VonJohannes Welteschließen
Ein Feuer hat im Yachthafen von Genua gewütet. Acht Luxusboote wurden zum Raub der Flammen. Die Feuerwehr musste sogar Taucher einsetzen, um nach Überlebenden zu suchen.
Genua – Der Touristenhafen von Pra‘ in Genua ist ein exklusiver Liegeplatz für Yachten in der italienischen Hafenstadt an der ligurischen Küste. Hier kann man zu Segeltörns in die Cinque Terre oder an die Côte D‘Azur starten oder gleich nach Korsika oder Sardinien segeln.
Mitten in der Nacht schlagen plötzlich Flammen aus den Luxusbooten
In der Nacht auf Dienstag (19. März) wurde der Yachthafen frühmorgens um drei Uhr aber Schauplatz eines Infernos. Inmitten der Pracht-Boote war ein Feuer ausgebrochen. Innerhalb kurzer Zeit griffen die Flammen laut notizie.virgilio.it auch auf die anderen in der Nähe, in der Nähe des ehemaligen Ilva-Piers, liegenden Boote über.
Zwei Feuerwehrmannschaften wurden alarmiert, um das Feuer zu löschen. Auch Taucher wurden aktiviert. Ein Teil der Boote sank, es wurde unter Wasser nach eingeschlossenen Personen gesucht. Der Einsatz dauerte die ganze Nacht, die Löscharbeiten wurden erst am Dienstag um 7 Uhr morgens beendet. Durch den Einsatz der Feuerwehr gelang es schließlich, die Flammen einzudämmen. Die Brandursachen werden noch untersucht, Brandstiftung ist jedoch nicht auszuschließen und der Brandbereich wurde abgesperrt
Taucher suchten in den gesunkenen Yachten nach Überlebenden
Ersten Ermittlungen zufolge ging das Feuer aus noch ungeklärten Gründen von einem einzigen Boot aus. Acht Boote wurden schließlich bei dem Feuer zerstört..
Der medizinische Rettungsdienst wurde gerufen, um einer Person zu helfen, die an Bord eines Bootes gefunden und beim Einsatz der Feuerwehr gerettet wurde. Verletzt wurde ansonsten niemand. Ein Teil der acht Boote wurde irreparabel beschädigt.
Wegen der möglichen Brandstiftung läuft ein offenes Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt, wobei die von den Überwachungskameras aufgenommenen Bilder ausgewertet werden.
Schon das zweite Feuer innerhalb weniger Monate – Zigarettenkippe schuld?
Erst im vergangenen November waren bei einem Brand in Genua alle in einer Schiffshalle im Hafen vertäuten Rennboote des Sportvereins Canottieri Voltri verbrannt. Neben den Booten befanden sich elektrische Schalttafeln, von denen aus das Feuer hätte ausbrechen können, sei es aus böser Absicht oder durch Ablenkung, oder einfach durch eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe.
Mitte Februar waren bereits in einem Touristenhafen zwischen Rom und Neapel Yachten ausgebrannt. Erst voriges Wochenende hatte zudem ein Feuer am Gardasee für Aufsehen gesorgt. Und auf Sizilien wüten bereits die ersten Waldbrände, wohl von Spargelbauern verursacht.
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