Wie der Fernsehsender NHK berichtet, wurde die 90-jährige Frau nach ihrer Rettung in ein Krankenhaus in der Stadt Suzu gebracht. Fünf Tage nach dem Beben noch gerettet zu werden ist äußert unwahrscheinlich, umso erfreulicher ist die Rettung der Frau – besonders in Anbetracht ihres Alters. Trotzdem gelten weiterhin noch rund 220 Personen als vermisst, für deren Rettung die Hoffnung immer weiter schwindet.
Starkes Erdbeben und Tsunami-Warnung in Japan: Rettungskräfte suchen nach Überlebenden
Gemeinden nach Erdbeben in Japan von Außenwelt abgeschnitten
Für Sonntag wurden für die vom Beben besonders schwer getroffene Halbinsel Noto Schneefall und stürmischer Wind vorhergesagt. Damit dürften sich auch die Bedingungen für mehrere durch rund 1000 Erdrutsche weiterhin von der Außenwelt abgeschnittene Gemeinden verschlechtern. Der Transport von Hilfsgütern in Gebiete ohne Zugang zu Strom und fließendem Wasser ist massiv erschwert. 30.000 Menschen waren zudem am Samstag noch in 366 staatlichen Notunterkünften untergebracht.
Die japanische Hauptinsel Honshu war am Neujahrstag von einem schweren Beben der Stärke 7,5 sowie dutzenden Nachbeben erschüttert und von Tsunamiwellen getroffen worden. Mindestens 126 kamen in der Folge ums Leben, die Zahl wird jedoch angesichts der vielen Vermissten weiter ansteigen. Zahllose Häuser auf der in der Präfektur Ishikawa gelegenen Halbinsel Noto stürzten ein oder wurden beschädigt. Straßen wurden unpassierbar, ein Großfeuer vernichtete ein historisches Marktviertel in der Hafenstadt Wajima.
In Japan kommt es regelmäßig zu Erdbeben – doch auch in Europa gibt es Erdbeben
Japan wird jedes Jahr von hunderten Erdbeben erschüttert. Die meisten hinterlassen keine Schäden, was unter anderem auf seit Jahrzehnten geltende, strenge Bauvorschriften zurückzuführen ist. In den vergangenen fünf Jahren haben die Erdbeben insbesondere in der Region Noto an Stärke und Häufigkeit zugenommen.