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Veronika Arnold
Kilian Bäuml
Julian Mayr
Yannick Hanke
Sandra Sporer
Bei einem Messerangriff im Hamburger Hauptbahnhof wurden etliche Menschen schwer verletzt. Polizeigewerkschafter sprechen über die Machtlosigkeit beim Umgang mit psychisch auffälligen Personen.
Update vom 26. Mai, 13.27 Uhr: Nach dem Messerangriff im Hamburger Hauptbahnhof äußern Polizeigewerkschafter ihre Frustration über den mangelnden Informationsaustausch bei psychisch auffälligen Personen. Die mutmaßliche Angreiferin war den Behörden laut Medienberichten bereits zuvor bekannt, verließ eine psychiatrische Klinik nur einen Tag vor der Attacke.
Die Polizisten müssten jeden Tag mit Menschen wie der Tatverdächtigen umgehen, „aber können doch nicht wirklich etwas tun“, erklärt Andreas Schmidt von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in einem Gespräch mit Zeit online.
Ein zentrales Problem sei der fehlende Zugang zu wichtigen Informationen. Aufgrund von Datenschutz-Richtlinien gebe es keinen Austausch dazu, welche Geschichte und Krankheit zur Person gehöre, erläutert ein anderer Beamter.
Polizei-Gewerkschaftler: „Es macht uns fassungslos, wen wir aus dem Gewahrsam entlassen müssen“
In der Praxis rufen die Polizisten meist den sozialpsychiatrischen Dienst hinzu, doch auch der Amtsarzt kann die Betroffenen nicht immer sofort gegen ihren Willen einweisen. Zudem müsste dafür eine akute Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegen. „Es macht uns regelmäßig fassungslos, wen wir aus dem Gewahrsam entlassen müssen“, sagt Schmidt. „Wir wissen, dass diese Menschen schwer krank und aggressiv sind.“
Polizeigewerkschaft fordert verstärkten Einsatz von Videokontrollen
Update vom 26. Mai, 05.34 Uhr: Nach den jüngsten Messerattacken fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) verstärkten Einsatz von Videotechnik an kriminalitätsbelasteten Orten. „An kriminalitätsbelasteten Orten ist eine moderne Anwendung von Videotechnik erforderlich, um gefährliche Situationen schon im Entstehungsprozess entdecken zu können“, sagte Polizeigewerkschaftschef Rainer Wendt den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Auch der Städte- und Gemeindebund spricht sich für KI-gestützte Videoüberwachung in sensiblen Bereichen aus. Zudem fordern beide Organisationen mehr Befugnisse für die Polizei, etwa bei Kontrollen, sowie Prävention bei Jugendlichen. Wendt plädiert dafür, das Mitführen von Messern gesellschaftlich stärker zu ächten und Schulen besser zu schützen – inklusive möglicher Einlasskontrollen. Bei psychisch Kranken solle die Polizei über Entlassungen aus der Psychiatrie informiert werden dürfen.
18 Verletzte bei Messerangriff im Hamburger Hauptbahnhof: Täterin stach wahllos zu – die Fotos




Update vom 25. Mai, 16.05 Uhr: Nach dem Messerangriff im Hamburger Hauptbahnhof kommen immer mehr Erkenntnisse zur Vorgeschichte der Verdächtigen ans Licht. Wie ein Sprecher des niedersächsischen Gesundheitsministeriums bestätigte, wurde die Frau am Tag vor der Attacke aus einer Psychiatrie im Landkreis Cuxhaven entlassen. Dort war sie zuvor behandelt worden.
Nach Auskunft der Klinik gab es zum Zeitpunkt der Entlassung keinen medizinischen Befund, der eine weitere Unterbringung gerechtfertigt hätte. Über ihre Krankheit macht das Ministerium zum Schutz der Persönlichkeitsrechte und wegen der ärztlichen Schweigepflicht keine weiteren Angaben.
Update vom 25. Mai, 11.53 Uhr: Die mutmaßliche Täterin des Messerangriffs am Hamburger Hauptbahnhof hat die Tathandlung vor dem Haftrichter eingeräumt. Das teilte eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft Hamburg auf Anfrage der dpa mit. Die 39-Jährige war am Freitagabend festgenommen worden, nachdem sie am Bahnsteig wahllos um sich gestochen haben soll. Ein Haftrichter hatte die Unterbringung der Verdächtigen in einer psychiatrischen Klinik angeordnet. Bei dem Angriff wurden laut Polizei 18 Menschen verletzt.
Messerangriff in Hamburg: 19-Jähriger wird zum Helden – und bekommt von Polizei „einen Cappuccino“
Update vom 25. Mai, 8.33 Uhr: Am frühen Samstagabend, rund 24 Stunden nach dem Messerangriff, initiierte die Polizei eine umfangreiche Überprüfungsmaßnahme am Hauptbahnhof Hamburg. Laut Medienberichten kontrollierten über 100 Beamte die Durchsetzung des Waffenverbots in der ausgewiesenen Zone. Die Kontrollen dauerten bis in die Nachtstunden an, wobei ein Resümee voraussichtlich im Verlauf des Sonntags bekanntgegeben wird. Die Polizei zeigt Präsenz.
Die vermutlich psychisch beeinträchtigte 39 Jahre alte Frau wurde am Freitag von Passanten gestoppt. Während die überwiegende Mehrheit der Umstehenden die Flucht ergriff, reagierte ein 19-Jähriger ganz anders. „Ich habe mich entschieden, in die andere Richtung zu rennen und die Frau zu stoppen“, berichtet Muhammad Al Muhammad dem Nachrichtenmagazin Spiegel. Nach seinen eigenen Aussagen war der 19-Jährige im September 2022 als Flüchtling aus einer Ortschaft nahe Aleppo nach Deutschland eingereist, am Freitagabend wurde er in Hamburg zum Helden.
Ein weiterer Beteiligter mit tschetschenischer Herkunft soll der Angreiferin einen Tritt gegen das Knie versetzt haben, woraufhin der 19-Jährige sie am Boden fixierte. Nach etwa zwei Minuten traf die Quattro-Streife ein und vollzog die Festnahme. „Die Polizei hat sich bei mir bedankt und hat mir einen Cappuccino ausgegeben. Das hat mich sehr gefreut“, berichtete Al Muhammad.
Update vom 24. Mai, 17.40 Uhr: Bei der Messerattacke am Hauptbahnhof Hamburg erlitten 18 Personen Verletzungen. Der Haftrichter erwähnte in seinem Unterbringungsbefehl jedoch nur 15 Fälle von Körperverletzung. Dies erklärt sich dadurch, dass „der Unterbringungsbefehl sich nur auf die Personen bezieht, die unmittelbar mit dem Messer verletzt wurden und dadurch Schnitt- oder Stichverletzungen unterschiedlicher Schwere erlitten haben“, wie die Polizei in einer Mitteilung erklärte. Andere Betroffene zogen sich Verletzungen, „beispielsweise durch einen Sturz oder Schock“, zu.
Die Polizei berichtete zudem, dass es inzwischen „sehr konkrete Hinweise auf eine psychische Erkrankung der Tatverdächtigen“ gebe. Ein Sprecher des niedersächsischen Innenministeriums teilte mit, dass die 39-Jährige vermutlich aus Niedersachsen stamme. Derzeit hat sie nach aktuellem Kenntnisstand jedoch keinen festen Wohnsitz.
Tatverdächtige wird Haftrichter vorgeführt – Unterbringungsbefehl erlassen
Update vom 24. Mai, 17.20 Uhr: Der Haftrichter hat die Unterbringung der 39-jährigen Tatverdächtigen in einer Klinik angeordnet. Wie die Polizei mitteilte, lautete der Unterbringungsbefehl auf versuchten Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung in 15 Fällen.
Update vom 24. Mai, 16.40 Uhr: Laut einem Bericht der Bild wurde die mutmaßliche Täterin des Hamburger Messerangriffs, bei dem 18 Menschen verletzt wurden, erst einen Tag vor der Attacke aus einer psychiatrischen Einrichtung entlassen. Die 39-jährige Deutsche soll an paranoider Schizophrenie leiden und war bereits mehrfach wegen psychischer Erkrankungen in Behandlung, berichtet die Bild weiter. Den Informationen des Nachrichtenportals zufolge war die Frau auch den Behörden bereits bekannt. Am Samstag soll sie einem Haftrichter vorgeführt werden, der über einen Unterbringungsbefehl entscheiden wird.
Update vom 24. Mai, 16.30 Uhr: Einige Verletzte des Messerangriffs am Hamburger Hauptbahnhof konnten bereits die Kliniken verlassen, wie Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher auf der Plattform X bekannt gab. Der SPD-Politiker schrieb: „Das ist eine große Erleichterung. Ich hoffe, dass sie sich gut erholen, und wünsche ihnen und ihren Angehörigen viel Kraft“.
Die genaue Anzahl der aus den Krankenhäusern entlassenen Personen erwähnte Tschentscher nicht. Insgesamt wurden bei der Messerattacke am Freitag laut Polizeiinformationen 18 Menschen verletzt. Die Polizei informierte bereits heute Mittag, dass sich die vier zunächst lebensgefährlich verletzten Opfer mittlerweile in einem stabilisierten Zustand befinden.
Update vom 24. Mai, 15.35 Uhr: Noch immer befinden sich vier Personen nach dem Angriff in lebensbedrohlichem Zustand. Nach massiven Störungen im Fern- und Nahverkehr am gestrigen Abend ist der Zugbetrieb am Hamburger Hauptbahnhof seit den Morgenstunden wieder regulär in Gang. Die genauen Umstände und Motive hinter der Tat konnten bislang nicht geklärt werden. Ermittlungskräfte der Polizei sind dabei, Aussagen von Zeugen zu sammeln und vorhandenes Videomaterial zu analysieren.
Update vom 24. Mai, 11.51 Uhr: Die Polizei Hamburg hat nun neue Details zu dem schweren Messerangriff am Hamburger Hauptbahnhof veröffentlicht. Nach aktuellem Ermittlungsstand soll eine 39-jährige deutsche Staatsbürgerin zunächst auf dem Südsteg des Hauptbahnhofs mit einem Messer hantiert haben, bevor sie auf dem Bahnsteig der Gleise 13/14 Reisende attackierte.
„Durch das sehr schnelle Eingreifen zweier Passanten, die sich auf dem Bahnsteig befanden, sowie der Einsatzkräfte (“Quattro-Streife“) konnte der Angriff unterbrochen und die Frau umgehend festgenommen werden“, informiert die Polizei in einer aktuellen Aussendung. Die genaue Rekonstruktion dauere demnach noch an.
Insgesamt wurden 18 Personen im Alter zwischen 19 und 85 Jahren verletzt, bestätigt die Polizei. Sieben Personen sollen leichte Verletzungen erlitten haben, sieben weitere seien hingegen schwer verletzt worden. Vier Personen, eine 24-jährige Frau, ein 24-jähriger Mann, eine 52-jährige sowie eine 85-jährige Frau, wurden lebensgefährlich verletzt. Sie befinden sich nach Angaben der Polizei inzwischen aber „in einem stabilisierten Zustand.“
„Konkrete Hinweise auf psychische Erkrankung“ – Unterbringung in entsprechender Einrichtung beantragt
Nach den bisherigen Ermittlungen gibt es laut Polizei weiterhin keine Anhaltspunkte für eine politische Motivation der Tat. Vielmehr bestünden „sehr konkrete Hinweise auf eine psychische Erkrankung der Tatverdächtigen“. Die Frau soll im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden, der über den Erlass eines Unterbringungsbefehls gemäß § 126a StPO, und somit der einstweiligen Unterbringung in einer psychiatrischen Anstalt, entscheiden wird.
Darüber hinaus heißt es seitens Polizei, dass es derzeit keine Hinweise darauf gebe, dass die Tatverdächtige zum Tatzeitpunkt unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen stand.
Update vom 24. Mai, 11.10 Uhr: Nach der Messerattacke fordert der Vorsitzende der Bundespolizei in der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Andreas Roßkopf, ein Umdenken. „Solche Attentate sind leider nie hundertprozentig zu verhindern“, sagte er einem Bericht des Hamburger Abendblatts zufolge.
Allerdings bedürfe es jetzt dringend flächendeckender Kontrollmöglichkeiten an Bahnhöfen für die Bundespolizei. Er sprach sich auch für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) aus. Die Beamten benötigten „KI-unterstützte Kameratechnik, die auch Verhaltenserkennung beinhaltet, sodass solche Verhaltensauffälligkeiten im Vorfeld schon erkannt werden könnten.“
Update vom 24. Mai, 8 Uhr: Der Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften infolge des Messerangriffs am Freitagabend sorgte für Verkehrseinschränkungen. Nun dürfte sich die Verkehrslage wieder normalisiert haben. Am Morgen nach der Attacke mit 18 Verletzten im Hamburger Hauptbahnhof fahren die Züge wieder nach Plan. Das bestätigte eine Sprecherin der Deutschen Bahn der dpa.
Der Angriff am frühen Freitagabend (23. Mai) auf dem Bahnsteig zwischen den Gleisen 13 und 14 hatte für einen Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften gesorgt. Bis in die Nacht hinein waren Ermittler mit der Spurensicherung beschäftigt. Die Polizei hatte eine 39 Jahre alte Frau am Tatort festgenommen. Sie soll heute einem Haftrichter vorgeführt werden.
Mordkommission ermittelt: Zahl der Verletzten von Polizei nach oben korrigiert
Update vom 24. Mai, 6.35 Uhr: Am Morgen nach dem brutalen Messerangriff am Hamburger Hauptbahnhof könnte es neue Erkenntnisse zu den Hintergründen der Tat geben. Wie die Hamburger Polizei in einer nächtlichen Aussendung mitteilt, soll die mutmaßliche Tatverdächtige heute, Samstag (24. Mai), einem Haftrichter vorgeführt werden. „Die Mordkommission (LKA 41) hat die Ermittlungen, insbesondere zum Tatablauf und der Motivlage der Tatverdächtigen, aufgenommen. Sie dauern weiter an“, hieß es weiters.
Indes korrigierte die Polizei die Anzahl der Verletzten. War laut Feuerwehr zunächst noch von 17 verletzten Personen die Reden, seien laut Ermittlungsstand der Polizei insgesamt 18 Personen verletzt worden. Mindestens vier Opfer schwebten am Freitagabend (23. Mai) noch in Lebensgefahr.
Update vom 23. Mai, 23.44 Uhr: Nachdem ein 39-Jährige am Hauptbahnhof Hamburg scheinbar wahllos auf Passanten eingestochen und dabei nach Feuerwehr-Angaben 17 Personen verletzt hat, dauern die Ermittlungen der Polizei weiterhin an.
Nach bisherigen Stand der Ermittlungen handelte es sich wohl um eine Einzeltäterin, die sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben könnte. Es gebe keine Hinweise auf ein politisches Motiv, so die Polizei. Die mutmaßliche Täterin befindet sich in Polizeigewahrsam. Weitere Erkenntnisse werden die kommenden Stunde und Tage bringen.
DB äußert sich zu Messerangriff am Hamburger Hauptbahnhof – „Wir sind tief bestürzt“
Update vom 23. Mai, 23.01 Uhr: Nach dem Messerangriff am Hauptbahnhof Hamburg äußert sich auch die Deutsche Bahn (DB) zu dem Vorfall: „Wir sind tief bestürzt über die Gewalttat im Hamburger Hauptbahnhof am frühen Abend. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Verletzten.“ Und weiter: „Wir unterstützen die Behörden vollumfänglich bei ihren Ermittlungen vor Ort.“
Aktuell sind die Gleise 11 bis 14 im Hamburger Hauptbahnhof gesperrt. Es komme zu Verspätungen und Umleitungen im Fernverkehr, heißt es seitens der Bahn. Fahrgäste werden aufgerufen, sich etwa über bahn.de und die passende App über ihre Verbindungen zu informieren. Servicekräfte betreuen zudem die Reisenden am Hauptbahnhof.
Neben der Polizei (siehe unten) hat auch die Deutsche Bahn eine Hotline für Betroffene und Angehörige eingerichtet. Die Rufnummer lautet: 0800 3 111 111.
Update vom 23. Mai, 22.44 Uhr: Der Bild zufolge soll die Festgenommene bereits polizeibekannt sein. Sie soll als psychisch krank bekannt sein und bereits Aufenthalte in der Psychiatrie gehabt haben. Bestätigt ist diese Information nicht.
Die Polizei Hamburg hat auf X ein Statement des Pressesprechers Florian Abbenseth veröffentlicht. „Die Ermittlungen zu den Hintergründen und dem Tatablauf laufen jetzt natürlich auf Hochtouren“, bekräftigte er.
#hh2305 #Hamburg
— Polizei Hamburg (@PolizeiHamburg) May 23, 2025
Unser Pressesprecher, Florian Abbenseth, mit einem Statement: pic.twitter.com/ApKsJ4lp1j
Update vom 23. Mai, 22.32 Uhr: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher zeigte sich schockiert über den Messerangriff im Hauptbahnhof der Hansestadt. Auf der Plattform X schrieb der SPD-Politiker, die Tat sei erschütternd.
„Zahlreiche Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Vielen Dank an Polizei und Rettungskräfte für das schnelle Eingreifen“, so Tschentscher. Er fügte an: „Die Täterin ist in Gewahrsam. Ich wünsche den Opfern der Tat viel Kraft und hoffe, dass auch die Schwerverletzten gerettet werden.“
Update vom 23. Mai, 22.14 Uhr: Bei dem Messerangriff wurde laut der MOPO unter anderem ein 40-Jähriger schwer verletzt. Er erlitt einen Stich in den Brustkorb und musste in der Asklepios-Klinik Altona notoperiert werden. Sein Zustand soll stabil sein.
Polizei richtet nach Messerattacke am Hamburger Hauptbahnhof Hinweistelefon für Angehörige ein
Update vom 23. Mai, 22:07 Uhr: Bei der Messerattacke am Hamburger Hauptbahnhof wurden zahlreiche Menschen verletzt, teilweise schwer oder sogar lebensbedrohlich. Die Polizei Hamburg hat nun ein Hinweistelefon für Angehörige der verletzten Personen eingerichtet. Die Nummer lautet: 040-4286 56789.
Update vom 23. Mai, 21:55 Uhr: Es gebe es bislang keine Hinweise auf eine politische Motivation, sagte Polizeisprecher Florian Abbenseth laut dpa. Er erklärte weiter: „Vielmehr haben wir Erkenntnisse, aufgrund derer wir jetzt insbesondere dahingehend ermitteln, ob sie sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben könnte.“ Die Frau habe sich widerstandslos festnehmen lassen. Es handle sich um eine 39-jährige Frau.
Zum Ablauf des Messerangriffs im Hamburger Hauptbahnhof sagte Abbenseth, es seien mehrere Notrufe eingegangen. Die sogenannte Quattrostreife – vier Beamte von Bundes- und Landespolizei sowie Mitarbeiter von DB-Sicherheit und Hochbahnwache – sei schnell vor Ort gewesen.
Zur Zahl der Opfer sagte er: „Wir haben hier mehrere verletzte Personen zu beklagen, eine valide Zahl habe ich noch nicht, zwischendurch kursierte die Zahl 17. Klar ist, dass sich unter diesen Personen mehrere befinden sollen, die lebensgefährliche Verletzungen aufweisen sollen.“ Die Feuerwehr hatte detaillierte Angaben (siehe unten) zur Zahl der Opfer gemacht, die sich natürlich noch ändern kann.
Update vom 23. Mai, 21:48 Uhr: Nach dem Messerangriff im Hamburger Hauptbahnhof mit 17 Verletzten hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Freitagabend mit dem Bürgermeister der Hansestadt Hamburg, Peter Tschentscher (SPD), telefonisch ausgetauscht. Merz habe dabei erklärt, die Nachrichten aus Hamburg seien bestürzend und seine Gedanken seien „bei den Opfern und ihren Angehörigen“, teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin mit.
Tschentscher habe den Bundeskanzler über die Versorgung der Verletzten und die Situation vor Ort informiert. Der Bundeskanzler dankte demnach allen Einsatzkräften vor Ort für ihre schnelle Hilfe und bot dem Bürgermeister die Unterstützung der Bundesregierung an.
Messerattacke am Hamburger Hauptbahnhof: Feuerwehr bestätigt 17 verletzte Personen
Update vom 23. Mai, 21:38 Uhr: Die Feuerwehr bestätigte auch der Nachrichtenagentur AFP, dass bei dem Messerangriff am Hamburger Hauptbahnhof 17 Personen verletzt worden seien. Vier von ihnen hätten lebensbedrohliche Verletzungen erlitten, sagte ein Sprecher. Sechs Menschen wurden demnach schwer, sieben weitere leicht verletzt. Eine Sprecherin der auch für Hamburg zuständigen Bundespolizeidirektion Hannover sprach gegenüber AFP von einem Messerangriff „einer weiblichen Person gegen Reisende“. Eine Streife habe die Frau festgenommen, sie befinde sich auf einer Wache. Laut Hamburger Polizei ereignete sich die Tat auf einem Bahnsteig.
Update vom 23. Mai, 21:27 Uhr: Weitere durch die Polizei bestätigte Informationen laut Spiegel: Die Frau habe sich widerstandslos festnehmen lassen. Ein Messer sei sichergestellt worden. Zuvor waren gegen 18:00 Uhr mehrere Notrufe eingegangen. Es gebe Hinweise auf einen psychischen Ausnahmezustand der Frau, so die Polizei weiter.
Update vom 23. Mai, 21:23 Uhr: Kerstin Peterssen, Reporterin bei Spiegel TV, war zufällig vor Ort, nachdem sie Freunde zum Bahnsteig gebracht hatte. Wie sie dem Spiegel berichtete, hätten ihr Augenzeuginnen berichtet: „Eine Person ist gerade da drüben am Bahnsteig entlanggelaufen und hat wahllos auf Leute eingestochen.“ Die Reporterin sah dann am gegenüberliegenden Gleis, wie eine „schmächtige Person, dunkel gekleidet, womöglich mit einem Rucksack“ auf dem Boden liege. Danach sei die Polizei gekommen und habe die Frau abgeführt. Die Anwesenden seien sehr besonnen gewesen, hätten sich um Verletzte gekümmert. Sie habe aber auch gesehen, die Augenzeugen geweint hätten.
Update vom 23. Mai, 21:14 Uhr: Gegenüber der Hamburger Morgenpost hat die Feuerwehr bestätigt, dass nach bisherigem Stand 17 Verletzte behandelt werden. Davon seien vier Menschen in Lebensgefahr. Zuvor war von sechs lebensgefährlich Verletzten die Rede gewesen.
Messerangriff im Hamburger Hauptbahnhof: Polizei geht von von Einzeltäterin aus
Update vom 23. Mai, 21:08 Uhr: Die „verdächtige“ Frau, welche die Polizei im Rahmen des Messerangriffs am Hamburger Hauptbahnhof festgenommen hat, sei eine Deutsche. Es werde geprüft, ob sie sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden habe, teile ein Sprecher der Polizei der dpa mit. „Nach einer ersten Videosichtung gehen wir davon aus, dass die Frau allein gehandelt hat.“, fügte er hinzu. Weitere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt.
Update vom 23. Mai, 20:56 Uhr: Die Deutsche Bahn (DB) hat ihre „tiefe Bestürzung“ über den Messerangriff am Hamburger Hauptbahnhof ausgedrückt. In einer entsprechenden Mitteilung heißt es: „Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Verletzten“. Bei der Tat wurden mehrere Menschen schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei stach eine Frau auf dem Bahnsteig von Gleis 13/14 wahllos um sich. Sie sei festgenommen worden.
Messerattacke im Hamburger Hauptbahnhof: Polizei gibt erste Details zu mutmaßlichen Täterin bekannt
Update vom 23. Mai, 20.45 Uhr: Inzwischen hat die Polizei erste Informationen zur mutmaßlichen Täterin herausgegeben. Bei der verhafteten Frau handelt es sich um eine 39-Jährige. „Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass sie allein gehandelt hat“, ließ die Polizei Hamburg auf dem Nachrichtendienst X verlauten.
#hh2305 #Hamburg
— Polizei Hamburg (@PolizeiHamburg) May 23, 2025
Nach ersten Erkenntnissen soll eine Person im #Hauptbahnhof mehrere Menschen mit einem Messer verletzt haben. Die verdächtige Person wurde von den Einsatzkräften festgenommen.
Update vom 23. Mai, 20.20 Uhr: Nach wie vor läuft der Polizeieinsatz am Hamburger Hauptbahnhof. Der Steintordamm, auf dem Notärzte die Verletzten versorgen, ist weiträumig für den Verkehr absperrt, berichtet das Hamburger Abendblatt. Ein Kriseninterventionsteam ist vor Ort, um Augenzeugen und Opfer zu betreuen.
Auch der Bahnsteig 13/14, wo sich der Angriff ereignete, ist durch die Polizei gesperrt, der dortige Zugverkehr ausgesetzt. Laut Mopo ist außerdem seit 18:17 Uhr auch das Gleis 6 gesperrt. Die Einsatzkräfte haben zudem einen auf Gleis 14 stehenden ICE geräumt und beschlagnahmt.
Update vom 23. Mai, 19.50 Uhr: Gegenüber der MOPO bestätigte die Bundespolizei nun, dass es sich bei der tatverdächtigen Person um eine Frau handelt. Sie soll auf dem Bahnsteig 13/14 wahllos auf Passanten eingestochen haben. Laut dem Hamburger Abendblatt behandeln Notärzte die Verletzten vor Ort auf dem Steintordamm. Bei dem Angriff wurden sechs Menschen lebensgefährlich sowie drei weitere schwer verletzt, zudem gab es drei Leichtverletzte.
Erstmeldung vom 23. Mai: Hamburg – Einem Post der Polizei Hamburg zufolge läuft am Hauptbahnhof derzeit ein „größerer Polizeiensatz“. Eine Person soll mehrere Menschen mit einem Messer verletzt haben. „Die verdächtige Person wurde von den Einsatzkräften festgenommen“, informiert die Polizei Hamburg auf X.
#hh2305 #Hamburg
— Polizei Hamburg (@PolizeiHamburg) May 23, 2025
Nach ersten Erkenntnissen soll eine Person im #Hauptbahnhof mehrere Menschen mit einem Messer verletzt haben. Die verdächtige Person wurde von den Einsatzkräften festgenommen.
Großer Polizeieinsatz am Hamburger Hauptbahnhof – Person verletzt zwölf Personen mit Messer
Laut dem Hamburger Abendblatt ereignete sich die Tat gegen 18:00 Uhr am Freitag (23. Mai). Bei dem Vorfall wurden mehrere Personen verletzt. Das Abendblatt berichtete zunächst von sechs Verletzten, andere Quellen sprachen von acht.
Der Bild zufolge stellte die Polizei inzwischen jedoch klar, dass insgesamt zwölf Personen verletzt wurden. Drei der Verletzten schweben in Lebensgefahr, drei weitere sind schwerverletzt und sechs Menschen leicht. Ein Feuerwehrsprecher sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP indes davon, dass sechs Personen lebensbedrohliche Verletzungen erlitten hätten.
Nach Messerangriff am Hauptbahnhof in Hamburg: Polizei nimmt tatverdächtige Person fest
Der Vorfall ereignete sich dem Bild-Bericht zufolge am Bahnsteig 13/14. Die tatverdächtige Person wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen. Laut Bild soll es sich um eine Frau handeln. Eine offizielle Bestätigung dieser Information seitens der Polizei gibt es jedoch noch nicht. Auch sonst sind bislang noch kaum Informationen zur tatverdächtigen Person bekannt. (sp)
Rubriklistenbild: © Georg Wendt/picture alliance/dpa







