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Erneut ist es in den Alpen zu einem tödlichen Lawinen-Unglück gekommen. Die Lawinen-Lage bleibt durch Neuschnee weiterhin angespannt.
Saas-Grund – In vielen Gebieten der Alpen ist derzeit die Lawinen-Gefahr sehr hoch. In einer italienischen Gemeinde wurde aufgrund der hohen Lawinen-Gefahr bereits eine Ausgangssperre für die Bewohner verhängt. In der Schweiz verunglückte ein Skifahrer tödlich, nachdem er von der Lawine erfasst und verschüttet wurde. Untersuchungen wurden eingeleitet.
Schweizer Alpen: Lawine erfasst Skifahrer – Rettung kommt zu spät
Der Vorfall ereignete sich am Samstag (2. März) im Skigebiet Kreuzboden-Hohsaas in Saas-Grund, wie die Kantonspolizei Wallis in einer Meldung vom 3. März bekannt gab. Eine Lawine löste sich gegen 11.40 Uhr in einem Hang oberhalb des Bergrestaurants in Hohsaas. Der Auslauf der Lawine gelangte auf die darunter verlaufende Pistentraverse, wobei ein Skifahrer von den Schneemassen erfasst und unter einer Schneedecke von etwa einem Meter begraben wurde.
Die Rettungskräfte konnten ihn trotz der eingeleiteten Reanimation nicht mehr retten, der Skifahrer verstarb an der Unfallstelle. Die Identifikation des Opfers läuft. In Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Wallis hat die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung eingeleitet.
Institut warnt vor großer Lawinen-Gefahr – Tödlicher Unfall in Südtirol
In der südlichen Schweiz wie dem Kanton Wallis warnt das Institut für Schnee- und Lawinenforschung vor erheblicher bis großer Lawinengefahr. Vor allem der zusätzliche Schneefall kann die Lawinengefahr weiterhin vergrößern. Die Warnung ist bis zum Sonntagnachmittag gültig.
Bereits am Mittwoch (28. Februar) kam es in Südtirol in der Nähe der Gemeinde Ratschings nahe der österreichischen Grenze zu einem schweren Lawinenunglück. Drei deutsche Tourengänger Anfang 20 waren im Gebiet Wumblsalm abseits der regulären Pisten unterwegs, wo sie von der Lawine überrascht wurde. Dabei wurde ein 21-jähriger Mann aus München getötet. Eine Frau kämpft auf der Intensivstation immer noch um ihr Leben, der andere Mann befindet sich nach Angaben der Rettungskräfte nicht mehr in Lebensgefahr. (vk)
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