VonJohannes Nußschließen
Im Saastal in der Schweiz sind am Samstag 16 Personen von einer Lawine verschüttet worden. Sie waren abseits der markierten Pisten unterwegs.
Saas-Fee – Schreckensszenario im Saastal in der Schweiz: Bei einem Lawinenabgang außerhalb der markierten Pisten sind am Samstag (8. April) 16 Menschen verschüttet worden. Das Unglück ereignete sich laut Berichten oberhalb vom beliebten Skiort Saas-Fee im Kanton Wallis. Die Lawine sei im Gebiet „Alphubel“ auf 4000 Metern abgegangen. Der Lawinenkegel – der abgestürzte Schnee – habe auf 3700 Metern Höhe gelegen. Er sei 200 Meter breit gewesen.
Lawinenunglück in der Schweiz: 16 Menschen werden verschüttet
Doch die Menschen hatten Glück im Unglück: Sie konnten alle gerettet werden, und niemand wurde nach ersten Anschein schwer verletzt, wie ein Polizeivertreter sagte. „Sie haben Riesenglück gehabt.“ Man gehe „mit größter Wahrscheinlichkeit“ nicht von weiteren Vermissten aus. Welche Nationalität die Verschütteten haben, konnte die Polizei zunächst nicht sagen.
Nach Angaben der Polizei wurden zwei Menschen sofort befreit. Fünf weitere seien ebenfalls praktisch unverletzt geblieben und von einem Arzt vor Ort versorgt worden. Neun Menschen wurden nach diesen Angaben ins Krankenhaus geflogen, aber die meisten hätten das Spital innerhalb kurzer Zeit wieder verlassen können.
Wenn sich herausstellt, dass ein Tourengänger oder eine Gruppe die Lawine losgetreten hat, kann es in der Schweiz zu Strafanzeigen kommen. Die Abklärungen hat die Staatsanwaltschaft übernommen. In Norditalien kam es kürzlich ebenfalls zu einem Lawinenunglück: Vier Menschen starben. (Mit Material der dpa)
