Ungewöhnliche Aggression

Orcas beißen Ruder ab: Spektakuläres Video zeigt Angriff auf Segelboot

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Orcas tauchen auf dem Nichts auf und attackieren Boote auf dem offenen Meer. Jetzt gibt es ein spektakuläres Unterwasser-Video von einem Angriff der Killerwale.

Update vom 5. Juni, 16.37 Uhr: Die mysteriösen Orca-Attacken auf Boote verbreitet unter Seglern Angst und Schrecken. Jetzt ist ein bisher unveröffentlichtes Video von einem Angriff aufgetaucht, und zwar aus einem nie dagewesen Blickwinkel. Eine Unterwasserkamera am Segelboot filmte das Manöver und den Angriff der Orcas. Der italienische Segler Andrea Fantini war auf dem Weg nach Tanger als ein halbes Dutzend Orcas die „Milai“ verfolgten und versuchten in die beiden Ruder zu beißen.

„Es dämmerte. Wir segelten ruhig. Wir sahen, wie sich der erste Orca näherte, dann der zweite, dann der dritte. Am Ende waren es etwa sechs oder sieben und sie begannen, auf die Ruder zu schlagen. Sie schlugen und schlugen und noch mehr“, berichtet Fantini. Es habe etwa eine halbe Stunde gedauert. Das beeindruckende Video ist auf der Webseite von Gaceta Náutica zu finden. Drei Orcas tauchen aus der Tiefe auf und nähern sich dem Heck. Eine Unterwasserkamera am Kiel zeichnet alles auf.

Den Orcas sei es gelungen, eines der beiden Ruderblätter der „Milai“ – einem Boot der Klasse 40 mit etwa 12 Metern Länge – als Trophäe zu erbeuten. Mit dem zweiten Ruder konnte das Schiff seine Fahrt nach Tanger fortsetzen. Der Vorfall ereignete sich bereits vor einem Jahr und wurde bei der Segelregatta um die Welt Global Ocean Race aufgenommen. Das Segelboot ist nach Angaben von Fantini für extreme Bedingungen ausgelegt und praktisch unsinkbar. Der Angriff der Schwertwale hätte allerdings für kleinere Segler anders ausgehen können. Fantani hofft, dass dieses Video Meeresbiologen nützlich sein kann, um das Verhalten der Orcas in der Straße von Gibraltar besser zu verstehen.

Im August 2020 griff eine Gruppe von Schwertwalen zum ersten Mal ein Regatta-Segelboot an. Seit dem häufen sich die Berichte über Angriffe der sogenannten „Gladis“, wie die Problem-Orcas bezeichnet werden. Meeresbiologen vermuten, dass ein Weibchen – „Withe Gladis“ – Auslöser für das verstörende Verhalten der intellligenten Meerestiere ist. Es könnte eine Reaktion auf eine aggressive Situation sein, die der Orca erlitten habe und die sich nicht mehr wiederholen soll (siehe auch Erstmeldung).

Killerwal-Attacken auf europäische Boote: Biologe spricht von neuem Phänomen

Erstmeldung vom 24. Mai 2023

Gibraltar – Vor der Küste von Spanien spielten sich auf dem Meer gespenstische Szenen ab: eine Gruppe von drei Orcas (Orcinus orca) greift ein Boot gezielt an – mitten in der Nacht. In letzter Sekunde konnte die Crew einer Segeljacht Anfang Mai gerettet werden. „Die Angriffe waren brutal“, erzählen Augenzeugen. Ein traumatisiertes Orca-Weibchen könnte nach Ansicht von Experten für die zahlreichen Attacken auf Boote verantwortlich sein.

Killerwal-Attacke auf Boote: Traumatisiertes Orca-Weibchen „White Gladis“ könnte Rolle spielen

Berichte über Zwischenfälle mit aggressiven Orcas häuften sich erstmals 2020. Oftmals verliefen sie jedoch glimpflich. Angefangen hatte es mit Jungtieren, die den Rumpf kleinerer Yachten rammen und Ruder beschädigen. Portugiesische Seeschifffahrtsbehörden führten die Attacken damals auf das „neugierige Verhalten junger Orcas“ zurück, die von bewegenden Strukturen an Schiffen wie Rudern oder Propellern angezogen würden. Seglern wurde in einer Mitteilung empfohlen, im Falle einer Sichtung dieser Säugetiere den Motor abzustellen und das Ruder zu blockieren.

Orca-Attacken in der Straße von Gibraltar: Phänomen weitet sich aus

Nun weitet sich das Verhaltensmuster in der Orcapopulation aus, wie auf der Webseite orcaiberica.org zu erfahren ist. Die Plattform sammelt Daten über Interaktionen mit Orcas. Dabei geht es der Atlantic Orca Working Group (GTOA) neben der Sicherheit für Segler in der Straße von Gibraltar auch um den Schutz des Schwertwals im nordöstlichen Atlantik. Vor der Iberischen Halbinsel lebt eine Subpopulation von weniger als 50 erwachsenen Tieren, die in der Roten Liste der IUCN als stark gefährdet eingestuft wird.

Orca-Attacken auf Boote: Vor der Küste Spaniens und Portugals greifen iberische Killerwale (Symbolfoto) Boote an. Forscher rätseln über das aggressive Verhalten.

Aggressives Verhalten von Orcas bisher völlig unbekannt

Der Anstieg der Aggression gegenüber Booten sei ein neues Phänomen, sagte Biologe López Fernandez von University of Aveiro in Portugal zu livescience.com. Hinweise verdichten sich nach Ansicht von Experten, dass ein traumatisiertes Orca-Weibchen namens „White Gladis“ (offiziell: Gladis Blanca-GB) hinter diesem ungewöhnlichen Verhalten steckt.

„White Gladis“ ist ein erwachsenes Weibchen und eines der „aktivsten Gladis“. Sie hat laut GTOA zwei Töchter (geboren 2015 und 2021), die ebenfalls „interagieren“. Ein Orca gilt als sogenannter Gladis, wenn er mit Schiffen interagiert, heißt es bei GTOA. Der Name stammt demnach von der einheimischen Bezeichnung „Orca Gladiator“ ab und wurde nun zur Identifizierung der Exemplare verwendet.

„White Gladis“: Killerwale ahmen Verhalten von traumatisierten Orca-Weibchen nach

Andere Killerwale würden ihr Verhalten imitieren. Forscher vermuten, dass „White Gladis“ einen „kritischen Moment der Qual“ erlebt haben könnte, beispielsweise eine Kollision mit einem Boot oder in einer Falle beim illegalen Fischfang. Dieses Ereignis könnte das Orca-Weibchen traumatisiert haben und sie dazu gebracht haben, andere Boote zu rammen.

„Die Orcas machen das absichtlich, natürlich kennen wir weder den Ursprung noch die Motivation“, sagte Fernandez. Doch es werde jeden Tag deutlicher, dass ein Trauma hinter diesem Verteidigungsverhalten stecke. Das ungewöhnliche Verhalten – Boote zu rammen – habe sich durch Nachahmen auf die Jungen ausgeweitet, weil sie es für etwas Wichtiges in ihrem Leben halten, so López Fernandez. „Dieser traumatisierte Orca ist derjenige, der dieses Verhalten des physischen Kontakts mit dem Boot ausgelöst hat.“

Natur ohne Gnade – Die gefährlichsten Tiere der Welt

Sandrasselotter, die tödlichste Schlange der Welt, 1.6.2020
Die Sand-Rasselotter lebt in Zentralasien, Indien und im Nahen Osten und ist eine sehr aggressive Schlangenart. Sie verübt mehr tödliche Angriffe als jede andere Schlangengattung. Diese kleinen, aber aggressive Vipern sind allein für schätzungsweise 5000 Todesfälle jährlich verantwortlich. © Capital Pictures/IMAGO
Blaugeringelte Krake
Die blaugeringelte Krake hat ihren Namen von ihrer royal-blauen Zeichnung auf ihren Tentakeln, doch das Meereslebewesen kann viel mehr als nur schön aussehen. Wenn die Krake sich bedroht fühlt, beißt sie. Der Biss ist schmerzlos und wird vom Menschen kaum bemerkt. Das Gift wirkt dann allerdings so schnell, dass eine Rettung unwahrscheinlich ist – zumal es kein Gegengift gibt. © Imago
 Zecke auf Haut in Nahaufname Zecke krabbelt über menschliche Haut Berlin Berlin Deutschland , 9.6.2019
Die Zecke ist das gefährlichste Tier in Deutschland. Die kleinen, unauffälligen Blutsauger können die Lyme-Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Jedes Jahr kommt es zu Hunderten Infektionen – und das macht die Zecke gefährlicher als jedes andere Wildtier in Deutschland.  © Andreas Gora/IMAGO
Eine Asiatische Riesenhornisse (hier: Vespa mandarinia japonica) aufgenommen am 21.10.2012 in Ibigawa, Gifu, Japan. P
Die asiatische Riesenhornisse ist mit ihrer beeindruckenden Größe von über fünf Zentimetern und ihrem 7 Millimeter langen Stachel nicht nur für Bienen, sondern auch für den Menschen eine ernste Bedrohung. Sie injizieren ein Neurotoxin, das dem Gift von Kugelfischen ähnelt und zu anhaltenden Schmerzen und Schwellungen führen kann. In Japan sterben im Jahr durchschnittlich 40 Menschen durch eine allergische Reaktion auf die Stiche ihrer größten Unterart, der Japanischen Riesenhornisse. © Alpsdake/picture alliance / dpa
Ein gefleckter Kugelfisch, Diodon hystrix, Hawaii, 3.2.2022
Der Kugelfisch verfügt über Giftzellen im ganzen Körper. Wer Kugelfisch essen will, muss bei der Zubereitung extrem aufpassen. Eine Vergiftung durch das Toxin des Fisches führt zu Lähmungserscheinungen und kann unbehandelt zum Tod führen. © David FleethamStockTrek Images/IMAGO
Weißer Hai, 5.9.2019
Die gefürchteten Jäger der Meere sind gar nicht so tödlich, wie viele annehmen. Theoretisch kann zwar fast jeder Hai, der größer als zwei Meter ist, einen Menschen ernsthaft verletzen. In der Regel sind die Tiere aber nicht an Menschen interessiert. Laut der Haiangriff-Datenbank „International Shark Attack File“ (ISAF) gibt es weltweit rund 80 Unfälle pro Jahr mit Haien. Nur fünf bis zehn davon enden tödlich. Dabei gibt es die meisten Haiunfälle mit dem Weißen Hai, dem Tigerhai und dem Bullenhai. © Mark Conlin/UIG/IMAGO
Eine schwarze Mamba zeigt ihre Zunge, 1.1.2011
Die Schwarze Mamba kommt in den Savannen und Hügeln im östlichen und südlichen Afrika vor. Sie ist mit ihren 4,2 Metern die längste Giftschlange des Kontinents. Von Natur aus ist die schwarze Schlange zurückhaltend. Wird sie aber bedroht, schlägt sie zu. Ihr Biss kann innerhalb von 20 Minuten tödlich sein. © Maik Dobiey /Avalon.red/IMAGO
Würfelqualle
Die Würfelqualle wurde von der National Oceanic and Atmospheric Administration als das giftigste Meerestier der Welt gekennzeichnet. Ihr würfelförmiger Körper und die Tentakel von bis zu drei Metern haben zahlreiche Stachelzellen, deren Gift beim Menschen Herz, Nerven und Haut angreift. Es gibt zwar Gegengifte, allerdings wirkt das Gift so stark und schnell, dass es meist zum Tod kommt. Zwischen 1884 und 1996 kam es an australischen Stränden zu 63 tödlichen Unfällen. © dpa
Geringelte Mordwanze, Geringelte Raubwanze Rhynocoris annulatus, Rhinocoris annulatus, sitzt an einer Pflanze, Deutschland, 15.2.2024
Die Raubwanze ist winzig, aber tödlich. Diese blutsaugende Wanze ist gefährlich, weil sie durch ihren Kot die tödliche Chagas-Krankheit überträgt. Diese verursacht neurologische Störungen, es kann zu Demenz und zu Schäden am Herzen kommen. Jährlich sterben etwa 10.000 bis 12.000 Menschen an der Krankheit. © W. Willner/blickwinkel/IMAGO
Zwei Elefanten in Kenia, Masai Mara
Elefanten sind grundsätzlich eher friedliche Tiere, können jedoch auch aggressiv werden. Wildtierexperten zufolge nimmt das aggressive Verhalten von Elefanten aufgrund des zunehmenden Drucks auf ihre Lebensräume und Herden zu. Laut dem International Fund für Animal Welfare sterben in Indien jährlich 400 Menschen an den Folgen von Konflikten mit den grauen Riesen. © Canvan Images/IMAGO
Brasilianische Wanderspinne
Die brasilianische Wanderspinne lebt in Mittel- und Südamerika und hat einen giftigen Biss, der für Menschen tödlich enden kann. Sie verstecken sich gern in dunklen Ecken und beißen auch zu, wenn sie nicht provoziert werden. Das Gift verursacht neben Fieber und Erbrechen auch Lungenversagen.  © Imago
Trichternetzspinne, die giftigste Spinne der Welt, 25.1.2023
Das Männchen der Trichternetzspinne gilt als die giftigste Spinne der Welt. Das Guinness-Buch der Rekorde führt sie zusammen mit der brasilianischen Wanderspinne an der Spitze der Giftspinnen. Sie kommt in Ost- und Südaustralien vor. Ihr Netz, das die Form eines Trichters hat, baut die Spinne in geschützten Ecken. Bis zu 40 Menschen werden jedes Jahr gebissen, allerdings sind insgesamt nur 13 Todesfälle bekannt. Seit der Verbreitung eines Gegengifts im Jahr 1981 endete keiner der Bisse mehr tödlich. © Ken Griffiths/Depositphotos/IMAGO
Finnish Lapphund rennt, Tucson, Arizona, USA
Hunde töten zwar selten direkt Menschen, trotzdem gehören sie zu den tödlichsten Tieren der Welt. Dabei ist nicht der Biss an sich tödlich – in Deutschland sterben gerade einmal drei bis vier Menschen jährlich an der Folge von Bissverletzungen. Es sind die Krankheitserreger, die durch Hundebisse übertragen werden, allen voran Tollwut. Ohne schnelle Hilfe verläuft diese Krankheit fast immer tödlich. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben weltweit jährlich rund 60.000 Menschen an Tollwut, die überwiegend durch Hunde übertragen wird. © IMAGO/Cavan Images/IMAGO
Löwe sitzt auf einer Wiese, 29.11.2024
Löwen jagen nachts und in der Dämmerung. Auch wenn auf dem Speiseplan der Großkatzen eher Antilopen, Gazellen, Gnus oder Zebras stehen, gibt es durchaus tödliche Angriffe auf Menschen. Laut GEO sterben jährlich etwa 50 Menschen durch die Könige des Tierreichs. © Nick Dale/Panthermedia/IMAGO
Ein gut getarnter Papua-Drachenkopf (Scorpaenopsis papuensis), der sich an die felsige Unterwasserumgebung anpasst, Tauchplatz Prapat, Penypangan, Bali, Indonesien
Der Steinfisch ist einer der giftigsten Fische überhaupt und so gefährlich, weil er kaum zu sehen ist. Wie der Name schon sagt, sieht er aus wie ein Stein, kann aber genug Nervengift verspritzen, um einen Menschen innerhalb einer Stunde zu töten. Zum Glück gibt es ein Gegengift. Wer gestochen wird, sollte die Wunde so heiß ausspülen wie möglich, um Zeit zu schinden. © Rolf von Riedmatten/imagebroker/IMAGO
Der älteste dokumentierte Grizzly Bär im Grand Teton National Park in Moose, Wyoming, USA, 16.5.2023
Grizzly-Bären können allein wegen ihrer Größe von zwei Metern und ihrem Gewicht von 270 Kilo gefährlich für den Menschen sein. Wenn man dann noch die scharfen Krallen an den Pranken bedenkt, sollte man sich lieber fernhalten. Ihren Lebensraum haben Grizzlys hauptsächlich in Nordamerika. © C.J. Adams/ZUMA Press/IMAGO
Salzwasserkrokodil oder Leistenkrokodil, auch Saltie Crocodylus porosus an der Furt Cahill Crossing durch den East Alligator River, Kakadu Nationalpark, Northern Territory, Australien, Ozeanien
Von allen Krokodilarten ist das Salzwasserkrokodil wohl das gefährlichste. Es ist im Vergleich zu anderen Arten besonders reizbar und aggressiv und hat kein Problem damit, auch Menschen anzufallen. Die Tiere leben im Nordosten von Australien, können mehr als eine Tonne wiegen und töten jedes Jahr Hunderte von Menschen – mehr als Haie. © Matthias Graben/imagebroker/IMAGO
Inland Taipan of Western Queensland Australia
Der Inland-Taipan gilt als die giftigste Schlange der Welt. Mit einem Biss gibt sie so viel Gift ab, dass sie damit theoretisch bis zu 250 Menschen töten könnte. Glücklicherweise lebt die Schlange abgeschieden im trockenen und menschenleeren Outback in Australien. © Ken Griffiths/depsositphotos/MAGO
Nilpferd, Hippopotamus im Fluss Khwai, Okavango Delta, Botswana, Africa, 6.12.2023
Nilpferde erscheinen in Tierdokus oft langsam und schwerfällig, können aber ziemlich schnell und gefährlich werden, wenn sie sich bedroht fühlen. Sie haben 44 scharfe Zähne und eine Beißkraft doppelt so stark wie ein Löwe. Sie kommen vor allem in Afrika, der Sahara und Kolumbien vor und töten jährlich mehrere hundert Menschen. © Robertharding/IMAGO
Kegelschnecke
Die Kegelschnecke ist ein Unterwasserlebewesen, das in Korallenriffen zu Hause ist. Sie sieht aus wie eine Muschel, hat aber scharfe Zähne, die ein Nervengift verspritzen können. Ein Gegengift gibt es nicht. Bei einem Menschen sorgt es innerhalb von Minuten für Lähmungen. Auch tödliche Atemlähmungen sind möglich. © Imago
Gelber Mittelmeerskorpion
Der gelbe Mittelmeerskorpion ist einer der giftigsten Skorpione weltweit und kann mit seinem Stachel problemlos einen Menschen töten. Er kommt hauptsächlich in der Türkei, Nordafrika und der arabischen Halbinsel vor. © Imago
Kaffernbüffel
Der Kaffernbüffel ist ganz friedlich, solange er sich nicht bedroht fühlt. Wenn man ihm aber zu nahe kommt oder sein Kalb bedroht, wird er aggressiv und kann mit seinem Gewicht von einer Tonne bis zu 60 km/h schnell rennen. Er lebt in Afrika und kann dort auch schon mal Touristen-Fahrzeuge angreifen. Laut Schätzungen sterben jährlich rund 200 Menschen bei Büffelangriffen. © Imago
Tsetsefliege
Die Tsetsefliege ist mit ihren 17 Millimetern nicht groß, verbreitet mit einem Biss aber den Erreger für die Afrikanische Schlafkrankheit. Diese sorgt erst für neuronale Ausfälle und Schlafstörungen und kann unbehandelt zum Tod führen. Schätzungen zufolge sterben jährlich etwa 50.000 Menschen an den Folgen der Krankheit. © Imago
Schrecklicher Pfeilgiftfrosch
Die Pfeilgiftfrösche sind eine ganze Familie von Froscharten, die giftig für den Menschen sind. Der Goldene Pfeilgiftfrosch verfügt über ein so starkes Gift, dass er zehn Erwachsene innerhalb von kurzer Zeit töten könnte. Allein eine Berührung des Tieres, das in pazifischen Regenwäldern lebt, kann gefährlich sein. © Imago
Gemeine Stechmücke Culex pipiens, Weibchen der Menschen bevorzugenden Unterart Culex pipiens molestus, sticht einen Menschen und saugt Blut, Baden-Württemberg, Deutschland, Europa
Es mag verrückt klingen, aber die Stechmücke gilt als das gefährlichste Tier der Welt. Sie ist der Hauptüberträger für viele Krankheiten wie Malaria, Dengue-Fieber oder das Zika-Virus. Laut dem Tropeninstitut sind 2021 allein an Malaria 619.000 Menschen gestorben. © Heinz Krimmer/imagebroker/IMAGO

Iberischer Killerwal: Orcas sind eigentlich gesellige Säugetiere

Orcas sind soziale Lebewesen, die Verhaltensweisen von anderen leicht erlernen und nachahmen können. Die Säugetiere leben in stabilen sozialen Strukturen, von denen auch ihr Überleben abhängt, haben Forscherteams in Studien schon herausgefunden. Kürzlich zeigten sogar Aufnahmen, wie ein Orca-Weibchen ein Baby-Grindwal adoptiert hat.

Es gibt auch Forscher, die das Verhalten als eine „Modeerscheinung“ bezeichnen. „Sie sind unglaublich neugierige und verspielte Tiere, daher könnte es sich eher um eine Spielerei als um eine aggressive Handlung handeln“, so Deborah Giles, Orca-Forscherin an der University of Washington.

Im Pazifik vor der Küste der USA ereignet sich ein ungewöhnliches Naturschauspiel. Eine Gruppe von Orcas greift ausgewachsene Grauwale an. Ein Video zeigt unfassbare Szenen. (ml)

Der größere Schwertwal – auch als Killerwal genannt – nahm immer wieder Anlauf und rammte den Segler mit voller Wucht. Zwei kleinere rüttelten hinten am Ruder, so der Skipper. Hinter dem aggressiven Verhalten der Orcas

Rubriklistenbild: © G. Lacz/imago

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