Kolumne von Meteorologe Dominik Jung

Heftige Schneefälle im Anmarsch: Eisiges Wetter mit bis zu 20 Zentimetern Neuschnee – Ein Tag im Fokus

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Am Mittwoch drohen im Süden und Südosten Deutschlands 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee, dazu chaotische Straßenverhältnisse. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

München – Nach der Schneefront vom Sonntagnachmittag (23. November) kündigt sich zur Wochenmitte (26. November) bereits das nächste markante Winterereignis an. Am Mittwoch präsentiert sich der Himmel über weiten Teilen Deutschlands grau und dicht bewölkt, nur die Küstenregionen können mit längeren sonnigen Momenten rechnen. Während es im Großteil des Landes zunächst ruhig bleibt, baut sich südöstlich einer Linie vom Bodensee bis zum Oberpfälzer Wald ein breites Niederschlagsband auf. Dieses intensiviert sich im Tagesverlauf zunehmend und bringt je nach Höhenlage Regen, Schneeregen oder durchgehend Schnee. Besonders in den höheren und mittleren Lagen setzt der Schneefall sofort ein und verstärkt sich innerhalb kurzer Zeit.

Die Wetterkarte von www.wxcharts.com zeigt am Donnerstagmorgen (27. November) einen verschneiten Südosten Deutschlands.

Heftige Schneefälle zwischen Alpenrand und Bayerischem Wald

Im betroffenen Bereich deutet sich ein handfestes Schneeszenario an: 10 bis 20 cm Neuschnee sind verbreitet realistisch, lokal können durch Staueffekte sogar noch etwas höhere Mengen zusammenkommen. Da die Temperaturen zwischen leichtem Plus und leichtem Minus pendeln, wird der Schnee teils schwer und nass, was die Straßenverhältnisse zusätzlich verschärft. Innerhalb weniger Stunden können Verkehrswege weiß und rutschig werden, selbst geräumte Strecken könnten schnell wieder zuschneien. Pendler müssen sich auf erhebliche Verzögerungen einstellen, regionale Bus- und Bahnverbindungen könnten zeitweise ins Stocken geraten. Auch für Lkw-Verkehr auf Steigungsstrecken wird es kritisch, da sich Schneematsch und Neuschnee rasch aufbauen.

Nacht zum Donnerstag: Verschärfung der Lage möglich

Die Niederschläge halten in der Nacht zum Donnerstag (27. November) im Süden und Südosten an und gehen mit sinkenden Temperaturen selbst in tieferen Lagen vermehrt in Schnee über. Dadurch wächst die Neuschneedecke weiter an, und vielerorts ist mit zusätzlichen Problemen durch Glätte und überfrorene Nässe zu rechnen. Während der Nordwesten von Wolkenlücken profitiert, bleibt die gesamte Südhälfte im Dauergrau. Für alle, die in den frühen Morgenstunden unterwegs sind, dürfte die Kombination aus frischem Schnee, schwer erkennbaren Straßenrändern und stellenweiser Eisbildung eine besonders herausfordernde Mischung darstellen. Wer flexibel ist, sollte zusätzliche Fahrzeit einplanen oder auf spätere Termine ausweichen.

Rubriklistenbild: © metdesk/ wxcharts.com

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