„Surreale Begegnung“

„Ich dachte, es ist vorbei“: Buckelwal-Baby zieht Surfer metertief unter Wasser

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Ein Surfer ist auf seinem Brett vor Mona Vale unterwegs, als ein Buckelwal aus dem Wasser auftaucht, auf ihm landet und ihn tief ins Wasser zieht. Seine Bodycam filmt die Attacke.

Mona Vale – In den vergangenen Jahren häufen sich Berichte von gefährlichen Orca-Angriffen und von bedrohlichen Begegnungen mit Haien auf offener See. Der australische Surfer Jason Breen macht nun mit einem Meerestier-Zusammentreffen der ganz besonderen Art von sich reden. Er wurde am Mittwochmorgen (25. Oktober) beim Wingfoil-Surfen vor den Northern Beaches von Sydney von einem Buckelwal-Baby kurzerhand vom Brett gefegt. 

Ein Surfer ist vor Mona Vale unterwegs, als ein Buckelwal aus dem Wasser auftaucht, auf ihm landet und ihn tief ins Wasser zieht. Seine Bodycam filmt die Attacke.

„Surreale Begegnung“: Buckelwal-Baby fegt Windsurfer vom Brett

Der 55-jährige Mann aus Newport war vor dem Strand von Mona Vale im Südpazifik unterwegs, als ein Buckelwal aus dem Wasser auftauchte, auf ihm landete und ihn etwa 20 bis 30 Fuß (etwa sechs bis neun Meter) unter die Wasseroberfläche zog. „Auge in Auge mit diesem wunderschönen majestätischen Säugetier zu stehen, war eine surreale Begegnung“, berichtet der erfahrene Sportler. Breen vermutet, der Wal habe sich bei seiner „Attacke“ in der Fuß-Leine des Surfbretts verfangen.

„Ich dachte, es ist vorbei“: Buckelwal-Baby zieht Surfer metertief unter Wasser

Im ersten Moment dachte er nur: „Scheiße, ich wurde gerade von einem Wal angegriffen“, sagt Breen in dem Video, das er später online stellt. „Ich dachte, es ist vorbei, um ehrlich zu sein“, erklärt er. „Ein paar Sekunden lang dachte ich: ‚So ist es, wenn man stirbt.‘“

Was ist Wingfoiling?

Wingfoiling ist eine Wassersportart, die Elemente aus Windsurfen, Kitesurfen und Stand-Up-Paddling (SUP) miteinander kombiniert. Beim Wingfoiling steht der Sportler auf einem kleinen Board, das ähnlich wie ein SUP-Board aussieht. In der Hand hält er einen aufblasbaren Tragflügel, auch Wing genannt. Dieser Wing wird durch den Wind aufgeblasen und fungiert als Segel.

Der Sportler nutzt den Wind, um mit seinem Board über das Wasser zu gleiten. Dabei hält er den Wing in einer Hand und steuert damit sowohl die Richtung als auch den Anstellwinkel des Segels. Die Steuerung erfolgt ähnlich wie beim Windsurfen, jedoch ohne das feste Segel und den Mast.

Durch geschickte Nutzung des Windes und der eigenen Körperbalance kann der Sportler auf dem Wasser gleiten, Kurven fahren und sogar Sprünge ausführen. Wingfoiling erfordert Geschicklichkeit, Balance und Erfahrung im Umgang mit dem Wind.

Surfer wird von Babywal attackiert: Bodycam GoPro zeichnet spektakuläre Begegnung auf

Als er unter dem Wal zappelte, erzählt der 55-jährige, konnte er dessen glatte Haut an seiner eigenen spüren, was ihn zu der Annahme brachte, dass es sich um ein Jungtier handelte. Dann riss sein Beinseil, und er konnte sich zurück an die Oberfläche kämpfen und zu seinem Brett retten. Als er es ans Ufer schafft, trifft er einige Surf-Kameraden und erzählt ihnen, was ihm gerade passiert war.

„Sie sagten nur ‚Ja, klar!‘“ so Breen. „Sie dachten, ich würde eine erfundene Geschichte erzählen, aber dann wurde mir klar, dass meine GoPro alles aufgezeichnet hatte“. Die Aufnahmen seiner Actionkamera gingen viral – und zahlreiche Medien, unter anderem der australische Sender 9news berichteten inzwischen über die spektakuläre Begegnung.

Haie, Quallen, Strömungen: Zehn der gefährlichsten Strände weltweit

Strand auf Fraser Island an der australischen Ostküste
Mit 1.840 Quadratkilometern ist Fraser Island die größte Sandinsel der Welt – und optisch ein Traum. Besucher sollten sich aber in Acht nehmen. Die Strömung an der Ostküste ist tückisch, außerdem sind hier auch Haie, Quallen, Krokodile und tödliche Spinnen beheimatet.  © agefotostock/Imago
Praia de Boa Viagem in Brasilien
Direkt an der brasilianischen Metropole Recife befindet sich der Sandstrand Praia de Boa Viagem. Das klingt doch eigentlich recht praktisch, aber wirklich sicher ist es dort nicht. Im Wasser treiben sich Bullenhaie herum, vor denen auch Schilder am Strand warnen. Einheimische raten oft dazu, sich nur bis zu den Knien ins Wasser zu begeben. Aber auch das hilft manchmal nichts, die Haie nähern sich nämlich bis auf wenige Meter an. Daher ist es in der Vergangenheit schon öfter zu tödlichen Angriffen gekommen. Hinzu kommt, dass die Kriminalitätsrate am Praia de Boa Viagem sehr hoch ist.  © João Carlos Mazella/Imago
Hanakapiai Beach auf Hawaii
Einfach mal die Seele baumeln lassen – dafür klingt Hawaii doch nach dem perfekten Reiseziel. Aber auch hier ist an dem ein oder anderen Strand besondere Vorsicht geboten. Der Hanakapiai Beach auf der Insel Kauai wird von tückischen Strömungen heimgesucht, von denen bereits zahlreiche Menschen ins offene Meer gespült wurden.  © agefotostock/Imago
„Shark Alley“ im südafrikanischen Gansbaai
Im südafrikanischen Gansbaai befindet sich die “Shark Alley”. Der Name ist hier Programm: Der Weiße Hai, der als die gefährlichste Haiart gilt, treibt in dem Gewässer sein Unwesen. Wer besonders mutig ist, kann sich die Raubtiere allerdings von einem Metallkäfig aus ansehen.  © Alberto Carrera/Imago
Cape Tribulation im australischen Bundesstaat Queensland
Cape Tribulation – was übersetzt so viel heißt wie „Kap der Leiden” – ist zwar traumhaft schön, aber auch einer der gefährlichsten Strände Australiens. Besonders in den wärmeren Monaten halten sich im flachen Wasser Quallen auf. Darunter auch die giftige Würfelqualle, deren Gift zu Lähmungen, Atemnot und schließlich zum Tod führen kann. Im nahegelegenen Daintree River treiben sich außerdem riesige Salzwasser-Krokodile herum.  © Panthermedia/Imago
Blick auf den Strand Ajuy auf Fuerteventura.
Der Strand von Ajuy auf Fuerteventura ist aufgrund seines schwarzen Sandes ein beliebtes Ausflugsziel. Ins Wasser sollten Sie sich aber nicht begeben, denn hier herrschen reißende Strömungen. Viele Schwimmer wurden bereits ins Meer hinausgetrieben und sind ertrunken. Stattdessen sollten Sie dem gleichnamigen Fischerdorf einen Besuch abstatten, wo Sie – wer hätte es gedacht – lecker Fisch essen können.  © Frank Fell/Imago
Alter do Chão in Brasilien
Der malerische Flusstrand Alter do Chão in Brasilien wirkt zwar auf den ersten Blick harmlos, doch er sollte nicht unterschätzt werden. Im Wasser treiben sich nämlich Piranhas herum, die für ihre messerscharfen Zähne bekannt sind. Zu ernsthaften Verletzungen kommt es bei einem Aufeinandertreffen laut der Umweltschutzorganisation WWF aber eher selten.  © agefotostock/Imago
Cable Beach in Australien
Der Cable Beach in der Umgebung der australischen Stadt Broome ist für seine Kamelritte bekannt – aber leider nicht nur dafür. Am Strand treiben sich auch giftige Spinnen, Schlangen oder Krokodile herum. Obendrein ist die gefährliche Würfelqualle, deren Gift für Menschen tödlich sein kann, hier unterwegs. Nicht zu vergessen Haie – auch vor denen bleiben Besucher nicht verschont.  © Bjorn Svensson/Imago
Vater und Sohn spazieren am New Smyrna Beach in Florida.
Im US-Bundesstaat Florida kommt es laut der Datenbank “International Shark Attack File” weltweit zu den häufigsten Haiangriffen – auch im Jahr 2022. Zu einem der gefährlichsten Strände zählt der New Smyrna Beach, an dem bereits 250 Vorfälle gemeldet wurden. Trotz der Anwesenheit zahlreicher Raubfische – insbesondere dem Bullenhai – ist der Strand aber noch gut besucht.  © Jim Engelbrecht/Danita Delimont/Imago
Korallen im Bikini-Atoll in Mikronesien.
Wirklich paradiesisch wirkt auch das Bikini-Atoll der Marshallinseln in Mikronesien. Allerdings wurden hier zwischen 1946 und 1958 zu Testzwecken Atombomben von den USA gezündet. In den 60er-Jahren dachte man, die Inseln wären wieder bewohnbar – doch aufgrund der hohen Strahlenwerte geht man mittlerweile davon aus, dass erst ab 2040 wieder Menschen dort leben können. Manche Abschnitte wurden gar für die nächsten 24.000 Jahre zum Sperrgebiet erklärt.  © R. Dirscherl/Imago

Breen selbst sagt, er habe Glück gehabt, dass es nur ein junger Wal war, der ihn vom Brett holte. Wäre es ein erwachsener Wal gewesen, wäre er wohl nicht mehr am Leben, um die Geschichte zu erzählen: „Ich wäre auf keinen Fall hier, ich wäre mit Sicherheit tot“, sagte er. „Das war wirklich ein einmaliges Ereignis.“

Rubriklistenbild: © jasonthejaw/Instagram/Screenshot

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