Massentourismus

Beliebte Reiseziele auf der „No List“: Welche Orte Sie 2024 lieber nicht mehr besuchen sollten

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Auch wenn diese Reiseziele attraktiv sind, sollten sie 2024 gemieden werden. Glücklicherweise gibt es aber genug Alternativen.

Syke – Schmutzige Straßen, große Menschenmengen, lange Schlangen und teure Attraktionen. Das alles sind Merkmale von Massentourismus. Das kann für Besucher nervig sein, für Einheimische stellt es allerdings oft ein ernstzunehmendes Problem dar.

Extremer Massentourismus wird auch als Overtourism bezeichnet. Der englische Begriff bezieht sich auf die negativen Auswirkungen, die extremer Tourismus hat – für die einheimische Bevölkerung, natürliche Ressourcen, historische Denkmäler sowie die Umwelt.

Venedig ist eines der Ziele, das Touristen 2024 vermeiden sollten.

Wirtschaftlich profitieren Anwohner zwar von den vielen Touristen, aber den Preis den sie dafür zahlen ist hoch. So verdrängt extremer Tourismus häufig die einheimische Kultur. In Mallorca ist beispielsweise die gesamte Infrastruktur auf Besucher aus dem Ausland ausgelegt und teilweise wird dort mehr Deutsch als Spanisch gesprochen. Außerdem führt übermäßiger Tourismus an diesen Orten zu einer extremen Umweltverschmutzung.

Diese Reiseziele sind auf der „No-List“

Manche Orte leiden extrem unter den Auswirkungen von Overtourism, weil sie nicht dafür ausgelegt sind. Regierungsmaßnahmen helfen meist nur wenig. Wie das österreichische Portal oe24 unter Berufung auf den Reiseführer „Fodor‘s“ berichtet, gibt es zahlreiche Ziele, die aktuell unter Tourismus leiden. Wer die Umwelt schonen möchte und Menschenmengen gerne meidet, der sollte von folgenden Reisezielen fernbleiben:

  • Athen, Griechenland: Die griechische Hauptstadt kämpft schon seit Jahren mit Massentourismus. Im September war das bekannteste Wahrzeichen Athens, die Akropolis, so überfüllt, dass die Zahl der Besucher auf 20.000 pro Tag beschränkt wurde. Ab April 2024 wird dieses System dann auch für mehr als 25 andere archäologische Denkmäler eingeführt.
  • Venedig, Italien: Ab 2024 müssen Tagestouristen eine Gebühr von 5 Euro zahlen, um Venedig besuchen zu können. Mit der Maßnahme versucht die Stadt die Auswirkungen des Massentourismus zu tilgen. Venedig gehört zwar noch nicht zu den gefährdeten Welterben der UNESCO, steht aber weiterhin vor großen Herausforderungen.
  • Mount Fuji, Japan: In den letzten Jahren zieht der Mount Fuji in Japan immer mehr Besucher an. Das hat starke Auswirkungen für die Umwelt. Die Gemeinde hat zwar bereits eine freiwillige Kooperationsgebühr eingeführt, aber mit wenig Erfolg.
  • Ganges, Indien: Der heilige Ganges ist mit einer Fülle von Umweltproblemen konfrontiert. Dazu gehören etwa Verschmutzung durch Abwässer, Müll und Lärmbelästigung durch Kreuzfahrtschiffe.
  • Halong-Bucht, Vietnam: Diese Attraktion gehört zu den beliebtesten Reisezielen der Welt. Auch wenn bereits Maßnahmen wie beispielsweise ein Verbot von Einwegplastik auf Booten eingeführt wurden, leidet die Halong-Bucht unter den Auswirkungen des Tourismus.
  • Koh Samui, Thailand: Das beliebte Reiseziel in Südostasien kämpft mit zunehmender Wasserknappheit. Daran sind unter anderem auch die Vielzahl an Touristen Schuld. Um eine nachhaltige Lösung für dieses Problem zu finden, müsste der dortige Tourismus besser reguliert werden.

Diese Reiseziele sind tolle Alternativen: Die „Yes-List“

Auf der Welt gibt es unendlich viele Orte zu entdecken. Daher gibt es eigentlich keinen Grund dafür, warum alle an die gleichen Orte reisen. Um schöne Reiseziele zu finden, ist es häufig auch gar nicht notwendig, weit zu reisen. Zudem kann ein toller Urlaub auch günstig sein. Diese Reiseziele in Europa werden oft unterschätzt, lohnen sich dafür aber sehr:

  • Karpathos, Griechenland: Während die Touristen in Scharen den Sonnenuntergang auf den überfüllten Inseln Mykonos oder Santorini genießen, bietet die Insel Karpathos die Möglichkeit auf fast menschenleeren Stränden zu entspannen.
  • Turku, Finnland: Zwischen den finnischen Städten Turku und Helsinki besteht seit langem eine Rivalität. Turku ist die zweitgrößte Stadt des Landes, historische Hauptstadt und älteste Stadt Finnlands. Sie überzeugt mit einem speziellen Charme, dem Fluss Aura und seiner blühenden Café- und Kantinenkultur.
  • Plymouth, England: Die Stadt Plymouth in Devon fällt häufig unter den Tisch. Dabei gibt es dort im Bereich Kunst, Architektur, aber auch Geschichte viel Sehenswertes zu entdecken. So findet sich dort beispielsweise Englands älteste Gin-Destillerie.
  • Bratislava, Slowakei: Die Hauptstadt der Slowakei verzaubert mit einer malerischen Altstadt, prunkvollen Gebäuden, stylischen Cafés und süßen Gassen. (jus)

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