VonHannes Niemeyerschließen
Kosten-Schock in Österreich: Die Skigebiete ziehen ihre Preise saftig an. Nahezu überall wird es teurer. Eine Tabelle zeigt, welche Kosten anfallen.
München – Dass Skifahren kein von Grund auf günstiges Vergnügen ist, ist bekannt. Ausrüstung leihen oder kaufen, Unterkunft, Skipass: Das alles geht schnell ins Geld. Und die steigenden Energiepreise für Lifte, Schneekanonen und ähnliches, auch getrieben durch das Klima und den ausbleibenden Schnee, machen auch vor den Gebieten in Österreich nicht Halt. Die Folge für Wintersport-Fans: Wer in der anstehenden Saison seinen Skiurlaub im Nachbarland plant, der muss sich darauf einstellen, noch tiefer als bisher in die Tasche greifen zu müssen.
Skiurlaub in Österreich wird in der kommenden Wintersaison erneut spürbar teurer. Die Preise für Liftkarten steigen kräftig - durchschnittlich zwischen sieben und zehn Prozent, wie die Nachrichtenagentur APA am Sonntag berichtete. „Die Energiepreise sind eine Katastrophe für uns“, sagt etwa Werner Frießer, Geschäftsführer der Axamer Lizum in Tirol der Presseagentur. Statt früher 360.000 Euro würden mittlerweile Zahlungen von über einer Million anfallen. Zinsen für getätigte Investitionen würden das Problem nur noch verstärken.
Ski-Saison 2023: Österreichische Betreiber ziehen die Preise an – Arlberg in Tirol mit größtem Anstieg
Am heftigsten fällt der Preisanstieg demnach am Arlberg in Tirol aus. Dort kostet die Tageskarte 75 Euro, das sind 12 Prozent mehr als in der vergangenen Saison. Der Preiseinstieg sei angepasst an die Inflation und die „spezifischen Kosten“, wie Prokurist Arthur Moser gegenüber der APA angab. Er bezeichnete den Preissprung außerdem als „absolut stimmig“. In den Gebieten von Ski amadé, dem größten Salzburger Skiverbund fällt die Tageskarte in den meisten Gebieten mit 73,50 Euro ins Gewicht, andere bekannte Skigebiete wie Sölden (73 Euro), die Zillertal-Arena (72,50 Euro) oder Kitzbühel (72 Euro) und Ischgl (72 Euro, Wochenskipass für 387 Euro) folgen.
Die Preissteigerungen machen auch vor den Wochenkarten nicht Halt. Die „Alpin-Card“ für die Gebiete Saalbach-Hinterglemm, Leogang, Fieberbrunn, Schmittenhöhe und Kitzsteinhorn steigt im Preis etwa auf 409 Euro, in den Gebieten von Ski amadé liegt sie bei 413 Euro. Bereits im Vorjahr waren die Seilbahnpreise durchschnittlich um acht Prozent gestiegen. Eine Besonderheit gibt es aber doch: Am Gaberl bleibt es nämlich 2023 gleich teuer. Genau wie im vergangenen Jahr kostet der Tagesskipass hier 33 Euro. „Wir haben nicht erhöht, weil wir wollen die Preisspirale nicht mitmachen“, sagte Betreiber Thomas Gauss der APA.
Tabelle zeigt Ski-Preise: So viel kostet der Tagesskipass in den Gebieten in Österreich 2023
| Skigebiet | Preis 2023 |
| Arlberger Bergbahnen | 75 Euro (Vorjahr: 67 Euro) |
| Gastein | 73,90 Euro (Vorjahr: 68,50 Euro) |
| Salzburger Sportwelt | 73,50 Euro (Vorjahr: 68,50 Euro) |
| Schladming-Dachstein | 73,50 Euro (Vorjahr: 68,50 Euro) |
| Hochkönig | 73,50 Euro (Vorjahr: 68,50 Euro) |
| Großarltal | 73,50 Euro (Vorjahr: 68,50 Euro) |
| Sölden | 73 Euro (Vorjahr: 68 Euro) |
| Zillertal Arena | 72,50 Euro (Vorjahr: 65 Euro) |
| Mountopolis Mayrhofen | 72,50 Euro (Vorjahr: 65 Euro) |
| Alpin Card (Saalbach-Hinterglemm/Leogang/Fieberbrunn, Schmittenhöhe und Kitzsteinhorn) | 72 Euro (Vorjahr: 66 Euro) |
| Kitzbühel | 72 Euro (Vorjahr: 65 Euro) |
| Ischgl | 72 Euro (Vorjahr: 67 Euro) |
| Damüls-Mellau | 66 Euro (Vorjahr: 61 Euro) |
| Dachstein-West | 64 Euro |
| Kreischberg | 62 Euro |
| Nassfeld | 62 Euro |
| Bad Kleinkirchheim | 62 Euro |
| Mölltaler Gletscher | 62 Euro |
| Katschberg | 60,50 Euro |
| Obertauern | 59 Euro |
| Hinterstoder | 59 Euro |
| Großglockner-Heiligenblut | 56,50 Euro |
| Wurzeralm | 56 Euro |
| Axamer Lizum | 55 Euro |
| Lachtal | 55 Euro |
| Goldeck | 51 Euro |
| Petzen | 45,50 Euro |
| Klippitztörl | 43 Euro |
| Gaberl | 33 Euro (Vorjahr: 33 Euro) |
Wer trotz der Preissteigerungen sparen will, sollte sich aber vorab informieren. In einigen Gebieten sind die Wochenkarten bereits günstiger im Vorverkauf zu erwerben. Ein ähnlicher Blick lohnt sich auch bei den Tageskarten, manche Betreiber bieten diese online günstiger an, als an der Tageskasse. (han/mit dpa-Material)
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