Neue Wetterwarnung für Almeria in Spanien: „Die Gefahr ist extrem“
Der spanische Wetterdienst Aemet warnt die Menschen in der Region vor neuerlichen „sintflutartigen Regenfällen“. Flüsse und Bäche könnten demnach über die Ufer treten, wieder werden Überschwemmungen befürchtet. „Die Gefahr ist extrem! Reisen Sie nicht, wenn es nicht unbedingt notwendig ist“, heißt es weiter.
⚠️AVISO ROJO | Lluvias torrenciales en la provincia de Almería.
Posibles desbordamientos de cauces e inundaciones. ¡El peligro es extremo! ¡No viaje salvo que sea estrictamente necesario!
En otras zonas del Mediterráneo persiste el aviso naranja: peligro importante. pic.twitter.com/LbYNrAxz42
Zahl der Todesopfer steigt – Unwetterphänomen bleibt unberechenbar
Bereits am Morgen erschütterte Spanien die Nachricht von der neuen Zahl an Todesopfern. Aktuell spricht der Notdienst der am schwersten getroffenen Mittelmeerregion Valencia von 213 Toten, wie der staatliche Sender RTVE berichtete. Helfer kämpfen unermüdlich um die noch immer zahlreichen Vermissten. Vor allem in Tunneln und überfluteten Tiefgaragen ist die Bergung besonders schwierig.
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Das Unwetterphänomen „Kalter Tropfen“ hält sich aber weiter über Spaniens Mittelmeerküste. Die zweithöchste Warnstufe Orange gilt in Teilen der Region Valencia, unter anderem in der Provinz Castellón, wo heftige Regenfälle niedergehen könnten. Doch wo und wann die Unwetter runtergehen, ist oft nicht klar. Das Unwetterphänomen „Kalter Tropfen“ macht es selbst Meteorologen äußerst schwer, konkrete Vorhersagen zu treffen. So wurde auch Mallorca Anfang letzter Woche von den Regenfällen völlig überrascht.
König Felipe VI. und Königin Letizia kommen ins Katastrophengebiet
Fünf Tage nach den schweren Unwettern wollen König Felipe VI. und Königin Letizia am Sonntag (3. November) die Katastrophenregion rund um die Mittelmeermetropole Valencia aufsuchen. Regierungschef Pedro Sánchez hatte am Samstag angekündigt, das Militär vor Ort um weitere 5000 Soldaten aufzustocken und auch 5000 Polizisten zu entsenden. Mittlerweile sind mehr als 3600 Militärangehörige in den am schlimmsten betroffenen Ortschaften nahe der Großstadt Valencia im Einsatz, wie die spanische Zentralregierung in Madrid verkündete.
Zuvor hatte es harte Kritik allen voran aus den betroffenen Ortschaften gegeben, die sich in den ersten Tagen auf sich allein gestellt sahen. In vielen der etwa 15 besonders schlimm getroffenen Dörfer sind weiterhin Straßen von aufgetürmten Autos oder gestrandetem Hausrat versperrt und mit dickem Schlamm überzogen. (mke)