Erdbeben in Japan

90 Jahre alte Frau überlebt nach Erdbeben fünf Tage unter Erdbeben

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Eine 90-jährige Frau in Japan konnte nach fünf Tagen gerettet werden. Hunderte weitere werden nach dem Erdbeben in Japan weiter vermisst.

Suzu – Gleich zu Beginn des Jahres 2024 erschütterte ein schweres Erbeben Japan. In den Tagen danach stieg die Zahl der vermissten Personen auf über 200 an, viele davon werden noch immer gesucht. Umso beeindruckender ist die Rettung einer 90-jährigen Frau, die fünf Tage in den Trümmern eines Hauses überlebte.

Wie der Fernsehsender NHK berichtet, wurde die 90-jährige Frau nach ihrer Rettung in ein Krankenhaus in der Stadt Suzu gebracht. Fünf Tage nach dem Beben noch gerettet zu werden ist äußert unwahrscheinlich, umso erfreulicher ist die Rettung der Frau – besonders in Anbetracht ihres Alters. Trotzdem gelten weiterhin noch rund 220 Personen als vermisst, für deren Rettung die Hoffnung immer weiter schwindet.

Starkes Erdbeben und Tsunami-Warnung in Japan: Rettungskräfte suchen nach Überlebenden

Ein Gebäude in Wajima ist nach dem schweren Erdbeben in Japan kollabiert.
Nach dem schweren Erdbeben in Japan zeigt sich nach und nach das Ausmaß der Schäden. In Wajima sind Gebäude einfach kollabiert.  © IMAGO
Schweres Erdbeben in Japan: Rettungskräfte suchen am 2. Januar 2024 in eingestürzten Häusern in Wajima nach Überlebenden.
Schweres Erdbeben in Japan: Rettungskräfte suchen am 2. Januar 2024 in eingestürzten Häusern in Wajima nach Überlebenden.  © KAZUHIRO NOGI/Afp
Nach dem schweren Erdbeben in Japan mit zahlreichen Todesopfern, zeigt sich nach und nach das Ausmaß der Schäden, wie hier ein Gebäude in Wajima.
Mindestens 48 Menschen sind bei dem schweren Erdbeben in Japan am Neujahrstag ums Leben gekommen. Besonders die Halbinsel Noto wurde von dem Beben der Stärke 7,6 getroffen.  © IMAGO
Menschen stehen neben großen Rissen im Bürgersteig in der Stadt Wajima in der Präfektur Ishikawa. Tausende Menschen wurden von dort evakuiert wurden, nachdem ein schweres Erdbeben die Region erschüttert hatte.
Menschen stehen neben großen Rissen im Bürgersteig in der Stadt Wajima in der Präfektur Ishikawa in Japan. Tausende Menschen wurden von dort evakuiert, nachdem ein schweres Erdbeben das Zentrum Japans am Neujahrstag erschüttert hat. Wie japanische Fernsehsender am Montag berichteten, stürzten mehrere Häuser in den betroffenen Regionen an der Küste des Japan-Meeres ein. Die nationale Wetterbehörde gab eine Tsunami-Warnung aus.  © Yusuke Fukuhara/AFP
Ein Mitglied der südkoreanischen Küstenwache patrouilliert am 1. Januar 2024 an einem Strand in Gangneung. Südkorea hat nach einem schweren Erdbeben in Japan eine Tsunami-Warnung veröffentlicht.
Ein Mitglied der südkoreanischen Küstenwache patrouilliert am 1. Januar 2024 an einem Strand in Gangneung. Südkorea hat nach einem schweren Erdbeben in Japan eine Tsunami-Warnung veröffentlicht.  © Yonhap/AFP
Das Videostandbild zeigt einen Brand nach einem Erdbeben in Wajima, Präfektur Ishikawa. Japan hat am Montag nach einer Reihe starker Beben im Japanischen Meer eine Tsunami-Warnung herausgegeben.
Das Videostandbild zeigt einen Brand nach einem Erdbeben in Wajima, Präfektur Ishikawa. Japan hat am Montag nach einer Reihe starker Beben im Japanischen Meer eine Tsunami-Warnung herausgegeben.  © dpa
Ein schwer beschädigtes Gebäude in der Stadt Wajima, Präfektur Ishikawa, nachdem ein schweres Erdbeben die Region Noto erschüttert hat.
Ein durch das Erdbeben schwer beschädigtes Gebäude in der Stadt Wajima in Japan. © Yusuke Fukuhara/AFP
Ein Teil eines Geschäftsgebäudes ist eingestürzt. Japan hat am Montag nach einer Reihe starker Beben im Japanischen Meer eine Tsunami-Warnung herausgegeben.
Ein Teil eines Geschäftsgebäudes ist eingestürzt. Japan hat am Montag nach einer Reihe starker Beben im Japanischen Meer eine Tsunami-Warnung herausgegeben.  © dpa
Das Zentrum Japans ist am Neujahrstag von einer heftigen Erdbeben-Serie erschüttert worden. Wie japanische Fernsehsender am Montag berichteten, stürzten mehrere Häuser in den betroffenen Regionen an der Küste des Japan-Meeres ein. Die nationale Wetterbehörde gab eine Tsunami-Warnung aus. Das Foto zeigt ein eingestürztes Gebäude in Wajima in der zentraljapanischen Präfektur Ishikawa.
Das Foto zeigt ein eingestürztes Gebäude in Wajima in der zentraljapanischen Präfektur Ishikawa. © Imago
In Wajima, Präfektur Ishikawa sind nach einem Erdbeben Risse im Boden zu sehen (bestmögliche Qualität). Ein starkes Erdbeben hat Teile Japans erschüttert. Die nationale meteorologische Behörde gab am Montag eine Warnung vor einem drei Meter hohen Tsunami entlang der Küste am Japan-Meer aus.
In Wajima, Präfektur Ishikawa sind nach einem Erdbeben Risse im Boden zu sehen (bestmögliche Qualität). © Kyodo News/dpa
Ein starkes Erdbeben hat in Japan Schäden verursacht. Das Foto zeigt Risse in einer Straße in Kanazawa in der zentraljapanischen Präfektur Ishikawa.
Ein starkes Erdbeben hat in Japan Schäden verursacht. Das Foto zeigt Risse in einer Straße in Kanazawa in der zentraljapanischen Präfektur Ishikawa. © Imago
Ein Torii-Tor ist nach einem Erdbeben an einem Schrein in Kanazawa, Präfektur Ishikawa beschädigt. Japan hat am Montag nach einer Reihe starker Beben im Japanischen Meer eine Tsunami-Warnung herausgegeben.
Ein Torii-Tor ist nach einem Erdbeben an einem Schrein in Kanazawa, Präfektur Ishikawa beschädigt.  © dpa
Japans Premierminister Fumio Kishida spricht am 1. Januar 2024 über die Situation nach einem schweren Erdbeben und der darauf folgenden Tsunami-Warnung für die Westküste Japans.
Japans Premierminister Fumio Kishida spricht am 1. Januar 2024 über die Situation nach einem schweren Erdbeben und der darauf folgenden Tsunami-Warnung für die Westküste Japans.  © AFP
In einer Live-Übertragung des japanischen Senders NHK World werden Menschen aufgefordert, das Gebiet in Zentraljapan nach einer Reihe schwerer Erdbeben zu evakuieren. Das Bild wurde am 1. Januar 2024 in Hongkong aufgenommen und zeigt eine Warnmeldung auf einem Bildschirm.
In einer Live-Übertragung des japanischen Senders NHK World werden Menschen aufgefordert, das Gebiet in Zentraljapan nach einer Reihe schwerer Erdbeben zu evakuieren. Das Bild wurde am 1. Januar 2024 in Hongkong aufgenommen und zeigt eine Warnmeldung auf einem Bildschirm.  © Mladen Antonov/AFP

Gemeinden nach Erdbeben in Japan von Außenwelt abgeschnitten

Für Sonntag wurden für die vom Beben besonders schwer getroffene Halbinsel Noto Schneefall und stürmischer Wind vorhergesagt. Damit dürften sich auch die Bedingungen für mehrere durch rund 1000 Erdrutsche weiterhin von der Außenwelt abgeschnittene Gemeinden verschlechtern. Der Transport von Hilfsgütern in Gebiete ohne Zugang zu Strom und fließendem Wasser ist massiv erschwert. 30.000 Menschen waren zudem am Samstag noch in 366 staatlichen Notunterkünften untergebracht.

Auch noch Tage nach dem Erdbeben in Japan sind hunderte Menschen vermisst.

Die japanische Hauptinsel Honshu war am Neujahrstag von einem schweren Beben der Stärke 7,5 sowie dutzenden Nachbeben erschüttert und von Tsunamiwellen getroffen worden. Mindestens 126 kamen in der Folge ums Leben, die Zahl wird jedoch angesichts der vielen Vermissten weiter ansteigen. Zahllose Häuser auf der in der Präfektur Ishikawa gelegenen Halbinsel Noto stürzten ein oder wurden beschädigt. Straßen wurden unpassierbar, ein Großfeuer vernichtete ein historisches Marktviertel in der Hafenstadt Wajima.

In Japan kommt es regelmäßig zu Erdbeben – doch auch in Europa gibt es Erdbeben

Japan wird jedes Jahr von hunderten Erdbeben erschüttert. Die meisten hinterlassen keine Schäden, was unter anderem auf seit Jahrzehnten geltende, strenge Bauvorschriften zurückzuführen ist. In den vergangenen fünf Jahren haben die Erdbeben insbesondere in der Region Noto an Stärke und Häufigkeit zugenommen.

In den vergangenen Monaten kam es weltweit immer wieder zu Erdbeben – auch in Europa. So gab es erst vor kurzem hunderte Erdbeben auf Island und sogar einen Vulkanausbruch. (kiba/AFP)

Rubriklistenbild: © Hiro Komae/dpa

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