Schwere Unwetter

Norditalien: Video zeigt, wie sie sich noch aneinander klammerten – Drei junge Menschen von Flut mitgerissen

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In Norditalien sind drei junge Menschen von Strömungen mitgerissen worden. Trotz anhaltendem Unwetter läuft die Suche nach den Vermissten auf Hochtouren.

Premaraiacco – Unwetter und Starkregen sorgen in Norditalien weiterhin für chaotische Zustände. Während extremer Hagel unter anderem Turin heimsucht, blieb auch die Region Friaul-Julisch Venetien nicht von heftigen Niederschlägen verschont. Nach einem Hochwasser am Fluss Natisone werden nun drei junge Menschen vermisst – ein Video zeigt dramatische Szenen.

Unwetter in Norditalien: Junge Menschen geben sich in Strömung Halt

Aufgrund der großen Niederschlagsmengen stieg der Wasserspiegel des Flusses Natisone in Italien am Freitag (31. Mai) binnen weniger Minuten immens an. Drei junge Menschen suchten deshalb Schutz auf einer Insel. Von dort aus setzten sie einen Notruf bei den Rettungskräften in Premariacco, rund 12 Kilometer östlich der Stadt Udine, ab. Darüber berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur Ansa. Ein Video im Netz zeigt, wie sich zwei Frauen und ein Mann fest umklammern. Das Wasser reicht ihnen bereits bis zu den Knien. Es scheint, als würden sie versuchen, sich in der starken Strömung Halt zu geben.

Die italienische Feuerwehr sucht im Fluss Natisone nach den drei Vermissten. Zuvor hatten die Rettungskräfte versucht, die jungen Menschen mit Seilen zu retten.

Drei Menschen von Wasserflut mitgerissen – Suche läuft nach Drama in Norditalien weiter

Als die Rettungskräfte jedoch vor Ort ankommen und versuchen, die jungen Menschen mit einem Kran und Seilen aus dem Unwetter zu befreien, nimmt das Drama seinen Lauf. Die drei Menschen verlieren den Halt und werden von den Wassermassen mitgerissen, bevor einer von ihnen das Seil greifen kann. Die Rettungskräfte in Norditalien verlieren die jungen Erwachsenen, die laut Ansa zwischen 17 und 25 Jahre alt geschätzt werden, aus den Augen.

Auch der Bürgermeister der norditalienischen Gemeinde Premariacco scheint das Geschehen zu verfolgen und schreibt auf Facebook, es gebe zwei Hubschrauber, die das Gebiet nach den drei Vermissten absuchen. „Außerdem gibt es Taucher. Es gibt auch ein Feuerwehrboot, das versucht, den Fluss hinaufzufahren“, schreibt der Bürgermeister weiter. Jedoch betont er: Leider steige der Wasserspiegel weiter an. Auch er bezieht sich auf das Video, das „einem das Herz zerreißt“. Zuletzt sorgte ein Unwetter-Video aus Mailand für Aufsehen.

Unwetter in Norditalien sorgt in mehreren Urlaubsregionen für Chaos

Wer die drei Vermissten sind, ist bislang noch nicht klar. Bislang wird vermutet, dass die Gruppe zu Fuß in das Naturgebiet gewandert sein könnte. In der Gegend sei außerdem ein Auto mit rumänischem Kennzeichen gefunden worden, das womöglich den Vermissten gehören könnte.

Überflutungen, Erdrutsche, gesperrte Straßen: Die Bilder des Unwetter-Chaos in Deutschland

Starkregen überflutete auch die Saarbrücker Flughafenstraße.
Starkregen überflutete auch die Saarbrücker Flughafenstraße.  © IMAGO/BeckerBredel
Ein Hangrutsch hat die Fahrbahn der L 108 zwischen St. Ingbert und Heckendalheim massiv unterspült. Die Strecke wird tagelang gesperrt sein.
imago0477927164h.jpg © IMAGO/BeckerBredel
Wassermassen strömen durch die Innenstadt von Saarbrücken und sorgen für komplettes ,,Land unter“.
Wassermassen strömen durch die Innenstadt von Saarbrücken und sorgen für komplettes ,,Land unter“. © IMAGO/EinsatzReport24
Ein überflutetes Auto nach dem Dauerregen in Saarbrücken im Saarland.
Ein überflutetes Auto nach dem Dauerregen in Saarbrücken im Saarland. © IMAGO/Fabian Kleer
Treppe ins Nass: Starker Dauerregen sorgte am Freitag (17.05.2024) dafür, dass viele Straßen im Saarland gesperrt wurden.
Treppe ins Nass: Starker Dauerregen sorgte am Freitag (17.05.2024) dafür, dass viele Straßen im Saarland gesperrt wurden. © IMAGO/Fabian Kleer
Überflutete Straßen in Saarbrücken.
Überflutete Straßen in Saarbrücken. © IMAGO/Fabian Kleer
Flutdrama im Saarland: In Fischbach-Camphausen wurde Katastrophenalarm ausgelöst, die Gemeinden stehen wortwörtlich unter Wasser.
Flutdrama im Saarland: In Fischbach-Camphausen wurde Katastrophenalarm ausgelöst, die Gemeinden stehen wortwörtlich unter Wasser. © Bernd März/Imago
Feuerwehr und Polizei im Dauereinsatz: Hier kämpft sich ein Streifenwagen durch die überflutete Fischbachstraße in Saarbrücken.
Feuerwehr und Polizei im Dauereinsatz: Hier kämpft sich ein Streifenwagen durch die überflutete Fischbachstraße in Saarbrücken. © Harald Tittel/picture alliance/dpa
Schlauchboote liegen bereit an der Absperrung der Polizei in der Fischbachstrasse in Saarbrücken.
Schlauchboote liegen bereit an der Absperrung der Polizei in der Fischbachstraße in Saarbrücken. © Harald Tittel/picture alliance/dpa
Anwohner wurden aufgerufen, Wertgegenstände möglichst in höhere Stockwerke zu bringen: Innenhöfe und Keller sind größtenteils ohnehin überflutet.
Anwohner wurden aufgerufen, Wertgegenstände möglichst in höhere Stockwerke zu bringen: Innenhöfe und Keller sind größtenteils ohnehin überflutet. © Harald Tittel/picture alliance/dpa
Auch in der Landeshauptstadt Saarbrücken ist die Lage kritisch: „Land unter“ in der Innenstadt, mehrere Gebäude wurden evakuiert.
In der Landeshauptstadt Saarbrücken ist die Lage kritisch: „Land unter“ in der Innenstadt, mehrere Gebäude wurden evakuiert. © EinsatzReport24/Imago
Nur in Gummistiefeln geht es in Saarbrücken auf die Straße: Der DWD warnt allerdings vor Aufenthalt im Freien.
Nur in Gummistiefeln geht es in Saarbrücken auf die Straße: Der DWD warnt allerdings vor Aufenthalt im Freien. © Harald Tittel/picture alliance/dpa
Wasser schießt durch Sasbachwalden im Nordschwarzwald: Die Flussufern halten dem Dauerregen nicht Stand.
Wasser schießt durch Sasbachwalden im Nordschwarzwald: Die Flussufern halten dem Dauerregen nicht Stand. © Bonny Kornmeier / EinsatzReport2/Imago
Etliche Straßen sind wegen des massiven Dauerregens unbefahrbar: Hier die Saarbrücker Stadtautobahn A620.
Etliche Straßen sind wegen des massiven Dauerregens unbefahrbar: Hier die Saarbrücker Stadtautobahn A620. © Harald Tittel/picture alliance/dpa

Das Unwetter in Norditalien hat auch andere Regionen stark getroffen. So etwa den bei Deutschen beliebten Badeort Bibione. Dort sorgte der starke Niederschlag für starke Überschwemmungen im Stadtzentrum, auch Parkplätze wurden überflutet. Wie das italienische Portal la Rebubblica mitteilt, sei das Wasser am Freitagmorgen 40 Zentimeter hoch gestanden. Auch im Urlaubsort Lignano seien in der Nacht von Donnerstag auf Freitag rund 40 Notrufe wegen Überschwemmungen eingegangen. Nicht nur in Italien startet der Juni mit Unwetter: Auch in Deutschland droht ein verregnetes Wochenende – in Teilen Bayerns hat der Wetterdienst bereits die Alarmstufe Rot gemeldet. (nbe)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Vigili Del Fuoco & Screenshot Youtube @Nordest24

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