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Yannick Hanke
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Victoria Krumbeck
Sarah Neumeyer
In Belgrad dringt ein 13-jähriger Schüler in eine Schule ein und tötet bei einem Amoklauf neun Menschen. Er wurde in eine Klinik für Neuropsychiatrie gebracht.
- Neue Details zum Täter: Polizei findet Skizzen zum geplanten Amoklauf.
- Tödliche Schüsse in Belgrader Grundschule: Eltern sind verzweifelt und suchen nach Kindern.
- Dieser News-Ticker zu den Schüssen an einer Grundschule im serbischen Belgrad wird regelmäßig aktualisiert.
Update vom 4. Mai, 21.03 Uhr: Einen Tag nach dem Massaker an einer Belgrader Schule mit neun Toten hat die serbische Regierung die Ausgabe neuer Waffenscheine für zwei Jahre ausgesetzt. Zudem wird das Innenministerium in den nächsten drei Monaten verschärfte Inspektionen bei Waffenbesitzern durch, um die vorschriftsmäßige Verwahrung von Schusswaffen und Munition zu überprüfen, heißt es von der Nachrichtenagentur Beta. Dies hätte das Kabinett auf seiner Sitzung am Donnerstag entschieden.
13-Jähriger begeht Amoklauf in Belgrad – negativer Test auf Drogen und Alkohol beim Täter
Update vom 4. Mai, 17.42 Uhr: Nach dem Amoklauf in Belgrad, bei dem ein 13-jähriger Junge neun Menschen erschoss, demonstrierten Lehrer vor dem Bildungsministerium für bessere Bildung und mehr Sicherheit an Schulen. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Darüber hinaus wurden wohl Rücktrittsforderungen gegen den Bildungsminister Branko Ružić laut.
Bei dem strafunmündigen Täter konnte Angaben seiner Anwältin zufolge ein negativer Test auf Drogen und Alkohol nachgewiesen werden. Er wurde in eine psychiatrische Einrichtung gebracht.
Update vom 4. Mai, 15.46 Uhr: Am Mittwoch hat ein 13-Jähriger in Belgrad an einer Schule neun Menschen erschossen. Da der Täter noch nicht strafmündig ist, wurde er in eine psychiatrische Einrichtung gebracht. Der serbische Präsident Aleksandar Vučić kündigte Zeit Online zufolge am Mittwoch bereits ein Moratorium für neue Waffenlizenzen an – außer für die Jagd. Bestehende Genehmigungen sollen demnach stärker überprüft werden. Gleiches gelte auch für die Aufbewahrung von Waffen.
Der Vater des 13-jährigen Täters besaß einen gültigen Waffenschein. Auch er wurde zunächst festgenommen, da die Tatwaffe ihm gehörte.
Neun Tote nach Amoklauf in Belgrad: 13-jähriger Täter in psychiatrischer Klinik
Update vom 4. Mai, 12.50 Uhr: Ein 13-Jähriger hat in seiner eigenen Schule in Belgrad am Mittwochmorgen ein Blutbad angerichtet. Er tötete neun Menschen – acht Schüler sowie einen Wachmann. Sechs weitere Schüler und eine Lehrerin erlitten Verletzungen. Das Land ist im Schock. „Dies ist einer der schwersten Tage in der modernen serbischen Geschichte“, sagte Staatspräsident Aleksandar Vučić am Abend vor der Presse. Serbien sei in der Trauer vereint.
Da der Junge im Jahr 2009 geboren ist, ist er nach serbischer Gesetzeslage nicht strafmündig und kann nicht vor Gericht gestellt werden. Die Polizei nahm im Laufe des Mittwochs seine Eltern fest. Der Junge wurde nach seiner Festnahme in eine Klinik für Neuropsychiatrie gebracht.
Der Vater des 13-Jährigen besaß laut Veselin Milic, dem Direktor der Belgrader Polizei, einen gültigen Waffenschein. Die Polizei verdächtigt ihn, sie nicht vorschriftsgemäß verwahrt zu haben. Der Junge hätte keinen Zugang zu ihnen bekommen dürfen. Wie Präsident Vučić in seiner Pressekonferenz darlegte, handelt es sich bei dem Vater um einen „vorbildlichen Arzt“. Zugleich drückte er seine Verwunderung darüber aus, dass der Vater mit dem Sohn zu einem Schießstand gegangen sei und mit ihm das Schießen geübt habe.
Neun Tote nach Amoklauf in Schule in Belgrad: Polizei äußert sich zu möglichem Motiv des 13-Jährigen
Update vom 4. Mai, 5.40 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen an der Belgrader Grund- und Hauptschule, veröffentlichte die Polizei neue Erkenntnisse. Demnach soll der mutmaßliche Täter ein sehr guter Schüler und sogar Jahrgangsbester gewesen sein. Als Grund für die Amoktat käme eine schlechte Note infrage, über die er wütend gewesen sein soll.
Mit einer Waffe erschoss er neun Menschen. Laut Medienberichten wurden in seiner Tasche zudem mehrere Flaschen mit einer brennbaren Flüssigkeit gefunden, die als Molotowcocktails dienen sollten. Auf dem Schulhof konnte der 13-jährige Angreifer von Polizisten jedoch überwältigt werden.
Update vom 3. Mai, 16.35 Uhr: Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich laut der Nachrichtenagentur AFP um einen 13-jährigen Teenager handeln und nicht um einen 14-Jährigen, wie zunächst berichtet wurde. Der Junge hatte acht Kinder getötet und einen Wachmann. Bei den getöteten Kindern handelt es sich um sieben Mädchen und einen Jungen, die in den Jahren 2009, 2010 und 2011 geboren wurden, wie Belgrads Polizeichef Veselin Milic bekannt gab.
In seinem Rucksack soll der Junge eine zweite Waffe mit sich getragen haben, teilten die Behörden mit. Wie Innenminister Bratislav Gasic mitteilte, wurde auch der Vater des Verdächtigen festgenommen, dem die Tatwaffe gehörte. „Der Vater behauptet, dass die Waffen in einem Safe eingeschlossen waren, aber anscheinend kannte der Junge den Code, weil er die Pistolen und drei Magazine mit jeweils 15 Schuss Munition an sich nehmen konnte“, sagte Gasic.
Wie eine Mutter eines Kindes berichtete, hätten die Lehrer schnell reagiert, um die Schulkinder in Sicherheit zu bringen. Ihre Tochter habe den tödlichen Schuss auf den Wachmann beobachtet und sei dann sofort in ihre Klasse gerannt. „Sie hatte Angst. Sie sagte ihrer Lehrerin, dass oben geschossen wurde“, berichtete die Frau. Die Lehrerin habe die Kinder „sofort“ in Sicherheit gebracht und im Klassenraum eingeschlossen. Die Polizei sei von der stellvertretenden Schulleiterin der Schule alarmiert worden, berichtete Polizeichef Milic. Zwei Minuten später habe auch der Angreifer selbst die Polizei gerufen. „Er sagte, er habe mehrere Menschen in der Grundschule erschossen“, sagte Milic.
Tote nach Schul-Amoklauf am 3. Mai in Belgrad: Neue Details zum Täter – Polizei findet Skizzen „wie aus Horrorfilm“
Update vom 3. Mai, 15.15 Uhr: Nach dem Amoklauf eines 14-jährigen Teenagers, der neun Menschen an seiner eigenen Schule erschoss, ist das Motiv des Jungen immer noch unklar. Der Jugendliche sei jedoch planmäßig vorangegangen und habe sogar über eine Liste von potenziellen Opfern verfügt, wie der Belgrader Polizeidirektor Veselin Milic am Nachmittag auf einer Pressekonferenz in der serbischen Hauptstadt mitteilte. Monatelang habe der Junge seine Tat geplant, sagte Polizeichef Milic weiter. Man habe auf seinem Schreibtisch Skizzen und Pläne gefunden, die „wie aus einem Horrorfilm oder Videospiel“ ausgesehen hätten.
Mit der Waffe seines Vaters sowie mit vier Brandsätzen in der Tasche sei er in seine Schule gegangen, habe dort zunächst einen Wachmann und zwei Schülerinnen getötet. Dann sei er in seine Schulklasse gegangen, die gerade Geschichtsunterricht hatten. Er wechselte das Magazin seiner Waffe und eröffnete das Feuer vom Türrahmen aus, auf die Lehrerin und auf mehrere Schüler. Danach sei er auf den Schulhof gelaufen und habe die Polizei gerufen.
Tödliche Schüsse am 3. Mai in Schule in Belgrad: Eltern verzweifelt – „Bitte sagen Sie uns etwas“
Update vom 3. Mai, 14.38 Uhr: Die serbische Regierung hat nach den tödlichen Schüssen in der Belgrader Vladislav-Ribnikar-Grundschule eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. Dies gab Bildungsminister Branko Ruzic am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in der serbischen Hauptstadt bekannt. Der mutmaßliche Täter soll nach dem Blutbad selbst die Polizei angerufen haben, wie der Direktor der Belgrader Polizei, Veselin Milic, auf der Pressekonferenz sagte. Die Tat soll lange vorbereitet worden sein.
Der Amoklauf an einer Grundschule erschüttert ganz Serbien. Manche Eltern wissen immer noch nicht, ob ihren Kindern etwas zugestoßen ist. Der BBC erzählten Eltern, dass die Polizei ihnen keine weiteren Infomatineen geben würde. „Bitte sagen Sie uns etwas“, sollen sie die Beamten angefleht haben. Besorgte Angehörige würden Krankenhäuser abtelefonieren, um zu erfahren, ob ihre Kinder eingeliefert wurden. Die Polizei hatte die besorgten Eltern, die noch nichts von ihren Kindern gehört haben, gebeten, sich bei einer Polizeistation zu melden.
Die Verletzten, die in das Krankenhaus gebracht wurden, erlitten Schussverletzungen. Eine 13-jährige Schülerin habe „lebensbedrohliche Verletzungen“ erlitten, wie die New York Times, die serbische Gesundheitsministerin Danica Grujicic zitierte.
Schüsse in Belgrad: Wachmann stellt sich Schützen in den Weg - „und war das erste Opfer“
Update vom 3. Mai, 14.04 Uhr: Die ersten Schüsse fielen am Mittwochmorgen gegen 08.40 Uhr im Stadtteil Vracar im Zentrum von Belgrad. Die Polizei habe sofort alle verfügbaren Polizeistreifen in die Schule geschickt, erklärte das Innenministerium. Der mutmaßliche Täter, ein 14-jähriger Siebtklässler, wurde festgenommen. Das Motiv des Jungen bleibt weiterhin unklar. Die Polizei arbeite mit Hochdruck daran, „alle Fakten und Umstände aufzuklären, die zu dieser Tragödie geführt haben“, erklärte das serbische Innenministerium.
Der Wachmann, der bei dem Amoklauf ums Leben kam, habe vermutlich weitere Opfer verhindert. Er soll sich dem Schützen in den Weg gestellt haben, wie Milan Nedeljkovic von der Bezirksverwaltung in Vracar sagte. Der Wachmann „wollte die Tragödie verhindern und er war das erste Opfer“, sagte Nedeljkovic vor Journalisten vor dem Schulgebäude. Die Polizei sperrte die Schule weiträumig ab.
Vor der Schule warteten besorgte Eltern auf ihre Kinder. Astrid Merlini, deren Tochter während der Schüsse in der Schule war, sagte, die Lehrer hätten schnell reagiert, um die Schulkinder in Sicherheit zu bringen. Ihre Tochter habe den tödlichen Schuss auf den Wachmann beobachtet und sei dann sofort in ihre Klasse gerannt. „Sie hatte Angst. Sie sagte ihrer Lehrerin, dass oben geschossen wurde“, berichtete Merlini. Die Lehrerin habe die Kinder „sofort“ in Sicherheit gebracht und im Klassenraum eingeschlossen.
In Serbien dauert die Grundschule acht Jahre. Waffengewalt ist in serbischen Schulen äußerst selten. In dem Balkanland ist der Erwerb und Besitz einer Schusswaffe mit Genehmigung legal.
Amoklauf in Belgrad: Polizei nimmt Tatverdächtigen auf Schulhof fest
Update vom 3. Mai, 13.33 Uhr: Nach dem Amoklauf an einer Grundschule in Belgrad befindet sich eine Schülerin in Lebensgefahr, wie das serbische Innenministerium auf seiner Homepage mitteilte. Ein Schüler der Schule, geboren im Jahr 2009, sei als Tatverdächtiger noch auf dem Schulhof festgenommen worden, teilte das Ministerium weiter mit. Die Regierung will sich am frühen Nachmittag weiter zu dem Fall äußern.
Schüsse in Belgrad: Schüler eröffnet Feuer - neun Menschen tot
Erstmeldung vom 3. Mai: Belgrad – Ein Schüler hat am Mittwoch in einer Belgrader Schule auf Mitschüler und Personal geschossen und dabei mehrere Menschen getötet. Laut Informationen der Nachrichtenagentur AFP wurden neun Menschen getötet, darunter acht Kinder und der Wachmann der Schule. Sechs Schulkinder und ein Lehrer seien von dem Schützen, bei dem es sich um einen Schüler der Schule handeln soll, verletzt worden.
Schüsse in Belgrad: Schüler dringt mit Waffe in Schule ein - Neun Menschen tot
Zuvor teilte das serbische Innenministerium mit, dass die Polizei einen mutmaßlichen Schützen festgenommen habe. Das Nachrichtenportal „nova.rs“ berichtete unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen, dass der mutmaßliche Täter, ein 14-jähriger Schüler der siebten Klasse sei. Er soll in die Schule eingedrungen sein und auf die Schüler geschossen habe. Drei Schulkinder sollen ins Krankenhaus gebracht worden sein, wie das Staatsfernsehen RTS meldete. Diese Angaben wurden zunächst nicht offiziell bestätigt.
Polizei und Rettungskräfte rückten mit großem Aufgebot zu der Schule im Zentrum von Belgrad aus. Die Polizei sperrte das umliegende Areal großräumig ab, wie Medien berichteten. Auch Bildungsminister Branko Ruzic und Gesundheitsministerin Danica Grujicic begaben sich an den Schauplatz der Tragödie.
Rubriklistenbild: © Darko Vojinovic/dpa











