Kroatien treibt Mega-Projekt für 55 Millionen Euro voran – Tausende Urlauber dürfen sich freuen
VonPatrick Mayer
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Kroatien lässt in einer Urlaubsregion Bahnstrecken für viel Geld sanieren. Gleise und Bahnhöfe stammen teils aus Zeiten der österreichisch-ungarischen Monarchie.
Pula – Malerische Orte wie Rovinj und Opatija in Istrien gelten als Hotspots für den Urlaub in Kroatien, während etwa das Weindorf Vrbnik auf der Insel Krk noch ein Geheimtipp ist. Millionen Touristinnen und Touristen reisen jedes Jahr an, insbesondere aus Deutschland, Österreich und Slowenien.
Urlaub in Kroatien: In Istrien werden viele Kilometer Eisenbahnstrecke erneuert
Umag, Novigrad, Porec, Pula und Rabac: Die Liste der beliebten Adria-Urlaubsziele in Istrien ist lang. Die Regierung in Zagreb hat kürzlich ein erhebliches infrastrukturelles Projekt in der gleichnamigen Gespanschaft Istrien angestoßen. Es geht um die Eisenbahn, deren Strecken und Bahnhöfe teils noch aus dem 19. Jahrhundert stammen, als Kroatien Teil der österreichisch-ungarischen Monarchie war und von Wien aus bestimmt wurde.
50 Kilometer werden auf der Strecke Divača-Pula von der slowenischen Grenze bis zum Dorf Sveti Petar u Šumi erneuert, das im Landesinneren etwa 18 Kilometer östlich von Porec liegt. Kostenpunkt der baulichen Großmaßnahme: kalkuliert 55 Millionen Euro.
Viele Zugstrecken auf der kroatischen Halbinsel Istrien sind teils sehr veraltet. Hier ist die alte Eisenbahnbrücke bei Parenzana zu sehen, die heute nur noch als Fahrradweg genutzt wird.
Urlaubsregion Istrien: Kroatien plant Erneuerung der Bahnstrecke nach Pula
Wie die Kleine Zeitung aus Österreich schreibt, sollen die Arbeiten drei Jahre dauern. Das große österreichische Bauunternehmen Strabag übernimmt die Sanierung des Streckenabschnittes, der noch aus Zeiten der Habsburgermonarchie stammt. Kroatien investiert dem Bericht zufolge derzeit 1,5 Milliarden Euro in die Erneuerung und in den Ausbau seines veralteten Bahnnetzes. Die Gelder kommen demnach größtenteils aus Fördertöpfen der Europäischen Union (EU).
Auf der Strecke nach Pula mit seinen rund 52.000 Einwohnerinnen und Einwohner liegen die kroatischen Kleinstädte Buzet und Pazin. Das Projekt stelle etwa ein Drittel der geplanten Erneuerung von insgesamt 144 Kilometer Bahnstrecke in Istrien dar, erklärte der kroatische Verkehrs- und Infrastrukturminister Oleg Butković. Laut Kleine Zeitung wurde die Strecke nach Pula, der größten Stadt Istriens, 1876 zu Zeiten der österreichisch-ungarischen Monarchie als Hauptverbindung der Istrianer Staatsbahn eröffnet. Pula war bis 1918 und dem Ende des Ersten Weltkrieges der Haupthafen der damaligen österreichischen Marine.
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Die Bauarbeiten werden sehr umfangreich sein. Teils ganze Brücken, viele Schienen, Schwellen, Weichen, Signal-, Sicherheits- und Verkehrsleitsysteme sowie der Unterbau an 21 Bahnübergängen sollen erneuert werden. Teil des Projekts ist zudem eine Studie für die Modernisierung und Elektrifizierung des gesamten Abschnitts von der slowenischen Grenze bis nach Pula. Ziel soll auch sein, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus Zentralistrien schneller und unkomplizierter zu ihren Arbeitsplätzen an den Urlaubshochburgen am Meer kommen. Die Bauarbeiten sollen Ende Mai 2025 beginnen. (pm)