In Italiens Norden sorgt eine neue Bären-Begegnung für Aufsehen. Das Tier sprang auf eine Straße vor ein Auto. Die Fahrerin konnte nicht mehr bremsen.
Trient – Die Bären in Nord-Italien sind erwacht. Die Tiere haben laut Behördenangaben ihren Winterschlaf beendet. Seitdem häufen sich die Begegnungen zwischen Mensch und Tier. Zu einem erneuten gefährlichen Zwischenfall kam es am Samstag (11. Mai) in Costa Rotian in der Val di Sole unweit des traumhaft gelegenen Bergsees Lago di Santa Giustina im Trentino.
Bär springt in Norditalien auf die Straße – Fahrerin kann nicht mehr bremsen
Eine Autofahrerin war gerade auf einer örtlichen Straße nahe von bewohntem Gebiet unterwegs, als plötzlich ein Bär auf die Fahrbahn sprang, wie Rai News berichtet. Die Fahrerin konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und erfasste das Wildtier mit ihrem Fahrzeug. Der Bär flüchtete anschließend. Wie schwer er verletzt wurde, ist aktuell nicht klar. Die Fahrerin wurde bei dem Vorfall nach aktueller Informationslage nicht verletzt.
Behörden nach Bär-Begegnung alarmiert – Immer mehr Zusammentreffen gemeldet
Die erschrockene Autofahrerin alarmierte anschließend sofort die örtlichen Behörden. Diese führten mehrere Kontrollgänge durch und prüften, ob sich der Bär weiterhin in der Nähe des bewohnten Gebietes aufhielt. Allerdings konnten sie das Tier nicht finden.
Es ist nicht die erste Bären-Begegnung, seit die Tiere Ende April aus ihrem Winterschlaf erwacht sind. So berichtete etwa ein Wanderer in Molveno oberhalb von Trient von einem Bären, den er gesehen habe. Kurz darauf wurde ein Autounfall mit einem Bären im Valle dei Laghi gemeldet. Auch hier fuhr das Auto das Tier an, dieses flüchtete anschließend. Auch in Barbian wurde anschließend ein Bär gesichtet. Schon Ende Januar hatte ein Bär zwei Wanderer durch den Wald verfolgt.
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Nach dem erneuten Vorfall mit einem Auto und einem Bären haben die Behörden dringende Ratschläge für das Verhalten in solchen Situationen herausgegeben. Sie betonen laut Rai, dass man das Fahrzeug unter keinen Umständen verlassen soll. Zudem sollten sofort die Behörden alarmiert werden.