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Ostsee- und Nordsee-Liebhaber aufgepasst: Der Schwarzblaue Ölkäfer treibt an den deutschen Stränden sein Unwesen. Hier ist Vorsicht geboten – die Tiere sind nämlich giftig.
Bremen – Kilometerlange Strände, blaue Strandkörbe und am Horizont ragt ein rot-gestreifter Leuchtturm empor. Deutsche Strände können traumhaft schön sein. Und haben einen ganz eigenen Charme. Doch wer gerne an die Nordsee oder Ostsee fährt, sollte aufpassen: Auch der giftige Schwarzblaue Ölkäfer fühlt sich im beliebten Urlaubsparadies wohl.
Achtung vor giftigem Käfer: Das Gift des Schwarzblauen Ölkäfer kann gefährliche Folgen haben
Nachdem die Larven überwintert haben, schlüpfen die fertigen Ölkäfer zwischen März und Mai. Die Art lebt an sandigen und offenen Stellen – und kommt daher neben Standorten wie Streuobstwiesen, Heiden oder Trockenrasen gerne am Strand vor. Das berichtet der Naturschutzbund Deutschland (NABU). Auch vor der Ostsee oder Nordsee macht der Käfer keinen Halt. Nur wenige Zentimeter groß ist er, der Schwarzblaue Ölkäfer, und durch seine tiefviolette bis schwarzblaue Farbe gut zu erkennen – trotzdem kann der Kontakt gefährlich werden.
Befindet sich der Schwarzblaue Ölkäfer in einer Gefahrensituation oder fühlt sich bedroht, so sondert er den giftigen Stoff Cantharidin ab. Eigentlich soll der Stoff vor Fressfeinden schützen, doch auch beim Menschen kann es zu Folgen kommen: Cantharidin reizt die Haut, sodass sich Rötungen und Blasen bilden können. Beim Verschlucken kann das Gift sogar zu Nierenversagen und im schlimmsten Fall zum Tod führen, wie rtl.de berichtet. Diese gefährliche Wirkung des Schwarzblauen Ölkäfers war schon im antiken Griechenland bekannt: Das Sekret wurde für Giftmorde oder als Heilmittel verwendet, wie der NABU meldet.
Kontakt zum Schwarzblauen Ölkäfer – und jetzt?
Nur gucken! – Grundsätzlich sollte die Berührung mit dem Schwarzblauen Ölkäfer vermieden werden. Gerade Kinder sollten hier vorsichtig sein. Aber was, wenn es schon zu spät ist? Laut NDR sollte folgendes getan werden:
- Kontakt mit den Händen: Die Hände möglichst kurz nach der Berührung gründlich waschen, eventuell auch kühlen. Bei Beschwerden zum Arzt gehen.
- Augenkontakt: Augen ausspülen und einen Augenarzt aufsuchen.
- Verschlucken: Wer einen Käfer verschluckt, sollte ins Krankenhaus.
Giftige Art: Schwarzblauer Ölkäfer gilt als gefährdet
Trotz seines gefährlichen Giftes ist der Schwarzblaue Ölkäfer als gefährdet eingestuft, so NABU. Das liege vor allem am Verlust des Lebensraumes und dem Straßenverkehr. Die Organisation ruft jedes Jahr zum Insekten-Zählen auf.