„Alle Mittel der Nation mobilisiert“

Großbrand-Inferno in Urlauber-Region am Mittelmeer: Campingplatz evakuiert – erstes Todesopfer

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Ein großflächiger Brand breitet sich im Süden Frankreichs rasch aus. Mehr als 1.000 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Wind erschwert ihre Arbeit.

Update vom 6. August, 08.04 Uhr: Bei dem bisher größten Waldbrand des Sommers in Frankreich hat es ein erstes Todesopfer gegeben. Eine Frau starb in ihrer Wohnung in der Gemeinde Saint-Laurent-de-la-Cabrerisse im Département Aude in der Nähe von Narbonne, wie regionale Behörden mitteilten. Ein weiterer Mensch aus demselben Dorf in Südfrankreich werde vermisst. Insgesamt seien neun Menschen verletzt worden.

Das Feuer im Corbières-Massiv nahe der Mittelmeerküste breitete sich rasant aus und zerstörte laut Behörden seit seinem Ausbruch am Dienstagnachmittag bereits mehr als 10.000 Hektar Land. Zudem seien 25 Häuser zerstört oder beschädigt worden. Die Flammen bedrohen weiterhin mehrere Dörfer. „Das Feuer breitet sich in einem Gebiet aus, in dem alle Bedingungen für seine Ausbreitung gegeben sind“, erklärte Lucie Roesch von der Präfektur Aude. „Dieser Brand wird uns noch mehrere Tage beschäftigen. Es handelt sich um einen Langzeiteinsatz.“

Einer der Verletzten habe schwere Verbrennungen erlitten. Zudem erlitten sieben Feuerwehrleute Verbrennungen, wie Roesch mitteilte. In dem betroffenen Gebiet wurden Campingplätze und ein Dorf teilweise evakuiert und mehrere Straßen gesperrt.

Feuer verwüsten Mittelmeerregion: Bilder zeigen Ausmaß der Großbrände

Löschhubschrauber während eines Brandes bei La Peña
Mehrere Löschhubschrauber bekämpfen die Flammen im Waldgebiet bei La Peña. Auslöser des Feuers soll ein in Brand geratenes Wohnmobil gewesen sein. © dpa/ EUROPA PRESS/ Nono Rico
Aus dem Wald bei La Peña steigt Rauch auf.
Dichter Rauch steigt aus dem Waldgebiet bei La Peña in Südspanien auf – die Gäste des Campingplatzes Torre de la Peña in Tarifa mussten aufgrund des Feuers in Sicherheit gebracht werden. © dpa/ EUROPA PRESS/ Nono Rico
Löschmaßnahmen aus der Luft
Ein Löschhubschrauber unterstützt aus der Luft die Bekämpfung des Waldbrandes in Spanien. © adpa/ EUROPA PRESS/ Eduardo Sanz
Fläche bei Saint-Laurent-de-la-Cabrerisse in Frankreich.
Blick auf eine Fläche bei Saint-Laurent-de-la-Cabrerisse in Frankreich, die durch einen schweren Waldbrand stark beschädigt wurde.  © dpa/ AFP/ Idriss Bigou-Gilles
Das Feuer setzt sich unaufhaltsam fort. Einsatzkräfte löschen das Feuer.
Das Feuer setzt sich unaufhaltsam fort – Einsatzkräfte kämpfen unter Hochdruck gegen die Ausbreitung. © dpa/Pompiers13 via AP
Dichte Rauchwolken ziehen über Südfrankreich
In Südfrankreich stehen Wälder und Felder großflächig in Brand. © dpa/Securite Civile
Ein Anwohner versprüht Wasser, um einen Waldbrand zu löschen.
Das ausgebrochene Feuer in Südfrankreich lässt sich nur schwer eindämmen. © dpa/Idriss Bigou-Gilles
Feuerwehr im Einsatz: Brand wütet in Südfrankreich
Etwa 1.500 Feuerwehrleute versuchen, den Brand in Südfrankereich in Schach zu halten. © Screenshot/ X/ Pompiers de l‘Aude
Brände in Frankreich verwüsten die Mittelmeerregion
Während die Flammen in Südfrankreich weiter vorrücken, sind Feuerwehr und Rettungskräfte im Dauereinsatz. © dpa/Securite Civile
Flugzeug fliegt über einen großflächigen Waldbrand in Südfrankreich.
Das Feuer brach in der Gemeinde Ribaute im südfranzösischen Département Aude aus, das ungefähr zwischen den Städten Carcassonne und Narbonne liegt. © Screenshot/ X/ Pompiers de l‘Aude

Großbrand in Südfrankreich: Gemeinden und Campingplatz evakuiert, Straßen gesperrt

Erstmeldung vom 6. August 2025: Ribaute – In Südfrankreich breitet sich ein Waldbrand rasend schnell aus. Das am Dienstagnachmittag (5. August) bei Ribaute in der Nähe von Narbonne ausgebrochene Feuer habe bis zum Abend schon 4000 Hektar Land zerstört, teilten die Behörden des Départements Aude mit. Die dpa spricht sogar von bestätigten 5000 Hektar, die bereits den Flammen zum Opfer gefallen sind. Es rief die höchste Waldbrand-Alarmstufe Rot aus – Die Entwicklung des Brandes sei ungünstig.

In Südfrankreich wütet ein Flächenbrand (Symbolbild).

Wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete, wurden ein Campingplatz und etwa 30 Häuser evakuiert. Nach Angaben der Behörden wurden zwei Menschen verletzt, eine davon schwer. Zudem wurden mehrere Straßen gesperrt. Auch mehrere Gemeinden in der Nähe von Ribaute, das zwischen Carcassonne und Narbonne liegt, wurden vorsorglich evakuiert, wie BFMTV berichtete.

Waldbrand in Andalusien: Evakuierungen in Tarifa nach Campingplatz-Brand

Neben Frankreich ist auch Südspanien von Waldbränden betroffen. In der Region Andalusien wurden aufgrund eines Feuers im beliebten Badeort Tarifa Menschen evakuiert. Das Feuer brach am Dienstag (05. August), gegen 15 Uhr im Waldgebiet La Peña aus. Mutmaßlich wurde der Brand durch einen brennenden Wohnwagen auf dem Campingplatz „Torre de la Peña II“ verursacht.

Feuer in Frankreich breitet sich mit „ungewöhnlicher Geschwindigkeit“ aus

Laut einem Wetterdienst Météo-France ist die gesamte Region von einer Hitzewelle betroffen. Die Brandgefahr sei deswegen „sehr hoch“. So erklärte Oberst Alexandre Jouassard vom Zivilschutz im Sender BFMTV, dass sich das Feuer in Ribaute mit ungewöhnlicher Geschwindigkeit ausbreite.

Feuerwehr im Großeinsatz – Macron reagiert

Über 1200 Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen, die durch starken Wind angefacht werden. Sie wurden demnach von 14 Löschflugzeugen und zwei Löschhubschraubern unterstützt.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron äußerte sich auf X zu dem Großbrand: „Alle Mittel der Nation sind mobilisiert.“ Der Staatschef forderte die Bevölkerung zu erhöhter Vorsicht auf. Erst Anfang Juli kam es zu einem größeren Brand in Südfrankreich, bei dem auch der Flughafen Marseille geschlossen werden musste. (jh mit afp/dpa)

Rubriklistenbild: © Pompiers13 via AP/dpa

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