Auch Brenner erwischt es wohl

Wintereinbruch in den Alpen: „Schnee-Überfall“ in Österreich – erste Pässe gesperrt

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Starker Schneefall legt Alpenpässe lahm: In der Schweiz gilt Warnstufe 3. Österreich erwartet Neuschnee bis in 800 Metern Höhe. Verkehrsprobleme sind vorprogrammiert.

Update vom 28. Oktober 2025: Nach dem Schneefall am Montag dreht sich die Wetter-Prognose für Österreich und die Schweiz um nahezu 180 Grad. Am Dienstag zieht die Warmfront des Tiefs Lothar mit Kern über Schottland auf, berichtet die Unwetterzentrale UWZ.at. Zunächst halten sich an diesem Dienstag von Vorarlberg bis ins Weinviertel dichte Wolken, ein wenig Regen ist in den Nordalpen mit dabei. Die Schneefallgrenze liegt anfangs bei 1000 bis 1400 m, steigt aber rasch ins Mittelgebirge an. Ab Mittwoch wird es dann milder.

Ähnlich sieht die Wetter-Prognose für Deutschland und die Schweiz aus. Meteo.ch meldet: „Die Schweiz befindet weiterhin am Südrand des Tiefdruckkomplexes über Nordeuropa in einer Westströmung. Mit dieser gelangt nun milde und etwas trockenere Luft zu den Alpen.“ Über die Dauer der Sperrung diverser Alpenpässe wird in der Schweiz im Laufe des Tages verhandelt.

Auch Italien hat etwas vom Schnee abbekommen. rainews.it berichtet vom ersten nennenswerten Wintereinbruch in Südtirol. Am meisten geschneit habe es demzufolge von Schöneben im Vinschgau bis zum Timmelsjoch. In Pfelders am Gründboden auf 2.000 Metern etwa liegen bereits 15 cm Schnee. Auch Ridnaun auf 1.350 Metern „ist angezuckert“, heißt es. 

Der Gotthardpass, Blatten bei Zermatt und der Jaunpass (v.l.): Die Schweiz sieht den ersten Schnee im neuen Winter.

Wintereinbruch in den Alpen: Gotthardpass gesperrt – Österreich erwartet „Schnee-Überfall“

Erstmeldung vom 27. Oktober 2025: Wien/Bern – Am Montag hat ein massiver Wintereinbruch die Schweizer Bergregionen erfasst. Auch Österreichs Skigebiete durften sich bereits über den ersten Schnee freuen, pünktlich zum Auftakt in die Skisaison.

Nachdem bereits beim ersten Schnee des Jahres, im September, Pässe gesperrt werden mussten, hat es auch der erste Schnee-Überfall des Winters in tieferen Lagen in der Schweiz in sich. Der Bund hat für mehrere Regionen die Gefahrenstufe 3 von 5 ausgerufen. Oberhalb von 1200 Metern sind 10 bis 30 Zentimeter Neuschnee prognostiziert, in höheren Lagen ab 1600 Metern sogar bis zu 50 Zentimeter. Neben dem Gotthard mussten zahlreiche weitere Alpenpässe gesperrt werden, darunter Furka, Grimsel, Grosser St. Bernhard, Klausen, Nufenen, Oberalp und San Bernardino.

Die Schneefallgrenze liegt regional unterschiedlich zwischen 1000 und 1600 Metern. Die intensivste Schneefallphase wird für Montag zwischen 12 und 18 Uhr erwartet, begleitet von starkem bis stürmischem Wind. Webcams belegen, zahlreiche Orte und Pässe sind bereits zugeschneit (Stand: Montag, 27. Oktober, 10 Uhr). Dazu gehören neben der Region um den Gotthard auch St. Moritz. Den Jaunpass (1500 Meter) im Berner Oberland hatte es bereits am Wochenende ordentlich eingeschneit.

Auch Österreich bereitet sich auf eine weitere Stufe des ersten Wintereinbruchs vor. Schon am Wochenende zeigten sich das Kleinwalsertal, die Gegend oberhalb von Bischofshofen im Salzburger Land, Obertauern und weitere Regionen von Schnee bedeckt. Nun soll das noch mehr werden. Besonders entlang der Alpennordseite ist erheblicher Neuschnee zu erwarten. Daher dürfte auch Bayern den ersten Schnee abbekommen.

Von Blunzn über Obers zu Powidl: 30 österreichische Speisen übersetzt für deutsche Urlauber

Aschanti Erdnuss
Aschanti: Nein, das ist hier keine Liste amerikanischer Sängerinnen, die auch leicht anders geschrieben wird, sondern Aschanti ist in der Mundart die Erdnuss.  © IMAGO/Steidi
Wurstplatte Blunzn Blutwurst
Blunzn: Auf der Wurstplatte ist des Öfteren schonmal die Blutwurst, oder wie es im Alpenraum heißt „Blunzn“, zu finden.  © imago stock&people
Faschiertes Leibchen Frikadellen
Faschiertes Leibchen: Im Bairischen auch Fleischpflanzerl, oder im Hochdeutschen Frikadellen getauft. © IMAGO/imageBROKER/ Didebashvili
Gebratene Pfifferlinge Eierschwammerl
Eierschwammerl sind Pfifferlinge.  © IMAGO/imageBROKER/ Didebashvili
Rührei Eierspeis
Eierspeis ist Rührei, hier ein Symbolbild mit den Eierschalen noch auf dem Teller, die da eigentlich nicht hingehören.  © IMAGO/Gottfried Czepluch
Kartoffel Erdäpfel
Erdäpfel: Kartoffeln – aus ihnen werden auch Chips hergestellt © IMAGO/Zoonar.com/Peter Himmelhuber
hackfleisch,faschiertes,gehacktes,gewiegtes,hack
Faschiertes: Hackfleisch, wird auch in Fleischpflanzerl verwendet. © IMAGO
Fisolen grüne Bohnen
Fisolen sind grüne Bohnen. © IMAGO/imageBROKER/Aleksei Isachenko
Germknoedel Powidl
Germknödel, für viele eher ein Essen auf der Berghütte. Germ bedeutet Hefe und ist oft gefüllt mit Powidl, das später in der Fotostrecke noch erklärt wird.  © IMAGO/Manfred Segerer
Geräuchertes Geselchtes
Geselchtes: Geräuchertes wie hier abgebildet wird auch „Gseichts“ ausgesprochen.  © IMAGO/Weingartner-Foto
Griebenschmalz Grammeln
Grammeln sind Grieben. Sehr beliebt als Griebenschmalz, Aufstrich.  © IMAGO/Zoonar.com/Karl Allgaeuer
Gemüse, Blumenkohl. Blumenkohl wird auch Karfiol
Karfiol ist der Blumenkohl, woanders auch Käsekohl, Blütenkohl oder Traubenkohl genannt. © IMAGO/Manfred Segerer
rosenkohl,kohlsprossen,sprossenkoh
Kohlsprossen sind vielen auch als Rosenkohl bekannt © IMAGO
kren meerrettich
Kren: Meerrettich wird oft auch als Kren bezeichnet.  © xafrica_imagesx via imago-images
Mais Kukuruz
Kukuruz: Im Lied „Brenna dads guad“, das auch auf der Wiesn beliebt ist, spielt der „Kukuruz“ hier eine Rolle im Refrain. Mais ist die Lösung. © IMAGO/imageBROKER/LUNAMARINA
Marille Knödel Aprikose
Marille, auch begehrt im Schnaps, gibt es als Süßspeise im Knödel. Für Deutsche auch Aprikose. © IMAGO/Zoonar.com/Alfred Hofer
Melanzani Auberginen
Melanzani sind Auberginen. © IMAGO
Sachertorte Obers Schlagsahne
Obers: Wer Obers auf der Karte liest, sollte nicht abgeschreckt sein. (Schlag-)Obers ist die (Schlag-)Sahne, hier neben der überaus beliebten Sachertorte. © IMAGO/Harald A. Jahn
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Palatschinken: Der Pfannkuchen, der je nach Region in Deutschland eh anders heißt, wird in Österreich Palatschinken genannt.  © IMAGO/Carmen Steiner
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Paradeiser: Tomaten könnten im Nachbarland auch als Paradeiser angegeben sein.  © IMAGO
Powidl Pflaumenmus
Powidl: Der Pflaumenmus, der auch gerne mal im Germknödel drin ist. Na, was war der Germknödel? Haben Sie bei der Fotostrecke auch aufgepasst? © Dar1930 via imago-images.de
quargel sauermichlkäse
Quargel: Für Deutsche auch Sauermilchkäse genannt.  © Willibald Wagner via www.imago-images.de
Ribisel Johannisbeere
Ribisel: Die Johannisbeere lässt sich aus der österreichischen Version nicht so leicht ableiten. © IMAGO/Manfred Segerer
Rote Beete Rote Rübe
Rote Rübe: Rote Beete für den Hochdeutschen.  © NayalyH via imago-images.de
Staubzucker Pudzerucker
Staubzucker: Hier auch zu sehen als Puderzucker. © IMAGO/imageBROKER/Rüdiger Rebmann
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Schwammerl: Eigentlich ein Überbegriff für alle Arten für Pilze © IMAGO
Heidelbeere Schwarzbeere
Schwarzbeere: Bei vielen als Heidelbeere besser bekannt © IMAGO/imageBROKER/Galina Didebashvili
Strudel with quark called Topfenstrudel
Topfenstrudel: Topfen ist in Österreich der Quark und gleichzeitig eine sehr beliebte Nachspeise oder Snack. © Copyright: xBenri185x via imago-
feldsalat vogerlsalat
Vogerlsalat: Wer sich einen Vogerlsalat bestellt, der muss keine Angst haben, hier totes Federvieh auf dem Teller zu haben, nein, es handelt sich um Feldsalat. © monica-photo via www.imago-images.de
Sellerie Zeller
Zeller: Vielleicht hört man es schon heraus, aber Zeller ist für Deutsche der Sellerie © IMAGO/Creative Touch Imaging Ltd

Schnee am Brenner erwartet

„In höheren Lagen der Alpennordseite gibt es in den nächsten 48 Stunden einiges an Neuschnee: Rund um den Arlberg an die 60-70 Zentimeter“, prognostiziert ORF-Meteorologe Manuel Oberhuber. Auch auf manchen Passstraßen wird es erstmals in diesem Herbst winterlich, zum Beispiel am Brenner, verkündet er am Sonntag, 26. Oktober.

Die Meteorologen der GeoSphere Austria warnen vor unbeständigen und windigen Bedingungen. „Bis Dienstag ziehen immer wieder Störungszonen durch und die Schneefallgrenze sinkt bis Dienstagfrüh wieder knapp unter 1000 Meter“, heißt es. Die Unwetterzentrale UWZ.at meldet: Am Montag mache sich das Frontensystem des Tiefs Klaus bemerkbar. Dieses bringe nasses und teils stürmisches Wetter mit. Wetterbegünstigt präsentiert sich die Alpensüdseite mit etwas Sonnenschein. An der Alpennordseite wird es dagegen stürmisch.

Am Dienstag liegt die Schneefallgrenze anfangs bei 1000 bis 1400 m, steigt aber rasch ins Mittelgebirge an. Dann zieht den Wetter-Experten zufolge bereits die nächste Warmfront auf. Ab Mittwoch beruhige sich das Wetter, ein Hoch naht heran.

Wintersportler in den Alpen dürfen sich freuen – aber Verkehr beeinträchtigt

Doch erstmal sind laut dem Portal schneehoehen.de am Pitztaler Gletscher, in Sölden und am Stubaier Gletscher Schneezuwächse bis über 30 Zentimeter drin. Wintersportbegeisterte dürfte das freuen – auch wenn es die Preise für Tageskarten einmal mehr in sich haben.

Auf der Anreise müssen Reisende allerdings mit erheblichen Einschränkungen im Straßen-, Schienen- und Luftverkehr rechnen. Insbesondere in der Schweiz. Der TCS warnt vor schneebedeckten Fahrbahnen auf wichtigen Routen. Eine Neubeurteilung der Gotthard-Sperrung ist erst für Dienstag vorgesehen. Die Behörden appellieren an alle Verkehrsteilnehmer, die aktuelle Lage genau zu verfolgen und den Anweisungen Folge zu leisten. (Quellen: meteo.ch, UWZ.at, nau.ch, heute.at, schneehoehen.de) (mke)

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