Influnza B

„Untypisch“ – Zweite Grippewelle in dieser Saison hat begonnen

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Es liegt etwas in der Luft: Und nun gibt es auch die Bestätigung. Das RKI erklärt, dass die nächste Grippewelle Deutschland erreicht hat.

München – Fällt es Ihnen auch auf? Die Kollegen sind krank, die Freunde sagen ab, in der U-Bahn und auf der Straße schniefen und husten fast alle Passanten: Klingt eindeutig nach Grippewelle. Und der Schein trügt nicht, wie nun das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Wochenbericht bestätigte.

Influenza: Altersgruppe der Schulkinder hauptsächlich betroffen

Seit dem 5. März zirkulieren demnach bereits Influenza B-Viren. Hauptsächlich betroffen sei die Altersgruppe der Schulkinder. Vor dem Jahreswechsel sei es bereits zu einer frühen Grippewelle gekommen, damals ausgelöst durch Influenzaviren des Subtyps A.

Immunsystem stärken und so Grippe bis Corona vorbeugen – acht einfache Regeln

Frau hält Glas Wasser in der Hand.
Wer ausreichend trinkt, hält die Schleimhäute in Mund und Rachen feucht. Das ist wichtig, weil diese die erste Schutzbarriere des Körpers gegen Viren und Bakterien darstellen. Trocknen die Schleimhäute aus, können Viren leichter andocken und sich einen Weg in den Körper bahnen. Auch das Lutschen von Bonbons hilft dabei, die Schleimhäute feucht zu halten.  © Tanya Yatsenko/Imago
Korb voll mit Gemüse und Obst
Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse sorgt dafür, dass dem Körper wichtige Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zugeführt werden. Es wird vermutet, dass ein Zusammenhang zwischen einem gesunden Darm und einem gesunden Immunsystem besteht, denn ein Großteil der Antikörper produzierenden Zellen befinden sich im Darm, informiert das Portal München Klinik, der Gesundheitsversorger der Stadt München. © Oleksandr Latkun/Imago
Frau krault im Schwimmbad
Auch Bewegung macht uns weniger anfällig für Krankheitserreger. Mitverantwortlich ist die antientzündliche Wirkung von Sport und Bewegung auf unseren Körper. Davon profitiert auch unser Immunsystem, so Professor Karten Krüger von der Justus-Liebig-Universität in Giessen im Interview mit der Krankenkasse BKK Provita. Sein Forschungsgebiet: Die Wirkung von Bewegung auf unser Immunsystem. Ihm zufolge wird man seltener krank und übersteht eine Erkrankung besser, wenn man sich regelmäßig bewegt, gut schläft, sich ausgewogen ernährt und ein gutes Stressmanagement pflegt.  © Imago
Hand, die Weinglas und Zigarette hält
Inhaltsstoffe in Zigarettenrauch und Alkohol blockieren die körpereigene Abwehr und machen uns so anfälliger für Krankheiten. Nach einer durchzechten Nacht kann das Immunsystem Studien zufolge sogar bis zu 24 Stunden lang nicht wie gewohnt arbeiten, so die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Auch Rauchen fördert wie Alkohol Entzündungsprozesse im Körper, was eine erhöhte Anfälligkeit für Atemwegsinfekte zur Folge haben kann. Zudem trocknet Zigarettenrauch die Schleimhäute aus, was deren Abwehrkraft abschwächt.  © macondo/Imago
Frau öffnet das Fenster zum Lüften
Vor allem im Herbst und im Winter sollten Sie regelmäßig lüften. Denn trockene Heizungsluft trocknet die Schleimhäute in Mund und Nase aus. Diese stellen die erste Barriere für Viren und Bakterien dar. Im ausgetrockneten Zustand sind die Schleimhäute weniger widerstandsfähig. © Roman Möbius/Imago
Wanderweg im Bergischen Land nahe der Müngstener Brücke
Bewegung an der frischen Luft stärkt unsere Atemwege. Auch das Immunsystem profitiert, weil über die Haut durch Kontakt mit Sonnenlicht Vitamin D produziert wird. „Es ist wissenschaftlich unstrittig, dass eine ausreichende Vitamin D-Versorgung zur normalen Funktion des Immunsystems beiträgt. Auch zeigen Studien, dass Menschen mit einer unzureichenden Vitamin D-Versorgung ein erhöhtes Risiko für akute Atemwegsinfekte aufweisen und von der Gabe von Vitamin D-Präparaten profitieren können“, heißt es in einem Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung.  © Olaf Döring/Imago
Gestresste Frau im Büro
Stress ist ein wahrer Immunkiller. Durch die Ausschüttung von Stresshormonen verlieren die Immunzellen die Fähigkeit, sich zu vermehren, um Krankheitserreger abzutöten. Auch die Menge an Antikörpern in unserem Speichel verringert sich, so eine Information des Universitätsspitals Zürich.  © Joseffson/Imago
Frau schaltet den Wecker aus
Ausreichend Schlaf zählt zu den Grundpfeilern eines intakten Immunsystems. Wissenschaftler der Universität Tübingen und der Universität Lübeck konnten dem ärztlichen Journal zufolge zeigen, dass bereits nach drei Stunden ohne Schlaf die Funktion der T-Zellen beeinträchtigt war. „T-Zellen zirkulieren ständig im Blutkreislauf und suchen nach Erregern. Die Adhäsion (Anmerkung der Redaktion: bedeutet so viel wie „Haftkraft“) an andere Zellen erlaubt ihnen dabei, im Körper zu wandern und beispielsweise an infizierte Zellen anzudocken, um sie anschließend zu beseitigen“, sagt Erstautor Stoyan Dimitrov.  © Oleksandr Latkun/Imago

Erste Grippewelle des Jahres in den Weihnachtsferien: Sie ebbte schnell wieder ab

Die erste Welle sei über die Weihnachtsferien relativ schnell wieder abgeebbt und führte zunächst zu keiner zweiten Welle. Und auch bei der neuen Grippewelle gibt es Grund zur Hoffnung. Die Influenza-Aktivität steige langsamer und weniger stark an als im Winter. Die Gesamtrate der Erkrankungen befindet sich laut RKI aktuell im mittleren Wertebereich der vorpandemischen Jahre.

Eine weitere Grippe-Welle hat Deutschland erreicht.

Und wie schützt man sich am besten? Das Immunsystem stärken! Nach Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. sollte mindestens fünfmal täglich Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen. Außerdem ist es wichtig, viel zu trinken, denn Schleimhäute im Mund erleichtern Viren und Bakterien die Ausbreitung. Zwei Liter täglich erhöhen die Abwehrkraft, die unser Körper im Kampf gegen Grippe und andere Viren braucht. Zudem wichtig: Viel Bewegung, ausreichend Schlaf, Lüften, Stress vermeiden. All das hilft dem Immunsystem.

Apropos andere Viren: Auch Corona lässt uns noch nicht in Ruhe. So wurde vor Kurzem ein neues Symptom für Long Covid entdeckt: Es ist ein seltenes Phänomen, das den Erkrankten Gesichter nicht mehr erkennen lässt. (cgsc)

Rubriklistenbild: © Lars Zahner/Imago

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