VonMoritz Bletzingerschließen
Ein schweres Unwetter trifft Irland und den Norden von Großbritannien. Eine Frau stirbt in Wassermassen, ein Mann wird von einem Baum erschlagen.
Brechin – Straßen unter Wasser, Stromausfälle und zwei Tote. Sturm „Babet“ wütet in Großbritannien und Irland. Besonders schlimm traf das Unwetter Schottland am Freitag (20. Oktober). Die Wetterbehörde spricht von „beispiellosen Pegelständen“ in den Flüssen.
Zwei Tote bei Unwetter: Sturm „Babet“ wütete in Schottland
Ein 56-Jähriger wurde nahe der Stadt Forfar in seinem Lieferwagen erschlagen, teilte die Polizei mit. Und in den Highlands erfassten Wassermassen eine 57-Jährige, sie wurde mitgerissen und starb.
Um die Stadt Brechin im Osten des Landes wurden hunderte Häuser und rund 7000 Personen evakuiert. Viele Straßen stehen jetzt unter Wasser. Rettungskräfte berichten, dass die Menschen, die der Evakuierungsaufforderung nicht nachgekommen waren, in ihren Häusern eingeschlossen sind.
Straßen überflutet, Schulen geschlossen: In Schottland herrscht Ausnahmezustand
In der Region Angus bleiben die Schulen geschlossen, in Aberdeenshire finden bis Montag keine Beerdigungen statt. Auch für Samstag gilt weiterhin eine rote Unwetterwarnung.
Im Süden von Irland hat „Babet“ bereits Verwüstung und Überschwemmung hinterlassen. Rund 100 Häuser wurden überflutet, das Militär half bei der Evakuierung. Innerhalb von 24 Stunden fiel so viel Regen wie normalerweise in einem Monat, gab die Regionalverwaltung von Cork an.
Derweil rollt eine Sturmflut auf Deutschland zu. An der Ostseeküste ist der Pegelstand bereits auf über sechs Meter gestiegen, Straßen sind überflutet. Der Höhepunkt wird jedoch erst am Freitagabend erwartet. Und auch Italien sowie Südfrankreich wurden von einem heftigen Unwetter getroffen. (moe mit dpa)
