veneto zeigen. Erst kürzlich hatten zerstörerische Unwetter einige Italien-Regionen heimgesucht.

Unwetter-Gefahr am Freitag nicht gebannt – in diesen Regionen bleibt die Wetterlage angespannt

Auch andere Regionen blieben nicht verschont. In Parma (Emilia Romagna) fiel binnen einer Stunde so viel Regen wie normalerweise im ganzen August – etwa 50 Millimeter. Die Toskana, Lazio und Molise erhielten ebenfalls orange Wetterwarnungen. Städte wie Mailand, Florenz, Pistoia, Massa und Carrara schlossen vorsorglich Parks und Strände.

Auch für den Freitag (29. August) sind Warnungen der italienischen Zivilschutzbehörde für mehrere Regionen weiter aufrecht. Eine Wetter-Warnung der Stufe Orange für die Lombardei, einen Großteil der Toskana und einige Gebiete der Regionen Latium und Molise. Eine gelbe Warnung gibt es in den Regionen Latium und Molise, Teilen des Piemont, Ligurien und der Marken sowie für das gesamte Gebiet der Regionen Friaul-Julisch Venetien, Trentino-Südtirol, Venetien, Emilia-Romagna, Umbrien und Kampanien.

Rubriklistenbild: © Alexander Wolf//Imago/meteoscienza/facebook/Screenshot 3Bmeteo/

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