„Für die Eintrittsgebühr“

Ticket ins Paradies: Italien-Strände in beliebter Urlauber-Region werden kostenpflichtig

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In Ligurien werden kostenpflichtige Strände ab Sommer zur Realität. Doch Urlauber und Einheimische werden aus bestimmten Gründen zur Kasse gebeten.

Genua – In Italien dreht sich mal wieder vieles um kostenpflichtige Strände. Stein des Anstoßes sind die ligurischen Touristenmagneten, die Italien-Urlaubern und Einheimischen gleichermaßen die Sommermonate versüßen.

In Ligurien steht jedenfalls fest, dass bei einem Ausflug an die Baia del Silenzio in Sestri Levante in diesem Sommer der Eintritt bereits kostenpflichtig sein wird. Auch wenn freier Meereszugang an Italiens Stränden immer seltener wird, ist der Hintergrund allerdings nicht, weiteres Kapital aus den Touristen und Besuchern zu schlagen, sondern vielmehr mit dem Eintrittspreis das beispiellose Ökosystem in der Region zu erhalten. Schließlich sind dort eine Vielzahl von einzigartigen Arten beherbergt. Bisher ist die Rede von fünf Euro als Eintrittspreis, aber die Verwaltung von Solinas prüft noch alle Möglichkeiten.

Eintrittsgebühr für Italien-Strände: Auf Urlauber und Einheimische kommen im Sommer mehr Kosten zu

Doch derzeit ist das nicht der einzige Fall von schönen Stränden in Italien, die mit einer Eintrittsgebühr mehr als nur liebäugeln. An der Riviera di Ponente (Westliche Riviera) muss man für den Strand von Malpasso bereits zahlen, und zwar genau 5 Euro. Der ligurische Strand gilt als paradiesisches Fleckchen Erde und liegt etwa dreihundert Meter von der ebenso berühmten Baia dei Saraceni entfernt.

Blick auf die Bucht San Fruttuoso. Die malerische Badeortschaft Portofino im norditalienischen Ligurien zieht jährlich massenhaft Touristen an. Doch nun könnte auch hier bald eine Eintrittsgebühr fällig werden, obwohl die Idee im vergangenen Jahr verworfen wurde. (Archivbild)

In der Provinz Genua gilt es San Fruttuoso di Camogli zu erwähnen, auch wenn in diesem Fall die im letzten Jahr vorgeschlagene Möglichkeit, eine Eintrittskarte am Strand anzubringen, später aufgegeben wurde. Der Vorschlag war während der Corona-Pandemie mit dem Ziel aufgekommen, die Gesundheit der Bürger zu schützen. Eine Idee, die von mehreren Verwaltungen aufgegriffen, weiterverfolgt und auch in anderen Teilen Italiens übernommen wurde. So gibt es zum Beispiel in Stintino am Strand von La Pelosa auf Sardinien einen eingeschränkten Zugang, der 3,50 Euro kostet.

Kostenpflichtige Strände in Italien: Rekordtourismus in Genua im Jahr 2023

Die mögliche Umsetzung der kostenpflichtigen Strände in Ligurien kommt zu einer Zeit, in der der genuesische Tourismus einen Rekord vermelden konnte. Denn 2023 kam es im Vergleich zu 2022 zu einem Anstieg der Übernachtungen in der ligurischen Hauptstadt um 13,6 % von 2.366.042 vor zwei Jahren auf 2.668.042 im letzten Jahr.

Die Idee der kostenpflichtigen Strände, an denen teilweise knallharte Regeln für Urlauber gelten, wird von den Berufsverbänden in der Region und auch in Italien begrüßt. Den Gastronomiebetrieben steht dadurch die Möglichkeit offen, unter anderem nach 18 Uhr Tische am Strand aufstellen können, um Urlaubern und Einheimischen noch mehr in Sachen Abendprogramm zu bieten. In Ligurien hat die Gemeinde die Betreiber und Konzessionäre der Baia del Silenzio zusammengebracht, um den Plan für den Plan für den gebührenpflichtigen Zugang in die Realität umzusetzen. .

Eintrittskarte an Italien-Stränden: Einnahmen sollen Kosten für „Sicherheit“ decken

„Im Allgemeinen sind wir für die Eintrittsgebühr: Natürlich müssen die Dienstleistungen gut funktionieren und die kommerziellen Aktivitäten müssen geschützt werden“, sagt Marco Maggi von der Bar und dem Restaurant Bistrò bei La Stampa.

Bürgermeister Francesco Solinas erklärt unter anderem bei der italienischen Nachrichtenagentur Ansa: „Wie im letzten Jahr wird das Quotensystem für den Zugang zur Baia di Levante wieder eingeführt; wir überlegen, wie wir eine mögliche Eintrittskarte verwalten können. Die Einnahmen werden dazu verwendet, die Dienstleistungen, die wir den Gästen anbieten, zu verbessern und die Kosten für Sicherheit, Rettungsschwimmer und Strandreinigung zu decken.“

Rubriklistenbild: © Marta Carenzi

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