Viele Urlauber betroffen

Vulkanausbruch in Italien: Ätna spuckt riesige Feuerfontäne aus Asche und Lava

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Der Ätna auf Sizilien ist ein weiteres Mal ausgebrochen und spuckt Lava sowie Asche. Auf dem Mittelmeer-Flughafen geht am Montag gar nichts mehr.

München/Catania - Feuerrote Glut und wuchtige Aschebrocken bahnen sich den Weg den langen Berg hinunter. Der Ätna auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien ist wieder aktiv und zwar deutlich. So hat der Vulkan in der Nacht auf Montag (14. August) erneut Lava und Asche gespuckt. Und das in nicht unwesentlicher Größenordnung.

Ätna spuckt Lava und Asche: Flugbetrieb am Flughafen Catania vorerst eingestellt

Nachts habe sich infolge einer erhöhten vulkanischen Aktivität eine Lavafontäne entwickelt, die auch aus weiter Ferne zu beobachten gewesen sei, teilte das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) mit. Starker Asche-Niedergang begleitet von einem verdunkelten Himmel entwickelte sich zudem. Der Flugbetrieb am Flughafen Catania wurde daher bis mindestens 20 Uhr ausgesetzt, wie es in einer Mitteilung des Airports am Fuße des Ätnas auf der Online-Plattform X, vormals Twitter, hieß.

Auf Videos in den sozialen Medien war zu sehen, wie in der Dunkelheit das glühende Geröll aus dem Vulkan herausgespuckt wurde und langsam den Berg hinabfloss. Zum Beispiel das regionale Online-Nachrichtenportal Local Team veröffentlichte auf seinen Social-Media-Accounts Bilder davon (siehe oben). Insbesondere am Südostkrater des Ätnas entwickelte sich nach Angaben des INGV ein Lavaüberlauf, der nun wieder abkühlt. Denn am Montagmorgen trat dem INGV zufolge keine Lava mehr aus - bereits gegen 3.20 Uhr ließ der Lavaausstoß nach. Lokale Medien berichteten in der Nacht indes von einem lautem Donnern.

Ätna auf Sizilien: Es rumort im größten aktiven Vulkan Italiens und Europas

Meldungen über Schäden oder Verletzte gab es aus Italien zunächst nicht. Anwohner berichteten auf der Plattform Telegram, dass örtlich Asche und Staub herabregneten. Auf Videos war zu sehen, wie Mitarbeiter des Flughafens unter Hochdruck daran arbeiten, die Start- und Landebahn offenbar von Asche zu reinigen. Bereits am frühen Sonntagabend hatte es an dem größten aktiven Vulkan Europas rumort, sodass der sizilianische Zivilschutz früh zu besonderer Vorsicht aufrief.

Nichts ging mehr: Viele Urlauber saßen am Montag (14. August) wegen der Rauchwolken des Vulkans Ätna auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien fest.

Seit Monaten lassen sich in Italien immer wieder extreme Wetterphänomene beobachten, gebietsweise begleitet von schweren Unwettern. Ein Beispiel: Ebenfalls in der Nacht auf Montag (14. August) hatten ein Erdrutsch und eine riesige Schlammlawine nach starken Regenfällen das norditalienische Bergdorf Bardonecchia heimgesucht. Berichte über Verletzte oder gar Tote gab es zumindest am Montag nicht. (pm/dpa)

Rubriklistenbild: © Salvatore Allegra/AP/dpa/Archivbild

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