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Ein neues Gesetz soll im italienischen Fischerdorf Portofino Touristen, die rücksichtslos Fotos und Selfies machen, mit saftigen Strafen Einhalt gebieten.
Portofino – Im Schatten vieler Probleme in Italien wäre ein neues Gesetz, das bereits am Osterwochenende in Kraft trat, beinahe untergegangen. Nachdem hohe Bußgelder für das sogenannte „Bruschetta-Gesetz“ für falsche Aussprache in ganz Europa für Kopfschütteln gesorgt haben und Ministerpräsidentin Georgia Meloni aufgrund hoher Flüchtlingszahlen nach Ostern in Italien den Notstand ausgerufen hat, will der beliebte Touristen-Hotspot Portofino dem Selfie-Wahnsinn Einhalt gebieten.
Allen voran steht Matteo Viacava. Der Bürgermeister des italienischen Fischerdorfes hat genug von den Selfie-Jägern, die ihr Instagram-Profil mit einem Schnappschuss aufpolieren wollen. Deshalb werden nun Regeln an und um die beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Portofino eingeführt, wie die BBC berichtet. Ganz so drastisch, wie in einer anderen beliebt Urlaubsregion fallen diese allerdings nicht aus. Schließlich wurde in Südtirol der Stopp für Urlauber verhängt.
„Anarchisches Chaos“: Portofino geht gegen Selfie-Wahnsinn vor – Italien-Touristen drohen hohe Bußgelder
Die Gründe für die drakonischen Bußgelder sind, dass viele der Selfie-jagenden Touristen, einfach anhalten, um ihre Fotos zu machen, dabei aber keine Rücksicht auf den Verkehr nehmen. Das Resultat sind Staus, blockierte Straßen und Gehwege. Ein Zustand, den der Matteo Viacava nicht mehr hinnehmen will. Laut BBC bezeichnet der Bürgermeister des vielleicht berühmtesten Fischerdorfes in Italien die Zustände durch den Selfie-Wahnsinn als „anarchisches Chaos“.
Seit dem Osterwochenende zieht das Dorf Konsequenzen und bittet Italien-Touristen, die sich nicht an die neuen Regeln halten, ordentlich zur Kasse. Bis zu 250 Euro werden für Touristen fällig, wenn sie anhalten, Fotos machen und keine Rücksicht auf den Verkehr nehmen oder Gehwege willentlich blockieren. Die neuen Regeln gelten während der touristischen Hochsaison in Italien von Ostern bis Oktober.
Portofino erhebt Bußgelder für Selfies: Anlaufstelle für berühmte Stars
Ob die Bußgelder Wirkung zeigen und den Selfie-Wahnsinn in Portofino eindämmen, ist bisher nicht bekannt. Als sicher gilt allerdings, dass das italienische Fischerdorf auch weiterhin eine beliebte Anlaufstelle ebenso für Touristen oder Stars bleibt. Besonders, wenn man sich die bedenkliche Wasserknappheit am Gardasee anschaut.
Jährlich zieht das Fischerdorf die prominente Elite an. Erst im Sommer 2022 feierten Kourtney Kardashian und Travis Barker ihre Hochzeit in Portofino. Im Laufe der Jahre ist der Anblick von internationalen Stars wie Lana Del Rey, Rihanna, das Ehepaar Michael Douglas und Catherine Zeta Jones, Jennifer Lopez oder Oprah Winfrey keine Seltenheit in den Straßen von Portofino.
