Von Wassermassen überrascht

Hochwasser-Katastrophe in Italien: Feuerwehrmann ertrinkt bei Einsatz in den Fluten

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Die Wetterbedingungen in Europa sind kritisch. In Italien gerieten Autofahrer in Gefahr. Ein Versuch, sie zu retten, endete für einen Feuerwehrmann tragisch.

München – Viele Teile Europas werden derzeit von den Folgen schwerer Unwetterlagen dominiert. Auch Italien blieb von Starkregen und Überflutungen nicht verschont.

Bei einem tragischen Rettungseinsatz verlor am Dienstag (17. September) ein Feuerwehrmann sein Leben während eines Rettungseinsatzes in der Region Apulien. Behördenangaben zufolge wurde der Geländewagen des 59-Jährigen von Wassermassen mitgerissen, woraufhin der Mann ertrank. Der tragische Vorfall ereignete sich nahe der Gemeinde San Severo.

Unwetter in Italien: Feuerwehrmann stirbt bei Rettungseinsatz

Hochwasser in Italien – ein Feuerwehrmann ist bei einem Rettungseinsatz ums Leben gekommen. (Symbolbild)

Er und seine Kollegen waren auf dem Rückweg von einem anderen Einsatz in der Region. Dabei stießen sie auf die Insassen eines liegengebliebenen Fahrzeugs, die von den Wassermassen überrascht wurden. Dies berichtet auch die italienische Zeitung La Gazzetta Del Mezzogiorno. In Österreich war ebenfalls ein Autofahrer in den Wassermassen gefangen. Der 84-Jährige hatte jedoch großes Glück.

Einsatzkräfte entdecken Leiche von Feuerwehrmann hunderte Meter vom Unfallort entfernt

Die Leiche des Feuerwehrmanns wurde etwa 700 Meter vom Unfallort entfernt in einem Kanal entlang einer Staatsstraße zwischen den Gemeinden San Severo und Apricena gefunden. Der Mann, der laut Behörden in einem Monat seinen 60. Geburtstag gefeiert hätte, stand kurz vor dem Ruhestand.

Hochwasser in Österreich, Tschechien und Polen: Bilder zeigen aktuelles Unwetter-Chaos

Hochwasser in Österreich (Foto vom 14. September 2024 aus Braunau am Inn).
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Überflutungen aufgrund des Dauerregens in Neukirchen an der Enknach in Österreich (Foto vom 14. September 2024).
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Schneechaos in Österreich: Auch am Felbertauerntunnel gilt für Autofahrer erhöhte Vorsicht.
Schneechaos in Österreich: Auch am Felbertauerntunnel gilt für Autofahrer erhöhte Vorsicht. © Expa/Johann Groder/dpa
Autos stehen auf der Alp Sardona in der Schweiz auf 1743 Meter über Meer im Calfeisental im Schnee. Der Alpsommer endete mit den Schneefällen früher als üblich (Foto vom 14. September 2024).
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Im polnsichen Kattowitz gleicht eine Autofahrt eher einer Tour über das Meer (Foto vom 14. September 2024).
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Der hohe Wasserstand des Flusses Biala Ladecka im Kurort Ladek-Zdroj im Südwesten Polens (Foto vom 14. September 2024).
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In Prag wird vor einem Restaurant eine Mauer aus Sandsäcken errichtet (Foto vom 13. September 2024).
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So hoch wird das Wasser erwartet: In der tschechischen Hauptstadt Prag laufen die Vorbereitungen auf das Hochwasser (Foto vom 13. September 2024).
So hoch wird das Wasser erwartet: In der tschechischen Hauptstadt Prag laufen die Vorbereitungen auf das Hochwasser (Foto vom 13. September 2024). © Dana Kesnerova / dpa

Derzeit sind schwere Unwetter in vielen Teilen Europas vorherrschend. Davon sind auch weite Teile Italiens betroffen. Besonders heftig leiden derzeit die Regionen Rom und die Toskana, aber auch der Norden des Landes und der Südosten in der Region Apulien sind von Überflutungen nicht verschont geblieben. Zuvor waren vor allem die Regionen Piemont und die Lombardei betroffen. Viele Italien-Urlauber sind ebenfalls mit den Ausmaßen konfrontiert.

Meteorlogen rechnen mit weiteren schwere Regenfällen in Italien

Laut Wetterdienstprognosen wird es in großen Teilen Italiens bis Freitag weitere starke Regenfälle geben. Der Meteorologe Lorenzo Tedici erklärte am Mittwoch: „Wir werden mindestens 48 Stunden lang ein Unwetter erleben, das voll und ganz dem Herbst entspricht. Dieses Jahr sind die sintflutartigen Regenfälle ein wenig zu früh gekommen.“

Die Hochwasserlage bleibt auch in Sachsen, Tschechien und Polen angespannt. Obwohl der Wasserstand in vielen Teilen Österreichs langsam sinkt, sind einige Orte noch immer vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Am Dienstag wurde in eine weitere Person tot aufgefunden – das fünfte Todesopfer aufgrund des aktuellen Unwetters in Österreich.

Zeitweise litt auch der Zugverkehr zwischen München und Wien unter der Wetterlage. In Bayern wurde zudem ein 19-Jähriger von den Fluten mitgerissen. (bk/dpa)

Rubriklistenbild: © Stefano Porta/dpa

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