VonJohannes Welteschließen
Es ist noch nicht einmal Advent, und schon liegt in den Alpen so viel Schnee, dass Lawinengefahr herrscht. Ein Bayer wurde im Skigebiet Ischgl von einem Schneebrett erfasst.
Ischgl – Die Tourismus-Manager in den Alpen und ihre Gäste jubeln: So einen frühen Wintereinbruch wie dieses Jahr haben die Skigebiete in Österreich schon seit Jahren nicht mehr erlebt. Auf den Gletschern wie etwa im Tiroler Kaunertal liegen 2,5 Meter.
Doch der Wintereinbruch bringt auch gleich eine hohe Lawinengefahr mit sich – wie sich am Mittwoch (29. November) im Skigebiet der Silvretta-Arena in Ischgl zeigte.
Bayerischer Ski-Tourist von Lawine erfasst: Mit Freunden jenseits der Piste unterwegs
Ein 24-jähriger Skifahrer aus Gauting im Landkreis Starnberg (Oberbayern) war dort mit seinen Freunden gegen 10.20 Uhr vom Parkplatz der Höllspitzbahn jenseits der Piste über den Südgrat gefahren. Er startete als erster in die östlich gelegene Rinne Richtung Höllkar ab. Kaum, dass er losgefahren war, stürzte er aber und löste ein Schneebrett aus.
Der Skifahrer wurde erfasst und von der Lawine mitgerissen. Der 24-Jährige war aber für diesen Fall ausgerüstet, er hatte einen Lawinenairbag-Rucksack dabei, den er auslösen konnte. Damit schwamm er in der Lawine an der Oberfläche. Er wurde zwar 300 Meter mitgerissen, wurde aber kaum verschüttet.
Nach Lawine in Ischgl: Einsatzkräfte suchen weitere Vermissten – geben dann aber Entwarnung
Seine Freunde und weitere Zeugen setzten dennoch sofort einen Notruf ab, es war auch nicht abzuschließen, dass weitere Skifahrer verschüttet wurden. Kurze Zeit später konnte Entwarnung gegeben werden, weitere Opfer konnten ausgeschlossen werden. Der Gautinger wurde unverletzt von der Pistenrettung geborgen und ins Skigebiet zurückgebracht. Im Einsatz waren ein Notarzthubschrauber, ein Lawinenhundeführer mit Hund der Bergrettung Ischgl, die Pistenrettung sowie die Alpinpolizei.
Bereits am Donnerstag voriger Woche waren zwei Tourengeher bei Pfunds im Kaunertal (Tirol) von einer Lawine verschüttet worden, einer starb. Es schneit übrigens weiter, am Freitag fallen in den Bergen laut lawinen.report verbreitet 15 bis 30 Zentimeter Schnee, lokal auch mehr.
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