VonKarolin Schaeferschließen
Heftige Regenfälle verwandelten Straßen in Flüsse: In Italien waren Feuerwehr und Polizei wegen Unwettern im Dauereinsatz. Jetzt stehen die Aufräumarbeiten an.
Update vom 12. September, 8.14 Uhr: Nach Tagen hat sich das Unwetter in Italien gelegt. Der Zivilschutz hat für Freitag (12. September) alle Warnungen des Landes aufgehoben. Laut rainews.it soll es aber nach wie vor regnen, besonders im Norden des Landes. Gewitter und Schauer ziehen von der Lombardei und Triveneto über Ligurien sowie Emilia-Romagna und Piemont.
Auch auf der Urlaubsinsel Sardinen sowie in Mittelitalien ist zeitweise noch mit Regen zu rechnen. Die Intensität der Niederschläge wird jedoch deutlich geringer ausfallen als in den vergangenen Tagen. Vielmehr sind die vom Unwetter betroffenen Regionen jetzt mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.
Unwetter in Italien lassen allmählich nach
Update vom 11. September, 19.45 Uhr: Bereits 24 Stunden nach den schweren Überschwemmungen präsentiert sich der Adriabadeort Bibione fast wieder vollständig in gewohntem Glanz. Durch den gemeinsamen Kraftakt von Rettungskräften, Behörden und Bürgern – einschließlich zahlreicher Urlauber, die spontan beim Aufräumen halfen – gelang es, die Tourismusinfrastruktur in Rekordzeit wiederherzustellen.
In den frühen Morgenstunden um 5 Uhr rückten Aufräumteams mit Scheinwerfern aus, um bei Dunkelheit die Strandbereiche von Schlamm und Unrat zu befreien. Inzwischen können Badegäste wieder vier Fünftel der Strandabschnitte nutzen und haben ihre Plätze unter den Sonnenschirmen zurückerobert.
Unwetter-Chaos in Italien: Wassermassen überfluten Urlaubsregionen – Dramatische Bilder




Update vom 11. September, 9.39 Uhr: Auch am Donnerstag (11. September) ist die Gefahr noch nicht gebannt. Besonders im Süden des Landes warnt der Zivilschutz beim Onlinedienst X noch vor Unwetterwarnstufe gelb. In Kampanien gilt sogar Warnstufe Orange. Angesichts dessen sind die Friedhöfe in Neapel geschlossen, teilte Bürgermeister Gaetano Manfredi mit.
Nach Angaben der Feuerwehr gab es allein in der Nacht zu Donnerstag 150 Einsätze in der Lombardei. Die Feuerwehr musste vor allem wegen Überschwemmungen, Erdrutschen, umstürzenden Bäumen und der Rettung von eingeschlossenen Personen ausrücken.
Hunderte Einsätze gab es auch zwischen Udine und Gorizia. Besonders betroffen war der Badeort Lignano Sabbiadoro. Dort wurde ein Campingplatz überflutet. Hunderte Urlauber waren zuvor evakuiert worden. Auf Videos in den sozialen Medien war zudem zu sehen, wie sich Straßen in Alcamo auf der Urlaubsinsel Sizilien durch die Starkregenfälle in reißende Flüsse verwandelten. Gebäude standen unter Wasser.
Un violento nubifragio ha interessato Alcamo in provincia di Trapani nella tarda serata di ieri. Il video mostra la furia delle acque mentre scende lungo una strada trascinando con sè anche delle auto parcheggiate.
— 3B Meteo (@3BMeteo) September 11, 2025
La perturbazione che ha interessato il Centro Nord Italia si sta… pic.twitter.com/jP12oEV5XW
Regionalpräsident ruft Notstand während Unwetter in Italien aus
Update vom 10. September, 16.38 Uhr: Angesichts des schweren Unwetters in Italien hat Luca Zaia, Regionalpräsident von Venetien, den „regionalen Notstand“ ausgerufen. Besonders die Gegend um Bibione sei betroffen. Laut rainews.it soll Straßen teilweise 30 Zentimeter unter Wasser stehen. In viele Gebäude seien die Wassermassen bereits eingedrungen.
Derweil gilt in Mailand die Unwetterwarnstufe Gelb – vorerst noch bis Mitternacht. Durch die starken Regenfälle drohen die Flüsse Lambro und Seveso über die Ufer zu treten. Auch in der Lagunenstadt Venedig wird Hochwasser erwartet. Das Gezeitenzentrum prognostizierte für Donnerstagmittag (11. September) einen Pegelstand von 105 Zentimetern.
2300 Camping-Urlauber während Unwetter in Italien evakuiert
Update vom 10. September, 13.19 Uhr: Das Unwetter tobt nach wie vor in Italien. Wie rainews berichtet, wurde sicherheitshalber ein Campingplatz in Lignano Sabbiadoro mit rund 2.300 Urlaubern evakuiert. Die Gäste wurden in anderen Einrichtungen untergebracht.
Auch in der Lagunenstadt Venedig sind die Einsatzkräfte seit den frühen Morgenstunden im Dauereinsatz. Gebäude seien vollgelaufen. Wie der Bürgermeister der Stadt, Luigi Brugnaro, bei X mitteilt, wurde das Hochwasserschutzsystem aktiviert. Dagegen wurde in Teilen von Kampanien die Unwetterwarnstufe auf Orange erhöht. Diese gilt unter anderem rund um Neapel, das Vesuv-Gebiet und die Sorrent-Amalfiküste. Es drohen stellenweise Überschwemmungen sowie Erdrutsche.
Unwetter in Italien: Wassermassen fluten ganze Straßen
Erstmeldung: Portoferraio – Nicht nur in Deutschland wüteten schwere Unwetter, auch in Italien wurden von Starkregenfällen heimgesucht. Vor allem die Toskana in Mittelitalien und die Urlaubsinsel Elba wurden schwer getroffen. Straßenzüge wurden durch die Wassermassen regelrecht in reißende Flüsse verwandelt.
Feuerwehr und Polizei waren besonders in Portoferraio, dem Hauptort der Mittelmeerinsel, im Dauereinsatz. Das teilte der toskanische Präsident Eugenio Giani am Dienstag (9. September) bei Facebook mit. Die Wassermassen überfluteten das historische Zentrum zwischen Via Carducci und Piazza Cavour sowie das Industriegebiet, Autos blieben liegen.
Unwetter mit Überschwemmungen in Italien: Einsatzkräfte im Dauereinsatz
Wie rainews.it berichtet, kam es zu einem Erdrutsch bei Forno, wodurch rund 200 Menschen zeitweise von der Außenwelt abgeschnitten waren. Aufgrund des heftigen Unwetters fielen am Dienstagnachmittag auch Telefonverbindungen aus. Für die Einheimischen und Urlauber ist das jedoch kein neues Szenario – erst am 20. und 22. August hatte es auf der beliebten Ferieninsel Überschwemmungen gegeben.
Allein die Feuerwehr musste in den vergangenen 24 Stunden zu 280 Einsätzen ausrücken – betroffen waren die Regionen Latium, Ligurien, Toskana und die Lombardei. Auch in Rom waren rund 100 Einsätze nötig. Die Einsatzkräfte berichteten dort vor allem von umgestürzten Bäumen und vollgelaufenen Kellern.
Italien-Unwetter: Feuerwehr muss 19 Menschen wegen Überschwemmungen retten
Zeitgleich zogen heftige Unwetter über Norditalien hinweg. Mehrere Bäche traten über die Ufer, und es kam zu kleineren Erdrutschen. Nach Angaben der Feuerwehr mussten 19 Personen aus überfluteten Gebäuden in der Nähe des beliebten Comer Sees in Sicherheit gebracht werden. Auch in der Stadt Como selbst kam es zu Überschwemmungen.
Entwarnung gibt es jedoch noch nicht in Italien: Der Wetterdienst ilmeteo warnt auch für Mittwoch (10. September) erneut vor Unwettern. Besonders der Norden und die Mitte sollen von heftigen Regenfällen und Gewittern betroffen sein. In der Toskana bleibt die Alarmstufe Orange bestehen – Überschwemmungen sind somit weiterhin nicht auszuschließen. Erst am Abend wird mit einer allmählichen Wetter-Beruhigung gerechnet. Auch über Kroatien preschte bereits ein gefährliches Unwetter-Phänomen. (kas)
Rubriklistenbild: © Vigili del Fuoco; Screenshot/X

