Von Lea Seitz
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Eigentlich sind Braunbären friedlich und meiden Menschen. In Italien wurden nun gleich mehrere Sichtungen gemeldet, unter anderem am Gardasee.
Cavizzana – Nur drei Kilometer liegen zwischen Cavizzana und Caldes – dem Ort, der am 5. April traurige Berühmtheit erlangte, weil dort eine Bärin den 26-jährigen Jogger Andrea Papi tötete . In Cavizzana wurde nun am Samstagabend (10. Juni) erneut ein Bär gesehen: Er suchte verschiedene Häuser auf und versuchte, einen extra vor Bären gesicherten Kompost-Container zu plündern.
Zwei Generationen Bär treffen auf zwei Generationen Mensch: Muttertier und Nachkommen gesehen Bevor sich das Tier an den Containern zu schaffen machte, hatte es ein Autofahrer auf der Heimfahrt gesehen. Er vertrieb es daraufhin mit dem Aufblendlichtern des Scheinwerfers, wie die Tageszeitung Alto Adige berichtete Er habe große Angst gehabt, sagte der Mann gegenüber der Zeitung. Als er das Aufblendlicht einschaltete, flüchtete der Bär.
Natur ohne Gnade – Die gefährlichsten Tiere der Welt Die Sand-Rasselotter lebt in Zentralasien, Indien und im Nahen Osten und ist eine sehr aggressive Schlangenart. Sie verübt mehr tödliche Angriffe als jede andere Schlangengattung. Diese kleinen, aber aggressive Vipern sind allein für schätzungsweise 5000 Todesfälle jährlich verantwortlich. © Capital Pictures/IMAGO Die blaugeringelte Krake hat ihren Namen von ihrer royal-blauen Zeichnung auf ihren Tentakeln, doch das Meereslebewesen kann viel mehr als nur schön aussehen. Wenn die Krake sich bedroht fühlt, beißt sie. Der Biss ist schmerzlos und wird vom Menschen kaum bemerkt. Das Gift wirkt dann allerdings so schnell, dass eine Rettung unwahrscheinlich ist – zumal es kein Gegengift gibt. © Imago Die Zecke ist das gefährlichste Tier in Deutschland. Die kleinen, unauffälligen Blutsauger können die Lyme-Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Jedes Jahr kommt es zu Hunderten Infektionen – und das macht die Zecke gefährlicher als jedes andere Wildtier in Deutschland. © Andreas Gora/IMAGO Die asiatische Riesenhornisse ist mit ihrer beeindruckenden Größe von über fünf Zentimetern und ihrem 7 Millimeter langen Stachel nicht nur für Bienen, sondern auch für den Menschen eine ernste Bedrohung. Sie injizieren ein Neurotoxin, das dem Gift von Kugelfischen ähnelt und zu anhaltenden Schmerzen und Schwellungen führen kann. In Japan sterben im Jahr durchschnittlich 40 Menschen durch eine allergische Reaktion auf die Stiche ihrer größten Unterart, der Japanischen Riesenhornisse. © Alpsdake/picture alliance / dpa Ein gefleckter Kugelfisch, Diodon hystrix, Hawaii, 3.2.2022 Der Kugelfisch verfügt über Giftzellen im ganzen Körper. Wer Kugelfisch essen will, muss bei der Zubereitung extrem aufpassen. Eine Vergiftung durch das Toxin des Fisches führt zu Lähmungserscheinungen und kann unbehandelt zum Tod führen. © David FleethamStockTrek Images/IMAGO Weißer Hai, 5.9.2019 Die gefürchteten Jäger der Meere sind gar nicht so tödlich, wie viele annehmen. Theoretisch kann zwar fast jeder Hai, der größer als zwei Meter ist, einen Menschen ernsthaft verletzen. In der Regel sind die Tiere aber nicht an Menschen interessiert. Laut der Haiangriff-Datenbank „International Shark Attack File“ (ISAF) gibt es weltweit rund 80 Unfälle pro Jahr mit Haien. Nur fünf bis zehn davon enden tödlich. Dabei gibt es die meisten Haiunfälle mit dem Weißen Hai, dem Tigerhai und dem Bullenhai. © Mark Conlin/UIG/IMAGO Eine schwarze Mamba zeigt ihre Zunge, 1.1.2011 Die Schwarze Mamba kommt in den Savannen und Hügeln im östlichen und südlichen Afrika vor. Sie ist mit ihren 4,2 Metern die längste Giftschlange des Kontinents. Von Natur aus ist die schwarze Schlange zurückhaltend. Wird sie aber bedroht, schlägt sie zu. Ihr Biss kann innerhalb von 20 Minuten tödlich sein. © Maik Dobiey /Avalon.red/IMAGO Würfelqualle Die Würfelqualle wurde von der National Oceanic and Atmospheric Administration als das giftigste Meerestier der Welt gekennzeichnet. Ihr würfelförmiger Körper und die Tentakel von bis zu drei Metern haben zahlreiche Stachelzellen, deren Gift beim Menschen Herz, Nerven und Haut angreift. Es gibt zwar Gegengifte, allerdings wirkt das Gift so stark und schnell, dass es meist zum Tod kommt. Zwischen 1884 und 1996 kam es an australischen Stränden zu 63 tödlichen Unfällen. © dpa Geringelte Mordwanze, Geringelte Raubwanze Rhynocoris annulatus, Rhinocoris annulatus, sitzt an einer Pflanze, Deutschland, 15.2.2024 Die Raubwanze ist winzig, aber tödlich. Diese blutsaugende Wanze ist gefährlich, weil sie durch ihren Kot die tödliche Chagas-Krankheit überträgt. Diese verursacht neurologische Störungen, es kann zu Demenz und zu Schäden am Herzen kommen. Jährlich sterben etwa 10.000 bis 12.000 Menschen an der Krankheit. © W. Willner/blickwinkel/IMAGO Zwei Elefanten in Kenia, Masai Mara Elefanten sind grundsätzlich eher friedliche Tiere, können jedoch auch aggressiv werden. Wildtierexperten zufolge nimmt das aggressive Verhalten von Elefanten aufgrund des zunehmenden Drucks auf ihre Lebensräume und Herden zu. Laut dem International Fund für Animal Welfare sterben in Indien jährlich 400 Menschen an den Folgen von Konflikten mit den grauen Riesen. © Canvan Images/IMAGO Brasilianische Wanderspinne Die brasilianische Wanderspinne lebt in Mittel- und Südamerika und hat einen giftigen Biss, der für Menschen tödlich enden kann. Sie verstecken sich gern in dunklen Ecken und beißen auch zu, wenn sie nicht provoziert werden. Das Gift verursacht neben Fieber und Erbrechen auch Lungenversagen. © Imago Trichternetzspinne, die giftigste Spinne der Welt, 25.1.2023 Das Männchen der Trichternetzspinne gilt als die giftigste Spinne der Welt. Das Guinness-Buch der Rekorde führt sie zusammen mit der brasilianischen Wanderspinne an der Spitze der Giftspinnen. Sie kommt in Ost- und Südaustralien vor. Ihr Netz, das die Form eines Trichters hat, baut die Spinne in geschützten Ecken. Bis zu 40 Menschen werden jedes Jahr gebissen, allerdings sind insgesamt nur 13 Todesfälle bekannt. Seit der Verbreitung eines Gegengifts im Jahr 1981 endete keiner der Bisse mehr tödlich. © Ken Griffiths/Depositphotos/IMAGO Finnish Lapphund rennt, Tucson, Arizona, USA Hunde töten zwar selten direkt Menschen, trotzdem gehören sie zu den tödlichsten Tieren der Welt. Dabei ist nicht der Biss an sich tödlich – in Deutschland sterben gerade einmal drei bis vier Menschen jährlich an der Folge von Bissverletzungen. Es sind die Krankheitserreger, die durch Hundebisse übertragen werden, allen voran Tollwut. Ohne schnelle Hilfe verläuft diese Krankheit fast immer tödlich. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben weltweit jährlich rund 60.000 Menschen an Tollwut, die überwiegend durch Hunde übertragen wird. © IMAGO/Cavan Images/IMAGO Löwe sitzt auf einer Wiese, 29.11.2024 Löwen jagen nachts und in der Dämmerung. Auch wenn auf dem Speiseplan der Großkatzen eher Antilopen, Gazellen, Gnus oder Zebras stehen, gibt es durchaus tödliche Angriffe auf Menschen. Laut GEO sterben jährlich etwa 50 Menschen durch die Könige des Tierreichs. © Nick Dale/Panthermedia/IMAGO Ein gut getarnter Papua-Drachenkopf (Scorpaenopsis papuensis), der sich an die felsige Unterwasserumgebung anpasst, Tauchplatz Prapat, Penypangan, Bali, Indonesien Der Steinfisch ist einer der giftigsten Fische überhaupt und so gefährlich, weil er kaum zu sehen ist. Wie der Name schon sagt, sieht er aus wie ein Stein, kann aber genug Nervengift verspritzen, um einen Menschen innerhalb einer Stunde zu töten. Zum Glück gibt es ein Gegengift. Wer gestochen wird, sollte die Wunde so heiß ausspülen wie möglich, um Zeit zu schinden. © Rolf von Riedmatten/imagebroker/IMAGO Der älteste dokumentierte Grizzly Bär im Grand Teton National Park in Moose, Wyoming, USA, 16.5.2023 Grizzly-Bären können allein wegen ihrer Größe von zwei Metern und ihrem Gewicht von 270 Kilo gefährlich für den Menschen sein. Wenn man dann noch die scharfen Krallen an den Pranken bedenkt, sollte man sich lieber fernhalten. Ihren Lebensraum haben Grizzlys hauptsächlich in Nordamerika. © C.J. Adams/ZUMA Press/IMAGO Salzwasserkrokodil oder Leistenkrokodil, auch Saltie Crocodylus porosus an der Furt Cahill Crossing durch den East Alligator River, Kakadu Nationalpark, Northern Territory, Australien, Ozeanien Von allen Krokodilarten ist das Salzwasserkrokodil wohl das gefährlichste. Es ist im Vergleich zu anderen Arten besonders reizbar und aggressiv und hat kein Problem damit, auch Menschen anzufallen. Die Tiere leben im Nordosten von Australien, können mehr als eine Tonne wiegen und töten jedes Jahr Hunderte von Menschen – mehr als Haie. © Matthias Graben/imagebroker/IMAGO Inland Taipan of Western Queensland Australia Der Inland-Taipan gilt als die giftigste Schlange der Welt. Mit einem Biss gibt sie so viel Gift ab, dass sie damit theoretisch bis zu 250 Menschen töten könnte. Glücklicherweise lebt die Schlange abgeschieden im trockenen und menschenleeren Outback in Australien. © Ken Griffiths/depsositphotos/MAGO Nilpferd, Hippopotamus im Fluss Khwai, Okavango Delta, Botswana, Africa, 6.12.2023 Nilpferde erscheinen in Tierdokus oft langsam und schwerfällig, können aber ziemlich schnell und gefährlich werden, wenn sie sich bedroht fühlen. Sie haben 44 scharfe Zähne und eine Beißkraft doppelt so stark wie ein Löwe. Sie kommen vor allem in Afrika, der Sahara und Kolumbien vor und töten jährlich mehrere hundert Menschen. © Robertharding/IMAGO Kegelschnecke Die Kegelschnecke ist ein Unterwasserlebewesen, das in Korallenriffen zu Hause ist. Sie sieht aus wie eine Muschel, hat aber scharfe Zähne, die ein Nervengift verspritzen können. Ein Gegengift gibt es nicht. Bei einem Menschen sorgt es innerhalb von Minuten für Lähmungen. Auch tödliche Atemlähmungen sind möglich. © Imago Gelber Mittelmeerskorpion Der gelbe Mittelmeerskorpion ist einer der giftigsten Skorpione weltweit und kann mit seinem Stachel problemlos einen Menschen töten. Er kommt hauptsächlich in der Türkei, Nordafrika und der arabischen Halbinsel vor. © Imago Kaffernbüffel Der Kaffernbüffel ist ganz friedlich, solange er sich nicht bedroht fühlt. Wenn man ihm aber zu nahe kommt oder sein Kalb bedroht, wird er aggressiv und kann mit seinem Gewicht von einer Tonne bis zu 60 km/h schnell rennen. Er lebt in Afrika und kann dort auch schon mal Touristen-Fahrzeuge angreifen. Laut Schätzungen sterben jährlich rund 200 Menschen bei Büffelangriffen. © Imago Tsetsefliege Die Tsetsefliege ist mit ihren 17 Millimetern nicht groß, verbreitet mit einem Biss aber den Erreger für die Afrikanische Schlafkrankheit. Diese sorgt erst für neuronale Ausfälle und Schlafstörungen und kann unbehandelt zum Tod führen. Schätzungen zufolge sterben jährlich etwa 50.000 Menschen an den Folgen der Krankheit. © Imago Schrecklicher Pfeilgiftfrosch Die Pfeilgiftfrösche sind eine ganze Familie von Froscharten, die giftig für den Menschen sind. Der Goldene Pfeilgiftfrosch verfügt über ein so starkes Gift, dass er zehn Erwachsene innerhalb von kurzer Zeit töten könnte. Allein eine Berührung des Tieres, das in pazifischen Regenwäldern lebt, kann gefährlich sein. © Imago Gemeine Stechmücke Culex pipiens, Weibchen der Menschen bevorzugenden Unterart Culex pipiens molestus, sticht einen Menschen und saugt Blut, Baden-Württemberg, Deutschland, Europa Es mag verrückt klingen, aber die Stechmücke gilt als das gefährlichste Tier der Welt. Sie ist der Hauptüberträger für viele Krankheiten wie Malaria, Dengue-Fieber oder das Zika-Virus. Laut dem Tropeninstitut sind 2021 allein an Malaria 619.000 Menschen gestorben. © Heinz Krimmer/imagebroker/IMAGO Kurz darauf sah die Mutter des Mannes, nachdem sie von ihrem Sohn gewarnt wurde, einen flüchtenden Bären von ihrem Balkon aus. Bei dem Tier handelte es sich um einen zweiten Bären, vermutlich um das Muttertier des ersten. Einer der beiden konnte später bei dem Versuch, einen gesicherten Kompost-Container zu knacken, fotografiert werden.
Zweite Bären-Sichtung in vier Tagen: Meister Petz durchquert Stadtzentrum in frühen Morgenstunden Nach dem Vorfall am Samstagabend ereignete sich ein nächster gerade einmal vier Tage später: Am Dienstagmorgen (13. Juni) wurden Forstbeamte alarmiert, weil ein Bär quer durch die Stadt Arco im Trentino nahe des Gardasees wanderte – laut ersten Berichten, um in die Berge zu gelangen. Zuerst wurde er hierbei von einem Autofahrer gefilmt: Devid Moranduzzo veröffentlichte das Video auf seinem Facebook-Account.
Der im Regionalrat Trentino-Südtirol für die rechtspopulistische Partei Lega Salvini Trentino tätige Politiker kommentierte: „Bei Arco... der Bär spaziert ruhig durch das Land um sechs Uhr morgens. Wir sind nicht im Gebirge, wir sind nicht im Wald! Vielleicht sind sich einige Tierschützer dieser Situation nicht bewusst!“
In den Kommentaren wird dem Politiker auch Kontra gegeben: „Es gefällt mir nicht, 100 Male hast du einen aufwiegelnden Post gemacht“, schreibt ein Nutzer. Stattdessen solle der Politiker versuchen, die Probleme zu lösen. Ein anderer meint: „Du wirst teuer dafür bezahlt, diese Probleme zu lösen, statt sie mit diesen Videos hochzuschaukeln.“
Naher Kontakt zum Bären: Einwohner beschreibt das Tier als verängstigt Der Bär tauchte in den frühen Morgenstunden auf, wie die Provinz Trient berichtete. Vielen Anwohnern hatte der Bär einen Schrecken eingejagt und zahlreiche wählten den Notruf, um über das Tier zu informieren. Das bestätigte die Provinz Trient gegenüber Südtirol News. Der Bär sei auch in Kontakt mit einem Stadtbewohner gekommen. Dieser beschrieb das Tier als verängstigt und nach Fluchtmöglichkeiten suchend. Gerade schließen die Forstbeamten die Ermittlungen vor Ort ab.
Eine Wanderung im Trentino nach Einbruch der Dunkelheit sollte man sich in Zukunft übrigens gut überlegen: Die Trentiner Bergrettung führt nämlich wegen des hohen Risikos eines Raubtierüberfalls keine nächtlichen Einsätze mehr durch.
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