Islamabad ist die neunt größte Stadt Pakistans. In der Hauptstadt leben rund eine Million Einwohner.
Islamabad ist die neuntgrößte Stadt Pakistans. In ihr leben rund eine Million Menschen, in der Metropolregion sogar rund zwei Millionen. Der Name leitet sich von „Islam“ und „Abad“ ab. Letzteres bedeutet so viel wie „es lebe“. Im Vergleich zu anderen Städten des Landes gilt Islamabad als sauber und grün. Bereits bei ihrer Gestaltung wurde viel Wert auf Grünflächen gelegt. Die Stadt wurde schachbrettförmig angelegt und in Sektoren gegliedert. Jeder Sektor ist vom nächsten durch eine Grünfläche getrennt und kann unabhängig von den anderen bestehen. Die moderne und weitläufige Stadt liegt in der Nähe des Himalajas. Zahlreiche Unternehmen bieten dort Kletter- oder Safaritouren an.
Geographische und klimatische Daten
Islamabad ist auf der Nordhalbkugel der Erde zu finden. Die Hauptstadt liegt am 33. Breiten- und am 73. Längenrad. Der Äquator ist zirka 3.751 Kilometer entfernt. Bis zum Nordpol sind es 6.267 und bis zum Südpol zirka 12.770 Kilometer. Islamabad liegt auf einer Höhe von 579 Meter in der Nähe des Himalajas. Die Metropole erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von 906,5 Quadratkilometer. Das Klima ist gemäßigt warm. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 20,3 Grad Celsius. Zwischen Juni und September herrscht in Islamabad Sommer, wobei es im Juni am wärmsten ist und im Juli der meiste Niederschlag fällt. Im August ist dann die Luftfeuchtigkeit mit 77,35 Prozent am höchsten. Am geringsten ist diese im Mai mit 27,75 Prozent.
Demografische Daten
Islamabad ist die neuntgrößte Stadt Pakistans. Die Metropolregion zählt rund zwei Millionen Einwohner, die Hauptstadt selbst kommt auf rund eine Million Menschen. Die Bevölkerungsdichte beträgt im Hauptstadtterritorium 2.215 Einwohner pro Quadratkilometer (Stand 2017). 95,53 Prozent der Städter sind Moslems und zirka 4.07 Prozent Christen. Urdu ist die am häufigsten gesprochenen Sprache, gefolgt von Englisch. Der Großteil der Bevölkerung (59 Prozent) ist zwischen 15 und 64 Jahre alt. 37 Prozent sind unter 15 Jahre alt. Von ganz Pakistan hat Islamabad die höchste Alphabetisierungsrate. 10 Prozent der städtischen Bevölkerung haben einen Bachelorabschluss und 5,2 Prozent einen Masterabschluss. Die Arbeitslosenrate beträgt 15,7 Prozent.
Geschichte
Von 1947 bis zum Jahr 1958 war Karatschi die Hauptstadt Pakistans. Mit dem Regierungsantritt des Präsidenten Muhammed Ayub Khan im Jahr 1958 gewann jedoch die Konstruktion einer neuen Hauptstadt oberste Priorität. Denn Karachi war das Geschäftszentrum des Landes und für politische Belange ungeeignet.
Es sollte eine Stadt mit besseren, verteidigungstechnischen, logistischen und klimatischen Bedingungen geschaffen werden. Folglich wurde das kleine belanglose Dorf Raj Shahi als neue Hauptstadt gewählt und als Islamabad bezeichnet. Der Name leitet sich von „Islam“ und „Abad“ ab. Letzteres bedeutet so viel wie „es lebe“. Im Jahr 1960 wurde mit den Arbeiten an Islamabad begonnen. Die Grundlage dafür bildeten die Pläne von Konstantinos A. Doxiadis.
Die Stadt wurde schachbrettförmig angelegt und in mehrere Sektoren unterteilt, welche wiederum in Sub-Sektoren gegliedert wurden. Bei der Gestaltung legte man viel Wert auf Parkanlagen und grüne Zonen. Es wurden auch drei künstliche Seen angelegt. Dadurch wurde das örtliche Klima noch etwas ausgeglichener. Wegen finanzieller Probleme ging der Bau jedoch nur langsam voran.
Politik und Verwaltung
Insgesamt gliedert sich Islamabad in fünf Zonen auf: Zone I, Zone II, Zone III, Zone IV und Zone V: Die Zone IV ist die größte unter ihnen. Die Zone I und die Zone II sind als Stadtentwicklungszonen ausgewiesen. Dort liegen die Wohngebiete, wobei Zone I die bessere Wohngegend ist und in der Zone II die ärmere Bevölkerung wohnt. Der Großteil der Regierungsgebäude befindet sich in der Zone IV.
Die Zonen I und II sind weiter in Sektoren unterteilt. Jeder Sektor tragt eine Art Suchindex als Namen. Der Suchindex besteht aus einem Buchstaben und einer Zahl, wobei die Buchstaben von Nord nach Süd und die Zahlen von Ost nach West ansteigen. Jeder Sektor ist zirka vier Quadratkilometer groß und durch einen Park vom nächsten Sektor abgegrenzt. In jedem Sektor befinden sich bestimmte Einrichtungen, wie zum Beispiel eine Moschee oder ein Einkaufsgebiet. Die Sektoren sind so aufgebaut, dass sie unabhängig voneinander bestehen können.
Das Wirtschafts- und Geschäftszentrum der Stadt ist unter dem Namen „Blue Area“ bekannt. Das Geschäftsviertel erhielt seinen Namen, weil es auf den originalen Stadtplänen blau gekennzeichnet war. Dieses Gebiet erstreckt sich entlang der Jinnah Avenue. Sie wurde nach dem Gründer Pakistans benannt. Die Straße führt zu den wichtigsten Regierungsgebäuden. Dazu zählen der Oberste Gerichtshof, viele Botschaften, das Parlament und der Sitz des Präsidenten. Das Regierungs- und Botschaftsviertel ist durch zahlreiche bewaffnete Check-Points zur Fahrzeug- und Personenkontrolle gekennzeichnet.
Islamabad wird von dem Bürgermeister regiert. Neben ihm werden noch drei weitere stellvertretende Bürgermeister in das Amt gewählt. Dem Bürgermeister obliegt die Leitung der Metropolitan Corporation Islamabad (MCI), deren Exekutive aus 77 gewählten Beamten besteht. Zudem ist er der Vorsitzende der Capital Development Authority (CDA). Sie ist für die Nachlassverwaltung, die Branchenentwicklung und die Projektdurchführung verantwortlich.
Sehenswürdigkeiten und Attraktionen
Im Vergleich zu anderen Städten des Landes gilt Islamabad als sehr sauber. Bekannt ist die junge Hauptstadt auch für ihre zahlreichen Parkanlagen und grünen Oasen. Dazu zählen insbesondere die Margalla und die Shakarparian Hills. Es gibt viele Unternehmen, die Kletter- oder Safari-Touren anbieten. Die Lage der Metropole in der Nähe des Himalayas erweist sich hier als vorteilhaft. Das Outdoor-Angebot, aber auch die zahlreichen Parkanlagen und Gärten sowie die traditionellen Märkte der Stadt ziehen zahlreiche Touristen aus aller Welt an. Zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten zählen:
- Faisal-Moschee
- Pakistan Monument
- Margalla Hügel
- Daman-e-Koh
Das Wahrzeichen Islamabads ist die Faisal-Moschee. Sie ist eines der berühmtesten Gebäude der Metropole und liegt im Nordwesten der Hauptstadt. Die Moschee umfasst 5.000 Quadratkilometer, biete Platz für 300.000 Menschen und ihre vier Minaretten erreichen eine Höhe von 90 Meter. Damit ist sie die größte Moschee in Südasien und die fünftgrößte der Welt. Mit ihrer Größe und den Goldverzierungen sticht sie deutlich hervor und ist in Islamabad von überall aus sichtbar. Das moderne Gebäude wurde 1986 fertiggestellt. Der Vorschlag für ihren Bau kam von dem saudi-arabischen König Faisal ibn Abd al-Aziz. Nach ihm ist die Moschee auch benannt. Die Kosten übernahm die saudi-arabische Regierung und belaufen sich auf 130 Millionen. Der arabische König selbst war an der Finanzierung beteiligt.
Das pakistanische Denkmal ist das Nationaldenkmal Pakistan und steht ebenfalls in Islamabad. Es liegt in den westlichen Shakarparian Hills und symbolisiert die nationale Einheit. Das Denkmal ähnelt den Blütenblättern einer blühenden Blume. Die Idee dazu stammte von Arif Masoud. Die Kosten des Bauprojektes betrugen 600 Millionen pakistanische Rupien. Der Denkmalkomplex erstreckt sich über 2,8 Hektar. Er beinhaltet auch ein Wachsmuseum und wird gerne für Picknicks genutzt.
Bei den Margalla Hügeln handelt es sich um einen Nationalpark und ein beliebtes Wandergebiet. Sie sind die ersten Ausläufer des Himalaya Gebirges. Der Park wurde 1980 gegründet und ist der drittgrößte Nationalpark in Pakistan. Er erstreckt sich auf einer Fläche von 173,9 Quadratkilometer. In ihm wächst ein himalayischer, immergrüner Wald, welcher einer der letzten auf der Welt ist. Mitten in den Margalla Hills befindet sich der Garten und Aussichtspunkt Daman-e-Koh. Er ist ein beliebtes Ziel der Stadtbewohner als auch der Touristen. Von ihm aus hat man einen Panoramablick auf Islamabad. Es sind auch Teleskope installiert. Wild umherlaufende Affen sind dort ein häufiger Anblick.