Erneut hohe Temperaturen

Hitzewelle in Deutschland: Hoch „Normen“ bringt bis zu 40 Grad

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Die Hitzewelle in Deutschland war kurz abgeklungen, vorbei ist sie deshalb nicht: Hoch Normen könnte mancherorts erneut für bis zu 40 Grad sorgen.

Berlin – In Deutschland war es nach einigen extrem warmen Tagen und Wochen wieder etwas kühler geworden. Die Hitzewelle in Deutschland ist damit keineswegs beendet: Auch im August könnte es wieder heiß werden – das gilt bereits im Verlauf der ersten Woche des Monats. Der Grund dafür hat einen Namen: „Normen“. Ganz so heiß, wie zuletzt, wird es laut Wettervorhersage in Deutschland wohl nicht – dennoch könnten es an manchen Orten nach der Wetterprognose wieder bis zu 40 Grad werden.

Hitzewelle in Deutschland und Hoch „Normen“: Hitzewelle im August 2022 bringt bis zu 40 Grad

Die Hitzewelle in Deutschland kehrt zurück. Den Grund dafür hat Diplom-Meteorologe Jürgen Schmidt vom Wetterkontor dem Redaktionsnetzwerk Deutschland erklärt: „Hoch ‚Normen‘ bringt warme Luft aus dem Mittelmeerraum zu uns“, so Schmidt über das kommende Wetter in Deutschland. Für Mittwoch und Donnerstag erwartet auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) laut der Wettervorhersage Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke. Frei nach dem Motto: Eine Hitzewelle geht, die nächste kommt. Für die Menschen in Deutschland gilt es dann wieder auf Symptome für Hitzeschläge zu achten – und gegebenenfalls schnell zu reagieren. Auch die Hitzewelle im August 2022 darf nicht unterschätzt werden.

Auch im August könnte es erneut extrem heiß werden – so wie zuletzt hier im niedersächsischen Hannover. (Archivbild)

Mancherorts gibt es im Verlauf des im Laufe des heutigen Dienstags, den 02. August 2022, noch Regen, dann wird jedoch wieder mit Höchsttemperaturen von 28 bis 33 Grad gerechnet. Eine Ausnahme: der Norden. Dort sollen die Höchstwerte zwischen 21 und 26 Grad betragen. Die wärmsten Tage der Woche sollen dann der Mittwoch und Donnerstag sein. Am Mittwoch könnten es zwischen 27 und 36 Grad werden – auch im Norden steigt das Thermometer mancherorts wohl über 30 Grad. Am Donnerstag werden in Deutschland dann Temperaturen zwischen 29 und 39 Grad vorhergesagt. Mehr Hitze schafft auch Risiken: Erst kürzlich hatte Airbus daher einen Militärtransporter zum Löschflugzeug umgerüstet, um der erhöhten Gefahr von Bränden im Zuge der globalen Hitzewellen zu begegnen.

Neue Hitzewelle in Deutschland: Besonders im Südwesten wird es heiß, doch wohl keine Hitzerekorde

Besondere Hitze wird im Zuge der neuen Hitzewelle in Deutschland im Südwesten des Landes erwartet. Der Meteorologe Jürgen Schmidt sagte dem RND: „Im Südwesten entlang des Rheins und der Nebenflüsse kann es am Donnerstag bis an die 40-Grad-Marke herangehen.“ Schmidt hält es sowohl im Südwesten als auch im Osten für möglich, dass Rekordwerte für den Monat August aufgestellt werden könnten. Der Allzeit-Rekord wird hingegen vermutlich nicht gebrochen: Er liegt bei 41,2 Grad.

Hitzewelle in Deutschland, Spanien und anderen Ländern: Es brennt an allen Ecken und Enden

Doch die Hitzewelle trifft nicht nur Deutschland, im Gegenteil: Viele andere Länder hatten zuletzt noch deutlich stärker mit hohen Temperaturen zu kämpfen. In Frankreich, wo die Hitze besonders extrem war, wird der Hochpunkt für diese Woche am Mittwoch erwartet. Wenngleich die Temperaturen nicht so heftig erwartet werden wie im Juli, hatten im Süden Frankreichs Montag noch mehrere Feuer gelodert. Weitere Länder waren ebenfalls von verheerenden Bränden betroffen, Spanien meldete etwa bereits jetzt das verheerendste Waldbrand-Jahr aller Zeiten. Im Vergleich dazu lief die Hitzewelle in Deutschland bisher verhältnismäßig glimpflich ab.

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Selbst in Niedersachsen hatte dennoch zuletzt ein Moor gebrannt, auch ein Waldbrand musste von 200 Feuerwehrleuten gelöscht werden. Die Hitzewelle erhöht die Waldbrandgefahr massiv. In kurzen Abständen aufeinander folgende Hitzewellen stellen die Rettungskräfte weltweit vor schwere Aufgaben. Die nun vorhergesagte Hitzewelle fällt in Deutschland nun wohl milder aus, als die vergangene. Von „mild“ im eigentlichen Sinne kann trotz allem keine Rede sein: Insbesondere für ältere Menschen ist weiterhin Vorsicht geboten.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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